Tour de France Wetten 2026: Welche Anbieter in Deutschland erlaubt sind

Updated Oktober 2026
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Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026).

Eine Landstraße schlängelt sich durch Hügel im Morgennebel, am Straßenrand liegen Heuballen auf einem abgemähten Feld.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Die Tour de France 2026 ist gefahren: Sie lief vom 4. bis 26. Juli 2026, begann in Barcelona und endete in Paris, umfasste 21 Etappen über 3.245 km und wurde zum fünften Mal von Tadej Pogačar gewonnen. Wer mitten im Geschehen auf Etappensieger, das gelbe Trikot oder die Bergwertung setzen will, findet in Deutschland ein klar abgegrenztes Feld: Buchmacher mit einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), einzusehen auf der Whitelist. Wer dort nicht steht, nimmt in Deutschland keine Sportwette entgegen, gleich welche Lizenz das Logo trägt.

Dieser Überblick ordnet den Wettmarkt zur Frankreich-Rundfahrt ein: Welche Wettanbieter in Deutschland legal Wetten auf die Rundfahrt anbieten, wie Etappensieger- und Gesamtsieger-Quoten entstehen, was die Wettsteuer vom Gewinn abzieht und welche Spielräume bei Livewetten am Straßenrand bleiben. Ein Hinweis vorweg: Wer heute (Stand 2026) plant, zu wetten, setzt auf die Tour de France 2027, deren Route zu Redaktionsschluss noch nicht feststand. Die Zahlen, Quotenbeispiele und Regeln auf dieser Seite gelten für jede kommende Austragung gleichermaßen.

Verantwortungsvolles Wetten über drei Wochen Etappen

Drei Wochen Tour de France bedeuten drei Wochen möglicher Wetten. Das ist kein Wochenend-Event, an dem man abends die Bilanz zieht. Die Gefahr liegt in der schleichenden Zahl: ein paar Euro hier, eine Livewette dort, eine Kombiwette zum Zeitfahren am Dienstagabend. Wer nicht vorher festlegt, was er maximal riskiert, verliert leicht den Überblick über den eigenen Einsatz.

Ein Rennrad lehnt an einer Steinmauer in einer Bergkurve, im Hintergrund eine weite Hügellandschaft im Gegenlicht.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Das deutsche Recht zieht hier einen Rahmen, der unabhängig vom Anbieter gilt. Das Einzahlungslimit nach § 6c GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat und Spieler, summiert über alle Anbieter hinweg, die an die Limitdatei LUGAS angeschlossen sind. Wer mehr riskieren möchte, muss dem Anbieter seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen; eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen. Die Regulierung setzt die Decke, nicht die persönliche Disziplin, und genau deshalb ist sie ein Werkzeug und kein Ersatz für eigene Regeln.

Wer merkt, dass er die Kontrolle verliert, hat zwei Wege: die bundesweite Sperrdatei OASIS, die alle Whitelist-Anbieter bei Registrierung und Login abfragen, und den Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV, der sofort für 24 Stunden sperrt. Eine Selbstsperre über OASIS läuft mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, ansonsten mindestens ein Jahr. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen; wer dort spielt, fällt durch beide Netze.

Drei Empfehlungen, die unabhängig von der Rechtslage gelten:

Welche Wettarten die Tour de France hergibt

Die Tour ist kein Fußballspiel mit zwei Mannschaften und drei Ergebnissen. Sie ist eine Struktur aus 21 Etappen mit verschiedenen Profilen, vier Wertungen, Ausreißern und Ausreißerjagden. Wer auf die Tour wettet, wettet auf eine dieser Strukturen, nicht auf die Tour als Ganzes.

Ein Smartphone liegt auf einem Tisch neben einem Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und einer Tasse Kaffee.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Gesamtsieger (Gelbes Trikot)

Die Königsfrage jeder Tour: Wer steht am 26. Juli ganz oben auf dem Podium? Die Wette wird vor dem Start oder während der ersten Etappen abgeschlossen und erst nach Paris ausgewertet. Die Quote spiegelt die Einschätzung des Buchmachers vor dem Rennen wider; sie bewegt sich mit jeder Etappe, bei Stürzen, Defekten und Zeitfahren. Die Zeiten der Fahrer werden addiert; wer am Ende die geringste Gesamtzeit hat, gewinnt. Diese Wette wird oft Monate im Voraus angeboten, weil Buchmacher die Saisonform kennen.

