Neue Wettanbieter 2026: Wer in Deutschland legal an den Start geht

Updated Oktober 2026
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Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt neben einem Notizbuch mit handschriftlichen Notizen auf einem hellen Holztisch, daneben eine Tasse Kaffee im Morgenlicht.
Neobet: Die Greenvest Betting Limited ist Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022.

Ein „neuer Wettanbieter“ ist in Deutschland erst dann ein seriöser Wettanbieter, wenn die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder ihn auf die Whitelist gesetzt hat. Wer dort nicht auftaucht, hat keine deutsche Sportwetten-Erlaubnis und bietet in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel an. Das gilt auch dann, wenn die Seite modern aussieht, einen großen Namen trägt oder in Malta, Curaçao oder auf Anjouan lizenziert ist. Solche Marken fallen durch jedes deutsche Raster, das Spielerinnen und Spieler schützt. Die folgenden zehn Anbieter haben den anderen Weg genommen: Sie sind auf der Whitelist der GGL geführt und nehmen in Deutschland legal Sportwetten entgegen.

Die besten neuen Wettanbieter 2026 im Überblick

Die Tabelle zeigt für jeden Anbieter, welche Betreibergesellschaft hinter der deutschen Domain steht, wann die Erlaubnis erteilt wurde und ob es Folgeerlaubnisse gibt. Das Datum der Ersterlaubnis ist der deutlichste Hinweis darauf, wie lange ein Anbieter den deutschen Markt schon bedient. Eine Folgeerlaubnis bedeutet, dass die GGL die Eignung des Unternehmens nach fünf Jahren erneut überprüft hat.

Ein großes Stadion unter Flutlicht, aus der Ferne über eine dunkle Wiese gesehen, die Lichtmasten spiegeln sich im Dunst der Abenddämmerung.
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).
Marke Anbieter GGL-Whitelist-Status und Betreiber Sportwetten-Erlaubnis seit
AdmiralBet AdmiralBet Whitelist: Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnisse 13.12.2022, 29.07.2024)
bet365 bet365 Whitelist: Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)
Tipico Tipico Whitelist: Tipico Co. Limited, San Ġiljan, Malta 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022)
Tiptorro Tiptorro Whitelist: Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)
NEO.bet NEO.bet Whitelist: Greenvest Betting Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
Interwetten Interwetten Whitelist: Interwetten Gaming Limited, Sliema, Malta 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)
ODDSET ODDSET Whitelist: ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
Betway Betway Whitelist: Betway Limited 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
bpremium bpremium Whitelist: Ladbrokes (Deutschland) Limited, Gzira, Malta 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022)
Wettarena Wettarena Whitelist: I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)

Die Hälfte dieser Anbieter hat ihre Ersterlaubnis am 09.10.2020 erhalten, dem Tag, an dem die GGL die ersten Sportwetten-Erlaubnisse nach dem neuen Glücksspielstaatsvertrag vergab. Die zweite Welle folgte 2021 mit Tipico, Tiptorro, Betway und Interwetten. Wer auf der Suche nach einem wirklich neuen Anbieter ist, findet unter diesen zehn Namen also keine reine Marktneuheit mehr. Der entscheidende Punkt ist nicht das Alter der Marke, sondern die laufende deutsche Aufsicht: Eine Folgeerlaubnis beweist, dass die GGL den Anbieter nach fünf Jahren erneut überprüft hat.

Was die Tabelle nicht zeigt: Welche dieser Anbieter sind in Deutschland tatsächlich neu im Programm? NEO.bet, AdmiralBet, Tiptorro und bpremium gehören zu den Marken, die in den letzten Jahren ihr Sportwettenangebot hierzulande ausgebaut oder neu aufgestellt haben. Die anderen sind etablierte Namen mit langer Historie, deren deutsche Lizenz ebenfalls über die Whitelist läuft.

Was einen neuen Wettanbieter in Deutschland ausmacht

Die Frage „Was ist neu?“ hat im deutschen Sportwettenmarkt eine konkrete Antwort. Neu ist nicht die Webseite, neu ist die Erlaubnis. Wer in Deutschland Sportwetten im Internet anbieten will, braucht eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Diese Erlaubnis vergibt die GGL seit Juli 2021. Sie wird auf fünf Jahre befristet erteilt und kann verlängert werden. Auf der Whitelist der GGL tauchen alle Inhaber einer solchen Erlaubnis auf. Stand 02.10.2026 listet die Whitelist 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, dazu drei reine Pferdewetten-Anbieter.