Etappensieger

Jede Etappe hat ein eigenes Profil: Flach, Hügel, Berg, Zeitfahren. Buchmacher bieten Wetten auf jede Etappe einzeln an, oft mit Dutzenden Auswahlen. Die Quote richtet sich nach Tagesform, Profil und Startaufstellung. Wer regelmäßig auf Etappen wettet, sollte die Streckenprofile kennen: Puncheure punkten in den Hügeln, Sprinter in den Flachetappen, Kletterer in den Bergen.

Trikotwertungen

Vier Trikots, vier eigene Wettmärkte:

Wer auf Trikots wettet, sollte die jeweils führenden Fahrer über mehrere Etappen beobachten. Eine Wette auf das Grüne Trikot nach Etappe 5 ist eine andere als am Tag vor Paris.

Weitere Märkte

Neben den Klassikern bieten die meisten Buchmacher Head-to-Head-Wetten (Pogačar gegen Vingegaard), Kombiwetten (Pogačar gewinnt Gesamtwertung UND Etappe X), Wetten auf Ausreißer, auf Rückstand zur Spitze und auf Teamwertungen. Welche Märkte ein Anbieter führt, unterscheidet sich von Buchmacher zu Buchmacher und ist im eigenen Wettprogramm der Seite zu prüfen.

Wie Quoten entstehen und was die Marge kostet

Eine Quote ist kein Wahrscheinlichkeitsversprechen. Sie ist ein Preis, zu dem der Buchmacher ein Risiko kauft und einen Gewinn verkauft. Was der Buchmacher auf jedem Markt verdient, ist die Marge, sein Anteil an jedem eingesetzten Euro, bevor er überhaupt auszahlt.

Quoten verstehen

Eine Quote 2,10 für ein Ergebnis A und eine Quote 1,80 für Ergebnis B addieren sich für den Leser zu 3,90. Sie sollten sich für den Buchmacher zu mehr als 100 % addieren, weil im Über-100 %-Anteil sein Verdienst steckt. Ein einfaches Rechenbeispiel mit zwei Auswahlen:

Bei diesem Beispiel liegt die Marge bei rund 5 %. Von jedem Euro, der auf diesen Zwei-Wege-Markt gesetzt wird, wandern etwa 5 Cent in die Kasse des Anbieters; 95 Cent werden an die Spieler ausgezahlt, sobald das Ereignis entschieden ist. Dieser Wert ist eine Bandbreite, kein Einzelfall: Je ausgeglichener die Quoten, desto näher liegt die Marge an 5 %, bei klarer Favoritenlage kann sie niedriger ausfallen, bei Außenseiterwetten mit Dutzenden Auswahlen höher.

Wichtig für die Tour: Etappenmärkte mit 30 und mehr Auswahlen tragen eine höhere Marge als Zwei-Wege-Märkte. Die Tour-de-France-Gesamtsieger-Wette Monate vor dem Start, oft mit 30 oder mehr Fahrern, kann eine Marge im Bereich von 7 bis 10 % tragen. Wer dort setzt, gibt einen größeren Anteil seines Einsatzes an den Anbieter ab als auf einer klar favorisierten Etappe.

Mehrwege und Kombinationen

Bei Mehrwege-Märkten mit n Auswahlen werden die Kehrwerte aller Quoten addiert und 1 durch die Summe geteilt. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten der Einzelwetten; die Auszahlung erfolgt nur, wenn alle Teile treffen. Kombiwetten tragen die Marge jedes Teils vervielfacht mit der Zahl der Beine. Eine Vierer-Kombi trägt damit eine deutlich höhere effektive Marge als jede Einzelwette für sich.

Die Tour de France als Wettrahmen

Die Tour ist 1903 von der Sportzeitung L’Auto gegründet worden, die erste Austragung begann am 1. Juli mit 60 Fahrern. Heute besteht sie meist aus 21 Etappen, organisiert seit 1992 von der Amaury Sport Organisation (ASO). Seit 2018 treten die 18 UCI WorldTeams mit je acht Fahrern an, 170 Fahrer im Feld. Die Schlussetappe fällt seit 1967 auf einen Sonntag, die Siegerzeit wird über drei Wochen addiert.