Ein Anbieter, der auf der Whitelist steht, ist nicht automatisch der beste Wettanbieter für jeden Spielertyp. Er ist aber der einzige Anbieter, der in Deutschland legal Sportwetten anbietet. Alles andere ist Grauzone oder schlicht unerlaubt. Die Betreibergesellschaften hinter den zehn Marken in der Tabelle sitzen fast ausnahmslos in Malta, betreiben aber deutsche Domains und unterliegen der GGL-Aufsicht. Das ist kein Widerspruch: Die GGL erlaubt europäischen Unternehmen, in Deutschland tätig zu werden, sofern sie die deutschen Regeln einhalten.

Wer auf der Whitelist steht, unterliegt der vollen deutschen Regulierung. Dazu gehört die Verifikation per Video-Ident oder Post-Ident, das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat über die LUGAS-Limitdatei und die Anbindung an die OASIS-Sperrdatei. Wer dort nicht steht, hat keine dieser Pflichten. Das klingt nach mehr Freiheit, bedeutet aber den Verlust des zentralen deutschen Verbraucherschutzes.

Rechtslage: Die GGL-Whitelist als einziger Lackmustest

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) ist seit Juli 2021 die zentrale Aufsichtsbehörde für Online-Sportwetten in Deutschland. Sie erteilt die Erlaubnis, überwacht die Einhaltung der Regeln und kann Bußgelder verhängen. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV 2021 ist das öffentliche Verzeichnis aller Anbieter, die aktuell eine solche Erlaubnis besitzen. Sie ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Wettanbieter in Deutschland legal ist. Die Whitelist führt ausschließlich .de-Domains, aber nicht jede .de-Domain auf der Liste gehört zu einem Sportwettenanbieter. Manche Einträge betreffen virtuelle Automatenspiele oder Pferdewetten.

Ein leerer Papierwettschein und ein Kugelschreiber liegen auf einem aufgeräumten Schreibtisch neben einer Lupe, weiches Licht von einem Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Am 17. September 2026 hat die GGL Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Hintergrund war ein Schlag gegen illegales Glücksspiel im Milliardenbereich. Die Warnung richtete sich gegen konkrete Marken, gilt aber als Signal an den gesamten Markt: Die GGL geht gegen unerlaubte Anbieter vor, und die Konsequenzen treffen am Ende auch die Spielerinnen und Spieler, die dort eingezahlt haben.

Was bedeutet das zivilrechtlich? Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die EU-Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Im konkreten Fall fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € an Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen. Eine Ausnahme gilt nur, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist im deutschen Markt nicht der Fall. Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag wettet, geht also ein zivilrechtliches Risiko ein, das mit einer klaren Ansage der GGL unterfüttert ist.

Spielerschutz: Was OASIS, LUGAS und der Panikbutton konkret bedeuten

Wer in Deutschland bei einem lizenzierten Anbieter wettet, spielt unter strengen Regeln zum Schutz vor Spielsucht. Drei Mechanismen greifen ineinander.

OASIS ist die zentrale Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV. Jeder Anbieter muss bei der Registrierung und bei jedem Login prüfen, ob die Spielerin oder der Spieler gesperrt ist. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn eine Frist angegeben wird, ansonsten mindestens ein Jahr. Wer in OASIS steht, kann sich bei keinem lizenzierten Anbieter in Deutschland anmelden.

LUGAS ist die Limitdatei, die das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat technisch durchsetzt. Das Limit gilt monatsübergreifend über alle Anbieter hinweg, bei denen ein Konto besteht. Wer bei drei Anbietern je 400 € einzahlt, kann beim vierten Anbieter kein Konto mehr aufladen. Anbieter dürfen in begründeten Fällen höhere Limits vergeben, aber nur gegen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Die Grenzwerte sind gestaffelt: bis 10.000 € im Einzelfall, 10.000 bis 30.000 € nur für maximal ein Prozent der aktiven Spielenden.

Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Wer den Knopf drückt, kann in dieser Zeit keine Wetten mehr platzieren. Die Sperre endet automatisch, es sei denn, die Spielerin oder der Spieler verlängert sie.

Daneben gelten weitere Regeln: Teilnahme erst ab 18 Jahren, ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifikation, paralleles Spielen bei mehreren Anbietern gleichzeitig ist verboten, und vor der Verifikation darf maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € gespielt werden. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt.

Diese Regeln gelten nur für lizenzierte Anbieter. Anbieter ohne Whitelist-Eintrag sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Wer dort spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg und keine deutsche Aufsicht, die eingreift.

Boni und Gratiswetten: Was Willkommensangebote neuer Anbieter wirklich kosten

Neue Wettanbieter werben aggressiv um Neukunden, und die Versprechen klingen verlockend. „100 % Bonus“, „Gratiswette“, „Bonus ohne Einzahlung“ sind die häufigsten Formate. Was im Marketing auftaucht, ist die eine Hälfte. Die andere steht in den AGB.

Umsatzbedingungen legen fest, wie oft der Bonusbetrag umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ein 100 € Bonus mit fünffachem Umsatz bedeutet 500 € an Wetten, die platziert werden müssen, bevor der Bonus und die damit erzielten Gewinne ausgezahlt werden. Bei manchen Anbietern zählt nur der Bonus, bei anderen zählen Bonus und Einzahlung zusammen.

Mindestquoten schränken ein, welche Wetten für den Umsatz zählen. Eine typische Mindestquote liegt bei 1,50 oder 2,00. Wer niedrigere Quoten spielt, lässt den Bonus verfallen. Kombiwetten mit mehreren Beinen erreichen die Mindestquote schneller, sind aber riskanter.

Fristen setzen, wie lange der Bonus aktiv bleibt. 30 Tage sind üblich, 7 Tage bei aggressiveren Angeboten. Wer die Frist verpasst, verliert Bonus und Gewinne.

Beim Blick auf das Kleingedruckte lohnt sich ein Blick auf drei Zahlen: den Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist. Aus diesen drei Werten lässt sich ableiten, ob ein Bonus für das eigene Wettverhalten überhaupt erreichbar ist. Wer Einzelwetten mit kleinen Quoten bevorzugt, sollte einen Bonus mit niedriger Mindestquote wählen. Wer Kombinationen spielt, kommt mit höheren Umsatzfaktoren zurecht, sofern die Frist stimmt.

Ein wichtiger Hinweis zu Gratiswetten, oft auch Freebet genannt: Bei einer klassischen Freebet wird der Einsatz nicht zurückgezahlt. Wer eine 10 € Freebet auf eine Quote von 3,00 setzt und gewinnt, bekommt 30 € ausgezahlt, nicht 40 €. Der Wert der Freebet liegt also unter dem Nennwert. Diese Konstruktion ist Standard, wird aber im Marketing regelmäßig verschleiert.

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 enthält keine Klausel, die Höhe, Umsatz oder Mindestquoten von Sportwetten-Boni regelt. Jeder Anbieter legt seine eigenen Bedingungen fest. Werbung für Sportwetten-Boni darf nur von Erlaubnisinhabern betrieben werden, Affiliate-Vergütung darf nicht an Umsatz, Einzahlung oder Einsatz gekoppelt sein.

Zahlungen und Auszahlungsdauer: Was lizenzierte Anbieter annehmen dürfen

Die Zahlungsabwicklung bei lizenzierten deutschen Anbietern folgt strengen Regeln. Erlaubt sind nur Zahlungen von Konten, die auf den Namen der Spielerin oder des Spielers laufen, von Instituten, die dem Geldwäschegesetz unterliegen. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Kryptowährungen wie Bitcoin fallen ebenso durch dieses Raster wie anonyme Prepaid-Karten, die keinen Rückschluss auf die Identität zulassen. Die Regelung ist der Mechanismus, der Bitcoin und Paysafecard aus dem lizenzierten Markt herausnimmt. Wer „neue Wettanbieter mit Bitcoin“ sucht, sucht Anbieter ohne deutsche Erlaubnis.

Die akzeptierten Zahlungsmethoden legt jeder Anbieter selbst fest. Üblich sind Banküberweisung, Sofortüberweisung, Kreditkarte, PayPal, Apple Pay, Trustly und giropay. Welche Methoden ein Anbieter konkret anbietet, steht in dessen AGB oder im Kassenbereich. Die Auszahlungsdauer hängt von der Methode ab: E-Wallet-Lösungen sind oft innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen, Banküberweisungen dauern ein bis drei Werktage. Vor der ersten Auszahlung verlangt jeder Anbieter eine vollständige Verifikation. Das ist kein Sonderfall, sondern Pflicht nach § 6a GlüStV.

Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Diese Frist schreibt § 6b Abs. 6 und 7 GlüStV vor.

Markteintritte und Neuzugänge: Was sich 2026 auf der Whitelist getan hat

Die Whitelist wird laufend aktualisiert. Stand 02.10.2026 sind 27 Anbieter mit Sportwetten-Erlaubnis gelistet. Einige davon sind etablierte Namen wie bet365, Tipico oder bwin, die ihre Lizenz früh erhalten und verlängert haben. Andere sind vergleichsweise neu auf dem deutschen Markt.

LeoVegas ist ein Beispiel für einen späten Markteintritt. Die LVSports Limited erhielt die deutsche Sportwetten-Erlaubnis am 21.10.2024. Bis dahin war LeoVegas in Deutschland nur für virtuelle Automatenspiele lizenziert. Am 29. November 2024 gab die LeoVegas Group den offiziellen Start des Sportwettenangebots auf der deutschen Marke LeoVegas.de bekannt. Im Dezember 2024 lief die Kampagne „Thrill Seeker“ in TV, Programmatic und Affiliate-Kanälen. Das Angebot ist in allen 16 Bundesländern verfügbar. Für Spielende bedeutet das: LeoVegas gehört zu den neueren Gesichtern im deutschen Sportwettenmarkt, auch wenn der Markenname aus dem Casino-Bereich bekannt ist.

Mercur Sports (Merkur Bets Malta Limited) erhielt die deutsche Sportwetten-Erlaubnis am 06.11.2023. Hinter der Marke steht die Gauselmann-Gruppe, die jahrzehntelange Erfahrung im stationären Glücksspiel hat. Der Einstieg in den Online-Sportwettenmarkt ist Teil einer breiteren Digitalisierungsstrategie. Neben Merkur Bets ist die Muttergesellschaft auch für Merkur-sports.de und Xtip.de auf der Whitelist geführt, dort mit Erstdatum 09.10.2020.

Bet3000 ist über die I.B.C. Sportsbetting Limited ebenfalls mit deutscher Lizenz auf der Whitelist geführt. Die Erlaubnis für Bet3000.de datiert auf den 22.04.2026. Hinter der Marke steht die gleiche Betreibergesellschaft, die auch Wettarena betreibt. Wer den klassischen deutschen Wettanbietern etwas abgewinnen kann, findet hier zwei Lizenzierungen unter einem Dach.

VBet (SCGO Limited) ist seit dem 05.12.2023 mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist. Die Marke ist in Osteuropa stark, in Deutschland noch im Aufbau. Daznbet, betrieben von der DZBT Operations Limited, ist seit dem 22.08.2023 lizenziert. Dahinter steht der Streaming-Dienst DAZN, dessen Sportwettenangebot an die eigene Übertragungsplattform angedockt ist.

Diese vier Beispiele zeigen, was ein „neuer Wettanbieter“ in Deutschland tatsächlich bedeutet: nicht zwingend eine neue Marke, sondern ein Markteintritt in den letzten drei Jahren. Die deutsche Regulierung erlaubt es etablierten europäischen Anbietern, schrittweise in den deutschen Markt hineinzuwachsen, und jeder Eintrag auf der Whitelist ist das Ergebnis eines formellen Erlaubnisverfahrens.