Die Tour 2026 war mit 3.245 km die kürzeste seit Jahrzehnten, eingebettet zwischen Barcelona und Paris. Sechs Rekordsieger teilen sich fünf Gesamtsiege: Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar. Bei der Bergwertung 2026 gewann Richard Carapaz, bei der Punktewertung Mads Pedersen.

Diese Hintergrundzahlen sind für Wetten insofern relevant, als sie die Bandbreite der Märkte erklären. Eine Tour ist lang genug, dass Ausreißer, Stürze und Defekte die Quoten bewegen, und strukturiert genug, dass Statistiken über Profile und Trikots Sinn ergeben. Wer die Tour versteht, liest Quoten mit anderen Augen.

Was in Deutschland erlaubt ist und was nicht

Wettrecht in Deutschland ruht auf zwei Säulen: der Erlaubnis der GGL und den Regeln des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) 2021. Was auf der Whitelist steht, ist erlaubt. Was nicht dort steht, ist unerlaubt, gleich ob es in Curaçao, Malta oder Anjouan lizenziert ist.

Die Whitelist

Die GGL in Halle (Saale) führt die bundesweite Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Die Liste enthält ausschließlich Domains mit Erlaubnis, Stand 2. Oktober 2026 insgesamt 30 Einträge. Eine .de-Domain allein beweist gar nichts, die Liste führt nur Domains, die geprüft sind. Wer unsicher ist, ob ein Anbieter erlaubt ist, prüft dort; nichts anderes hat dieselbe Aussagekraft.

Die GGL warnt seit September 2026 explizit vor illegalen Angeboten; die Begründung für solche Schritte sind Ausmaße, die in Milliardenhöhe liegen. Das ist kein plakativer Hinweis. Die Liste wächst und schrumpft, Einträge werden ergänzt und entfernt, das Datum der Liste ist Stand 2. Oktober 2026 und kein Verfallsdatum.

Was auf der Whitelist steht

Die GGL-Erlaubnis für Sportwetten trägt der Halter, nicht die Marke. Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt; die Whitelist nennt Erstdatum und Folgedatum, nicht aber ein Enddatum. Drei Halter erscheinen in der Sektion dieser Seite mit zwei Marken: I.B.C. Sportsbetting Limited führt bet3000 und Wettarena, weitere Halter stehen für eine einzelne Marke. Was erlaubt ist, ist stets die Domain, nicht der Firmenname: wer mit einer Marke spielt, die nicht unter ihrer Domain gelistet ist, spielt bei einem anderen Anbieter.

Die Halter auf der Whitelist sind durchweg in Malta ansässig. Das ist ein Hinweis, kein Urteil: Die GGL-Erlaubnis wird in Deutschland erteilt, der Sitz in Malta sagt über die Erlaubnis nichts und nichts gegen sie.

Was bei Livewetten erlaubt ist

Livewetten auf laufende Radsport-Events sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt, jedoch eingegrenzt auf das Endergebnis oder auf das nächste Ereignis im Rennen. Bei der Tour, wo Etappen über Stunden laufen, sind Wetten auf den Tagessieger, das nächste Zwischensprint-Ergebnis oder die nächste Bergwertung grundsätzlich im Rahmen. Wer auf den nächsten Angriff innerhalb einer Gruppe wetten will, ist in einem Graubereich, den die GGL noch nicht durchgehen lässt.

Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren; Radsport unterhalb der WorldTour-Ebene wird bei etlichen Buchmachern gar nicht geführt.

Werbebeschränkungen

Werbung für Sportwetten darf keine aktiven Athleten oder Funktionäre zeigen und keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung des betreffenden Ereignisses in dem jeweiligen Kanal. Affiliate-Vergütung darf nicht nach Einsatz, Einzahlung oder Umsatz berechnet werden. Ein Werbeverbot zwischen 6 und 21 Uhr, wie es für Online-Casinospiele gilt, trifft Sportwetten nicht.

Vergleich der zehn Anbieter mit GGL-Erlaubnis

Die folgenden zehn Anbieter führen alle eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL für die genannte Domain. Welcher Anbieter für einen Wetten-Interessierten der richtige ist, hängt davon ab, welche Märkte die Tour führen, wie tief die Quoten dort sind und welche Sonderfunktionen die Seite mitbringt. Die Tabelle ordnet die Marken nach Erlaubnisstatus und Rahmendaten.

Anbieter GGL-Whitelist & Erlaubnisinhaber Wettenerlaubnis seit
bet365 Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex (Malta) 09.10.2020
bwin bwin (Deutschland) Limited, Gzira (Malta) 09.10.2020
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Betway Betway Limited 09.03.2021
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
Tiptorro Torro Tec Limited 30.06.2021
DAZN Bet DZBT Operations Limited, Zebbug (Malta) 22.08.2023
Interwetten Interwetten Gaming Limited, Sliema (Malta) 02.11.2020
Bet3000 I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) 22.04.2026
Wettarena I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) 09.10.2020

Alle Einträge stammen aus der Whitelist-Snapshot vom 2. Oktober 2026. Die Whitelist nennt Erstdatum und Folgedatum der Erlaubnis, sie trägt kein Ablaufdatum. Eine Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV), wird aber turnusmäßig verlängert; ob eine konkrete Erlaubnis heute (Stand 2026) noch in der ersten Fünf-Jahres-Periode läuft oder schon verlängert wurde, ist der Folgedatums-Spalte der Whitelist zu entnehmen. Wer vor dem Tippisch sitzt, sollte prüfen, ob die Domain, auf der er spielt, auch tatsächlich auf der Whitelist steht, nicht ob der Firmenname dort steht.

Betway (Betway.de)

Betway ist seit März 2021 mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist. Die App führt einen Cash-Out, erkennbar am grünen Symbol unter „Meine Wetten“; dort wird der Wert der offenen Wette angezeigt, vollständig oder anteilig auszahlbar. Für Fußball bietet die Seite den Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Wette kombiniert. Wie tief die Etappenmärkte der Tour dort geführt werden, ist im Wettprogramm der Seite zu prüfen; ein Tour-de-France-Sortiment mit Etappen und Trikots ist bei einem Anbieter dieser Größe wahrscheinlich, aber nicht garantiert.

Für Wettende, die Livewetten mit Auszahlung vor Etappenende schätzen, ist Betway eine sinnvolle Option. Wer auf viele kleine Kombiwetten aus unterschiedlichen Sportarten setzt, findet im Konfigurator+ ein Werkzeug, das andere Buchmacher in dieser Form nicht anbieten.

bwin (Bwin.de)

bwin gehört zu den ersten Marken auf der Whitelist, die Erlaubnis datiert auf Oktober 2020, das Folgedatum auf Dezember 2022. Die Marke steht für ein breites Wettprogramm mit einer großen Zahl an Märkten pro Etappe. Wer bei der Tour nicht nur auf den Tagessieger, sondern auf Rückstand zur Spitze, Gruppenausreißer oder Teamwertung setzen will, hat bei bwin mit hoher Wahrscheinlichkeit den passenden Markt.

Für Leser, die das große Sortiment schätzen, ist bwin eine offensichtliche Adresse. Wer einen Buchmacher mit besonders tiefem Tour-Programm sucht, sollte das aktuelle Angebot der Seite direkt prüfen, weil die Sortimentstiefe sich von Saison zu Saison verschiebt.

Betano (Betano.de)

Betano wird über die Betkick Sportsbetting Limited geführt, Erlaubnis seit Februar 2021. Die App nennt Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels zu einer Wette kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Radsport erscheint im Live-Stream nicht im selben Umfang wie Fußball oder Tennis, die Kombiwetten-Funktion erstreckt sich aber auf Sportereignisse aller Art.

Wer bei der Tour Kombiwetten aus mehreren Etappen zusammenstellen will, ist bei Betano gut aufgehoben. Wer Live-Stream zur Tour erwartet, sollte sich nicht darauf verlassen, dass alle Etappen übertragen werden; das Rad-Streaming-Angebot ist dünner als das Fußball-Angebot.

bet365 (Bet365.de)

bet365 zählt zu den ersten Marken der Whitelist, Erlaubnis seit Oktober 2020, geführt über die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Malta. Der Anbieter gilt als einer derjenigen mit dem tiefsten Wettprogramm überhaupt, was sich bei Etappenmärkten der Tour in einer hohen Zahl von Spezialwetten niederschlägt. Cash Out und Wett-Builder sind vorhanden, die Live-Tiefe ist auch bei längeren Rennen wie Etappen der Tour über mehrere Stunden gegeben.