Einzelbewertungen: Was die zehn Anbieter jeweils auszeichnet

AdmiralBet

AdmiralBet ist die Online-Sportwette der österreichischen Novomatic-Gruppe, die über die Greentube Betting Malta Limited auch in Deutschland eine Erlaubnis besitzt. Die Ersterlaubnis datiert auf den 09.10.2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 13.12.2022 erteilt, eine weitere am 29.07.2024. Die Marke profitiert von der stationären Präsenz der Novomatic in Spielhallen und kann Synergien zwischen online und offline nutzen. Das Sportwettenangebot ist solide, ohne in die Tiefe der reinen Online-Sportbooks vorzudringen. Wer eine Marke mit deutschem Mutterkonzern sucht und auf österreichische Seriosität Wert legt, ist hier richtig.

bet365

bet365 ist der Branchenriese mit britischen Wurzeln und Sitz in Malta. Die Hillside (Europe) ENC betreibt die deutsche Domain seit dem 09.10.2020 mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. bet365 ist bekannt für ein außergewöhnlich breites Wettprogramm, Livewetten mit Streaming-Optionen und eine technische Plattform, die auch unter Last stabil läuft. Die Quoten liegen im oberen Mittelfeld, die Auswahl an Wettmärkten übertrifft die meisten Wettbewerber. Wer ein Allround-Paket sucht und mit den Quotenmarge der Branche leben kann, findet hier einen der wenigen Anbieter, die international wie national liefern.

Tipico

Tipico ist die bekannteste deutsche Wettmarke, gegründet 2004 in Düsseldorf und heute mit Sitz in Malta. Die Tipico Co. Limited betreibt Tipico.de seit dem 09.10.2020 mit Folgeerlaubnis vom 09.12.2022. Tipico ist eng mit dem deutschen Sport verbunden, von der Bundesliga bis zur Dritten Liga, und betreibt ein dichtes Netz an Wettannahmestellen. Die Online-Plattform ist auf mobile Nutzung optimiert. Vor dem Hintergrund des laufenden EuGH-Verfahrens zur Rückzahlung alter Einsätze ist Tipico auch juristisch ein interessanter Fall, denn der Konzern steht exemplarisch für die Frage, wie mit Wetten aus der Zeit vor der deutschen Regulierung umzugehen ist.

Tiptorro

Hinter Tiptorro steht die Torro Tec Limited, eine maltesische Gesellschaft, die zur Tipico-Gruppe gehört. Die Ersterlaubnis für Tiptorro.de datiert auf den 30.06.2021, die Folgeerlaubnis auf den 27.12.2022. Die Marke zielt auf ein jüngeres Publikum und setzt stark auf Mobile-First-Design und Social-Media-Marketing. Wer eine schlanke, moderne Oberfläche sucht und mit dem Tipico-Ökosystem vertraut ist, findet hier eine Alternative zur Hauptmarke.

NEO.bet

NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, die zur deutschen Online-Unternehmergruppe um den früheren mybet-Gründer gehört. Die Ersterlaubnis datiert auf den 09.10.2020, die Folgeerlaubnis auf den 22.12.2022. NEO.bet gehört zu den Anbietern, die in den letzten Jahren ihr Sportwettenangebot in Deutschland deutlich ausgebaut haben. Die Marke positioniert sich als moderne Alternative zu den etablierten Namen, mit Fokus auf Quotenhöhe und Wettprogramm-Tiefe. Wer einen Anbieter mit Gründer-DNA sucht, der nicht zu den internationalen Konzernen gehört, wird hier fündig.

Interwetten

Interwetten ist ein österreichischer Pionier der Online-Wetten und seit Jahrzehnten im Geschäft. Die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta, betreibt Interwetten.de seit dem 02.11.2020 mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Die Marke hat eine treue Stammkundschaft, die das schlanke Wettprogramm und die soliden Quoten schätzt. Interwetten war einer der ersten Anbieter überhaupt, der Online-Wetten in Europa anbot, und bringt entsprechende Erfahrung mit. Wer auf Beständigkeit und ein eingespieltes Wettprogramm Wert legt, ist hier gut aufgehoben.