Für Wettende, die auf ein Höchstmaß an Märkten pro Etappe angewiesen sind, ist bet365 die Referenz. Wer eine einfach gehaltene Oberfläche sucht, wird sie hier eher nicht finden; das Sortiment ist so breit, dass die Navigation Zeit kostet.

DAZN Bet

DAZN Bet läuft über die DZBT Operations Limited, maltesischer Sitz, Erlaubnis seit August 2023. Als Sportwetten-Marke des Streaming-Anbieters DAZN bringt die Plattform eine enge Anbindung an das Live-Übertragungsangebot mit, was für Tour-Wetten interessant ist, weil Etappen in voller Länge gestreamt werden können.

Wer auf Tour-Wetten mit direktem Live-Bild setzen will, ist hier richtig. Wer auf ältere Buchmacher mit gereifter Wett-Historie setzt, sollte beachten, dass die Erlaubnis erst seit August 2023 besteht, das Sortiment also jünger ist als bei Mitbewerbern mit Erlaubnis seit 2020.

Winamax (Winamax.de)

Winamax tritt im Footer seiner Seite mit dem Slogan „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ auf. Die Aussage zu den Quoten stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) zwischen 1. April und 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Diese Studie deckt keine Etappen der Tour ab; übertragbar ist sie nicht ohne weiteres, weil das Marktprofil bei Radsport-Events ein anderes ist als bei Fußball, Tennis oder Handball.

Wer Wettsteuer sparen will (siehe folgender Abschnitt), findet in Winamax eine Möglichkeit dazu. Wer das Quotenversprechen für die Tour liest, sollte im Kopf behalten, dass die zugrunde liegende Studie andere Sportarten betrifft und das Ergebnis nicht automatisch auf Etappenmärkte übertragbar ist.

Tiptorro (Tiptorro.de)

Tiptorro wird über die Torro Tec Limited geführt, die App-Store-Beschreibung nennt sie ausdrücklich als Anbieter unter Aufsicht der GGL. Die Marke gehört zur gleichen Bet3000-Gruppe wie Wettarena und teilt mit dieser den Wettansatz; die Buchmacher-Logik ist ähnlich, das Produkt eigener Prägung. Erlaubnis seit Juni 2021.

Für Wettende, die einen schlanken Buchmacher mit einfacher Bedienung suchen, ist Tiptorro eine passende Wahl. Wer den breitesten Markt sucht, ist hier nicht zwingend richtig.

Bet3000 (Bet3000.de)

Bet3000 läuft über die I.B.C. Sportsbetting Limited, Erlaubnis seit April 2026. Das ist die jüngste Erlaubnis der zehn Marken; die Marke selbst existiert länger, der Wechsel zur deutschen Erlaubnis ist aber gerade einmal ein halbes Jahr alt. Welche Märkte zur Tour im Programm sind, ist im aktuellen Wettprogramm der Seite zu prüfen, weil sich das Sortiment nach erfolgter Erlaubnis schnell aufgebaut haben kann.

Wer einen frisch lizenzierten Anbieter mit deutscher Erlaubnis sucht, ist hier richtig. Wer auf ein eingespieltes Tour-Programm setzt, sollte prüfen, ob das Angebot schon die zu erwartende Tiefe hat.

Wettarena (Wettarena.de)

Wettarena steht ebenfalls hinter der I.B.C. Sportsbetting Limited, Erlaubnis seit Oktober 2020. Die AGB der Marke verweisen auf denselben Sitz in Sliema. Die Marke tritt unter eigenem Namen auf, mit eigenem Logo und eigener Anmutung; die Erlaubnis teilt sie sich mit Bet3000.

Für Wettende, die zwischen den Marken der I.B.C. wählen, ist Wettarena die längere der beiden. Welche der beiden Marken das tiefere Programm zur Tour hat, ist von Saison zu Saison unterschiedlich und im Einzelfall zu prüfen.

Interwetten (Interwetten.de)

Interwetten gehört zu den ersten Marken auf der Whitelist, Erlaubnis seit November 2020, geführt über die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema. Die Marke ist eine der traditionsreichsten im deutschsprachigen Raum und entsprechend eingeführt im Wettprogramm, mit Erfahrung über mehrere Tour-Auflagen hinweg.