ODDSET

ODDSET ist die Sportwetten-Marke der staatlichen Lotteriegesellschaften, betrieben von der ODDSET Sportwetten GmbH. Die Ersterlaubnis datiert auf den 18.11.2020, die Folgeerlaubnis auf den 15.12.2022, erteilt vom Regierungspräsidium Darmstadt. ODDSET ist die traditionsreichste deutsche Wettmarke und eng mit dem stationären Vertrieb über Annahmestellen verbunden. Das Online-Angebot ist konservativ aufgestellt, die Quoten liegen eher im unteren Mittelfeld. Wer eine Marke mit klarer deutscher Verwurzelung und staatlichem Hintergrund sucht, findet hier die seriöseste aller Optionen.

Betway

Betway ist eine internationale Marke mit britischen Wurzeln, betrieben von der Betway Limited. Die Ersterlaubnis für Betway.de datiert auf den 09.03.2021, die Folgeerlaubnis auf den 23.12.2022. Zusätzlich ist Betway seit dem 02.10.2026 für virtuelle Automatenspiele lizenziert. Das Sportwettenangebot ist umfangreich, mit starkem Fokus auf Fußball, Tennis und US-Sport. Wer eine international etablierte Marke mit Casino-Hintergrund sucht, ist hier richtig, sollte aber die deutsche Auszahlungsdauer im Blick behalten.

bpremium

Bpremium ist die deutsche Lizenzmarke des britischen Wettanbieters Ladbrokes, betrieben von der Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. Die Ersterlaubnis datiert auf den 09.10.2020, die Folgeerlaubnis auf den 21.12.2022. Die Marke gehört zum Entain-Konzern, einem der größten Glücksspielkonzerne weltweit. Das Wettprogramm ist solide, die Quoten liegen im Mittelfeld. Wer eine international etablierte Marke mit langer Tradition sucht und mit dem britischen Wettstil zurechtkommt, findet hier eine verlässliche Option.

Wettarena

Wettarena wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited betrieben, die auch hinter Bet3000 steht. Die Ersterlaubnis datiert auf den 09.10.2020, die Folgeerlaubnis auf den 15.12.2022. Wettarena positioniert sich als Anbieter für preisbewusste Spielende, mit Fokus auf Quotenhöhe statt Wettprogramm-Tiefe. Die Marke ist weniger bekannt als die großen Namen, gehört aber zum gleichen Betreiber wie Bet3000 und teilt sich die Plattform. Wer einen Anbieter mit klarer Quotenorientierung sucht, sollte beide Domains vergleichen.

Sportwettensteuer: Wie Anbieter die 5,3 % weitergeben

Die Sportwettensteuer ist keine Wettanbieter-Gebühr, sondern eine deutsche Sonderabgabe nach §§ 16 bis 25 RennwLottG. Sie beträgt 5,3 % und wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht von der Spielerin oder dem Spieler. Die Bemessungsgrundlage ist „Einsatz minus die Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Mathematisch: 5,3 geteilt durch 105,3.

Wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung. Drei Modelle sind verbreitet: Einige Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere reduzieren die Quote entsprechend, wieder andere übernehmen die Steuer vollständig und schlagen sie nicht auf die Spielenden um. Welches Modell ein Anbieter nutzt, steht in dessen AGB. Wer wissen will, was ein Wettschein tatsächlich kostet, muss das Modell kennen. 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags) sind ein spürbarer Verlust. Eine Reduktion der Quote um den Steueranteil verteilt den Verlust über die Quotenstruktur und ist weniger sichtbar.

Ein verbreiteter Trugschluss: Die Annahme, dass die Zahlung der Sportwettensteuer eine Lizenz beweist. Das Gegenteil ist der Fall. Die Steuer fällt auch bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis an, weil sie für in Deutschland angebotene Wetten greift. Wer die Steuer auf der Wettquittung sieht, hat keinen Beleg für eine deutsche Lizenz. Der einzige Beleg ist der Eintrag auf der GGL-Whitelist.

Was bedeutet das für die Spielenden? Die Steuer schmälert den Bruttoeinsatz. Bei einer Quote von 2,00 und einem Einsatz von 100 € ohne Steuer bekommt eine Spielperson 200 € ausgezahlt. Bei 5,3 % Steuer, die der Anbieter an die Spielenden weitergibt, sinkt der ausgezahlte Betrag entsprechend. Die Auszahlungsquote sinkt um den Steueranteil, der Buchmachermarge vergrößert sich. Ein Anbieter, der die Steuer nicht weitergibt, hat einen Quoten-Vorteil gegenüber einem Anbieter, der sie abzieht. Dieser Vorteil ist messbar, er fällt aber im Vergleich zu den Unterschieden in der Buchmachermarge oft nur in den Nachkommastellen ins Gewicht.

Livewetten: Was in Deutschland erlaubt ist und was nicht

Livewetten, also Wetten während eines laufenden Ereignisses, sind in Deutschland nur eingeschränkt erlaubt. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis nein, nächster Korb im Basketball nein.

Die Regelung hat praktische Folgen. Anbieter wie bet365 oder Betway, die international ein breites Livewetten-Angebot haben, müssen in Deutschland einen abgespeckten Livewetten-Bereich anbieten. Wer auf Mikrowetten aus ist, also auf das nächste Ereignis im Spiel, findet in Deutschland nur ein eingeschränktes Angebot. Bei großen Sportereignissen wie der Bundesliga oder Champions League ist die Livewetten-Auswahl ausreichend, bei weniger prominenten Ligen schrumpft sie.

Was nicht erlaubt ist: Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind. Die GGL behandelt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport. Wetten auf Spiele der Regionalliga oder tieferer Ligen sind daher nicht zulässig. Manipulationanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ebenfalls verboten. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht erlaubt. Auf esports kann in Deutschland nicht gewettet werden, weil esports von der GGL nicht als Sportart anerkannt ist. Lizenzierte esports-Wetten existieren hier nicht.

Cash Out ist eine Funktion, mit der Anbieter Wetten vorzeitig abrechnen. Der Glücksspielstaatsvertrag und die GGL enthalten keine spezifische Regelung dazu. Cash Out ist eine Funktion des Anbieters und kann genutzt werden, wo der Anbieter sie anbietet. Ob ein Anbieter Cash Out anbietet, ist eine Frage der Produktpolitik, nicht der Regulierung.

Was bei der Wahl eines neuen Wettanbieters zählt

Wer in Deutschland einen neuen Wettanbieter sucht, sollte nicht auf das Marketing schauen, sondern auf vier konkrete Punkte.

Erstens: Steht der Anbieter auf der GGL-Whitelist? Diese Frage lässt sich in zwei Minuten auf der Webseite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder klären. Wer dort nicht steht, hat keine deutsche Erlaubnis. Alles andere ist zweitrangig.

Zweitens: Welche Betreibergesellschaft steht hinter dem Angebot? Der Abschnitt „Die besten neuen Wettanbieter 2026 im Überblick“ listet diese Details auf. Ein renommierter Mutterkonzern mit europäischer Aufsicht in einem EWR-Mitgliedstaat bietet mehr Sicherheit als eine unbekannte Gesellschaft auf einer Offshore-Insel.

Drittens: Wie sehen die Bonusbedingungen aus? Der Bonus selbst ist sekundär. Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist entscheiden, ob das Angebot erreichbar ist.

Viertens: Welche Zahlungsmethoden werden angeboten? Wer auf PayPal oder Apple Pay angewiesen ist, muss prüfen, ob der Anbieter diese Methoden tatsächlich akzeptiert. Die Anbieter bestimmen das selbst, es gibt keinen Anspruch auf eine bestimmte Zahlungsmethode.

Wer diese vier Punkte abhakt, hat die formale Eignung geklärt. Was dann noch zählt, sind Quoten, Wettprogramm und Benutzerfreundlichkeit. Die sind Geschmackssache.

Häufig gestellte Fragen

Woran lässt sich erkennen, ob ein neuer Wettanbieter eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzt?

Das einzige verlässliche Zeichen ist der Eintrag auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Whitelist wird auf der Webseite der GGL veröffentlicht und ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV das offizielle Verzeichnis aller Erlaubnisinhaber. Stand 02.10.2026 listet sie 27 Anbieter mit Sportwetten-Erlaubnis. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist in Deutschland irrelevant. Die Whitelist führt ausschließlich .de-Domains, aber nicht jede deutsche Domain gehört zu einem Sportwettenanbieter. Eine Selbstdarstellung des Anbieters als „lizenziert“ genügt nicht. Maßgeblich ist allein der Whitelist-Eintrag.