Wer einen etablierten Buchmacher mit langer Marktpräsenz sucht, ist hier richtig. Wer auf besonders hohe Quoten setzt, sollte das aktuelle Programm prüfen, weil Interwetten preislich nicht in jedem Markt vorne liegt.

Wettsteuer, Auszahlung und was am Ende übrig bleibt

Die Wettsteuer ist ein deutsches Thema, das Buchmacher unterschiedlich handhaben. Wer das nicht versteht, rechnet am Ende mit einem Gewinn, der so nicht ankommt.

Wie die Steuer berechnet wird

Die Wettsteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, was effektiv rund 5,03 % des eingesetzten Betrags sind: 5,3 / 105,3 ≈ 0,0503. Wer 100 € setzt, löst eine Steuer von rund 5,03 € aus. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler; ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, entscheidet der Anbieter in seinen AGB.

Das hat praktische Folgen: Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab, dann wird weniger als der eingegebene Einsatz gewettet; manche ziehen sie vom Bruttogewinn ab, dann kommt weniger als die ausgewiesene Quote heraus; manche werben mit „0 % Wettsteuer“ und tragen die Steuer selbst. Eine pauschale Aussage über „die Steuer“ trifft auf jeden Anbieter anders zu.

Auszahlung berechnen

Für eine Wette mit Einsatz E und Quote Q (Dezimalquote) gilt: Auszahlung = E × Q, Nettogewinn = E × (Q − 1). Eine Wette zu 100 € auf Quote 2,10 zahlt im Erfolgsfall 210 € aus, der Nettogewinn ist 110 €. Zieht der Anbieter die Wettsteuer vom Bruttogewinn ab, verringert sich der ausgezahlte Betrag entsprechend. Die Steuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags); eine pauschale Aussage „5,3 % vom Einsatz“ ist nicht korrekt, da diese nur gilt, wenn der Anbieter sie auf den Einsatz aufschlägt.

Für eine Kombiwette werden die Quoten der Einzelwetten multipliziert, die Auszahlung erfolgt nur, wenn alle Teile treffen. Eine Vierer-Kombi mit Quoten 1,80 / 2,20 / 1,90 / 2,50 ergibt eine Gesamtquote von rund 17,65; ein Einsatz von 10 € zahlt im Erfolgsfall 176,50 € aus.

Wie eine Wette zur Tour praktisch funktioniert

Wer zum ersten Mal auf eine Tour-Etappe wettet, geht fünf Schritte:

  1. Anbieter wählen. Whitelist prüfen, ob die Domain wirklich dort steht. Nicht das Logo, nicht der Werbebanner, sondern die Domain in der Adresszeile.
  2. Konto eröffnen und verifizieren. Vollständige Verifizierung nach § 6a GlüStV; ohne sie darf der Anbieter maximal 72 Stunden Spielzeit mit einem Einzahlungslimit von 100 € gewähren, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.
  3. Einzahlen unter Beachtung des Limits. 1.000 € pro Monat über alle Anbieter hinweg, in Sonderfällen bis zu 30.000 € gegen wirtschaftlichen Nachweis. Wer das Limit erreicht, kann im laufenden Monat nicht weiter einzahlen.
  4. Wettprogramm aufrufen, Etappe und Markt wählen. Etappensieger, Gesamtsieger oder Trikotwertung. Quote prüfen und mit der Konkurrenz vergleichen, wo möglich.
  5. Wettschein abgeben, am Etappenende Auszahlung abwarten. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Rennens ausgezahlt; bei Livewetten verlangt das Gesetz die Auszahlung nach offiziellem Ende. Eine vorzeitige Auszahlung über Cash Out ist eine Funktion des Anbieters, kein Standard.

Wer in Schritt 1 merkt, dass der Anbieter nicht auf der Whitelist steht, sollte nicht einzahlen; eine Rückzahlung über zivilrechtliche Klage ist möglich, aber nicht garantiert und hat einen BGH-Vorlagebeschluss zum EuGH auf den Weg gebracht. Die Frage, ob auch nicht lizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen, ist derzeit (Stand 2026) noch beim EuGH anhängig.

Häufige Fragen

Wo kann aus Deutschland auf die Tour de France gewettet werden?

In Deutschland nur bei Anbietern, deren Domain auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) steht. Die Liste ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV das einzige Mittel, eine gültige Erlaubnis zu prüfen. Eine Malta-Lizenz oder eine Lizenz aus Curaçao ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht; ein Anbieter ohne GGL-Eintrag ist unerlaubt, gleich welches Logo er trägt.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France?