Was bedeutet es für Spielerinnen und Spieler, wenn ein neuer Anbieter nicht auf der GGL-Whitelist steht?

Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag wettet, nimmt an unerlaubtem Glücksspiel teil. Der Anbieter hat keine deutsche Erlaubnis und unterliegt weder der OASIS-Sperrdatei noch dem gemeinsamen Einzahlungslimit von 1.000 € über die LUGAS-Limitdatei. Im Streitfall gibt es keinen deutschen Rechtsweg. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt. Zivilrechtlich hat der EuGH-Generalanwalt in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich gehalten, dass Anbieter ohne Lizizenz verlorene Einsätze zurückzahlen müssen. Wer dort spielt, geht also ein doppeltes Risiko ein: fehlender Verbraucherschutz und mögliche Rückforderung alter Einsätze.

Welche Rolle spielen OASIS und das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat bei neuen Wettanbietern?

OASIS ist die zentrale Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV, die bei Registrierung und Login geprüft wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat wird über die LUGAS-Limitdatei technisch durchgesetzt und gilt anbieterübergreifend. Anbieter dürfen im Einzelfall höhere Limits vergeben, aber nur gegen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Diese Mechanismen greifen nur bei lizenzierten Anbietern. Anbieter ohne Whitelist-Eintrag sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen.

Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei einem neuen Anbieter an Quote oder Auszahlung weitergegeben?

Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht von der Spielerin oder dem Spieler. Die Bemessungsgrundlage ist „Einsatz minus die Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Ob und wie ein Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung. Drei Modelle sind verbreitet: Abzug vom Einsatz, Reduktion der Quote oder vollständige Übernahme. Welches Modell gilt, steht in den AGB des Anbieters. Die Steuer fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an und ist kein Lizenznachweis. Wer die Auszahlungsquote zweier Anbieter vergleicht, muss das jeweilige Steuermodell kennen, sonst vergleicht er Äpfel mit Birnen.

Welche Umsatzbedingungen und Mindestquoten gelten typischerweise für ein Willkommensangebot eines neuen Buchmachers?

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 enthält keine Vorgaben zu Bonusbedingungen. Jeder Anbieter legt sie selbst fest. Üblich sind Umsatzfaktoren zwischen 3- und 10-fach, Mindestquoten zwischen 1,50 und 2,00 und Fristen zwischen 7 und 30 Tagen. Bei Kombiwetten zählt die Gesamtquote, nicht die Einzelquote. Wer unter Zeitdruck spielt oder niedrige Quoten bevorzugt, sollte auf einen Anbieter mit niedrigem Umsatzfaktor und niedriger Mindestquote achten. Gratiswetten, oft als Freebet bezeichnet, zahlen den Einsatz in der Regel nicht zurück. Eine 10 € Freebet auf eine Quote von 3,00 bringt 30 € Gewinn, nicht 40 €. Werbung für Boni darf nur von Erlaubnisinhabern betrieben werden, Affiliate-Vergütung darf nicht an Umsatz, Einzahlung oder Einsatz gekoppelt sein.

Welche Zahlungsmethoden sind bei lizenzierten Anbietern zulässig, und warum sind Krypto und anonyme Zahlungsmittel ausgeschlossen?

Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind nur Zahlungen von Konten erlaubt, die auf den Namen der Spielerin oder des Spielers laufen und bei einem Institut geführt werden, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Diese Regel schließt Kryptowährungen wie Bitcoin ebenso aus wie anonyme Prepaid-Karten ohne Identitätsnachweis. Welche konkreten Zahlungsmethoden ein Anbieter akzeptiert, legt er selbst fest. Üblich sind Banküberweisung, Sofortüberweisung, Kreditkarte, PayPal, Apple Pay, Trustly und giropay. Die Auszahlungsdauer hängt von der Methode ab und reicht von unter 24 Stunden bei E-Wallets bis zu drei Werktagen bei Banküberweisungen. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto und wird bei Kontoschließung innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Inhalt erstellt vom Team «paymentwettende.com»