Die wichtigsten Märkte sind Gesamtsieger (Gelbes Trikot), Tagessieger pro Etappe und die vier Trikotwertungen: Punktewertung (Grün), Bergwertung (Gepunktet), Nachwuchswertung (Weiß) und die Gesamtwertung selbst. Hinzu kommen Head-to-Head-Wetten, Teamwertungen, Kombiwetten und Spezialwetten auf einzelne Abschnitte wie Rückstand zur Spitze. Welche dieser Märkte ein Anbieter führt, ist im jeweiligen Wettprogramm zu prüfen, weil sich das Angebot von Saison zu Saison unterscheidet.

Wie wird die Auszahlung aus Einsatz und Quote berechnet?

Auszahlung = Einsatz × Quote, Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei Quote 2,10 und Einsatz 100 € zahlt die Wette 210 € aus, der Gewinn ist 110 €. Bei Kombiwetten werden die Quoten der Einzelteile multipliziert; eine Wette trifft nur, wenn alle Teile treffen. Die Wettsteuer reduziert den ausgezahlten Betrag, abhängig davon, ob der Anbieter sie vom Einsatz oder vom Bruttogewinn abzieht; eine pauschale Aussage über die Höhe lässt sich nicht treffen.

Was ist bei Livewetten während einer Etappe erlaubt?

Livewetten auf das Endergebnis oder das nächste Ereignis im Rennen sind erlaubt. Bei der Tour sind das Tagessieger, Zwischensprint-Ergebnisse und Bergwertungs-Punkte im Rahmen. Wetten auf jedes kleinere Ereignis sind nicht zulässig, ebenso wie Wetten auf Rennen unterhalb der WorldTour-Ebene oder auf Amateurrennen. Cash Out ist eine Funktion des Anbieters, nicht des Gesetzes, und sein Vorhandensein variiert von Buchmacher zu Buchmacher.

Wie wirkt sich die Wettsteuer auf Quote und Auszahlung aus?

Die Wettsteuer beträgt 5,3 % auf eine Bemessungsgrundlage, die den Steueranteil selbst ausschließt, was effektiv rund 5,03 % des Einsatzes entspricht (5,3 / 105,3). Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler; ob der Anbieter die Steuer auf Einsatz, Bruttogewinn oder gar nicht umlegt, steht in seinen AGB. Die Steuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags); eine pauschale Aussage „5,3 % vom Einsatz“ ist nicht korrekt, da diese nur gilt, wenn der Anbieter sie auf den Einsatz aufschlägt. Wer das genau wissen will, liest die AGB des Anbieters, bei dem er spielt.

Wie gilt das 1.000-€-Einzahlungslimit pro Monat?

Das Limit nach § 6c GlüStV gilt pro Spieler und Kalendermonat, summiert über alle Anbieter, die an die LUGAS-Limitdatei angeschlossen sind. Es liegt standardmäßig bei 1.000 € und kann gegen wirtschaftlichen Nachweis auf bis zu 10.000 € oder in Sonderfällen bis zu 30.000 € erhöht werden. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an die Limitdatei nicht angeschlossen; wer dort spielt, umgeht das Limit, hat aber keine der Schutzregeln, die das Limit flankieren.

Lohnt sich der Verzicht auf Steuer?

Winamax wirbt mit „0 % Wettsteuer“. Das heißt in der Konsequenz: Wer dort setzt, behält den Bruttogewinn, weil die Steuer nicht vom Gewinn abgezogen wird. Wer bei einem Anbieter spielt, der die Steuer auf den Gewinn aufschlägt, gibt einen Teil seines Ertrags ab. Bei kleinen Einsätzen fällt der Unterschied kaum ins Gewicht, bei großen schon.

Das bedeutet nicht, dass Winamax automatisch die beste Adresse ist. Eine etwas niedrigere Quote bei einem Anbieter mit Steuer kann trotzdem mehr Netto bringen als eine etwas höhere Quote bei einem Anbieter ohne Steuer, wenn man die effektive Auszahlung vergleicht. Wer das ernst nimmt, rechnet nach, statt dem Werbeversprechen zu glauben.

Inhalt erstellt vom Team «paymentwettende.com»