Radsport-Wetten 2026: Was erlaubte Anbieter zeigen und was sie kosten

Updated Oktober 2026
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Wer in Deutschland online auf Radsport wetten will, findet bei lizenzierten Buchmachern ein breites Angebot an Märkten. Der Radsport als Wettgebiet bietet eine eigene Logik, die sich von ballbasierten Sportarten unterscheidet, und der rechtliche Rahmen in Deutschland gibt klare Regeln vor. Das Wettangebot umfasst dabei vor allem die großen Rundfahrten und Frühjahrsklassiker, während das Livewett-Angebot aufgrund der gesetzlichen Vorgaben restriktiver ausfällt als bei anderen Sportarten.

Eine Landstraße zwischen Feldern im Morgenlicht, am Straßenrand lehnt ein Rennrad ohne Aufschrift an einem Pfosten.
Zu den Frühjahrsklassikern im Radsport zählen Lüttich–Bastogne–Lüttich (seit 1892), Paris–Roubaix (seit 1896) und Mailand–San Remo (seit 1907).

Stand: 17. Oktober 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und gegen die offenen Auskünfte der Anbieter.

Radsport als Wettgebiet: warum der Sport ein eigenes Profil hat

Radsport ist nicht Fußball und auch nicht Tennis. Die Wettlogik folgt der Struktur des Sports selbst, und die ist ungewöhnlich: Ein Profirennen ist kein einmaliges Ereignis mit zwei Mannschaften, sondern eine Kette vieler kleiner Wertungen, die am Ende zu einer Gesamtwertung zusammengezogen werden. Wer das nicht versteht, liest auch die Märkte der Buchmacher falsch.

Ein Rennradlenker mit Sattel aus der Nähe, im Hintergrund unscharf eine Bergstraße mit Serpentinen.
Die Tour de France wurde erstmals 1903 ausgetragen, Start war am 1. Juli in Montgeron bei Paris; Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO).

Der Radsport umfasst mehrere Disziplinen: Straßenradsport, Bahnradsport, Mountainbikesport, Cyclocross und BMX-Rennsport, dazu Kunstradfahren, Radball und Radpolo. Wettlich relevant ist davon vor allem der Straßenradsport, weil dort die großen Buchmacher ihre Märkte öffnen; die anderen Disziplinen spielen im Wettprogramm eine sehr kleine Rolle. Das erste Eintagesrennen der Geschichte fand am 8. Dezember 1867 in Paris statt, mit rund 100 Startern über etwa 23 km in Richtung Versailles. Das erste Etappenrennen war die Tour de France 1903. Diese lange Geschichte erklärt, warum der Radsportkalender bis heute von Traditionen geprägt ist, die älter sind als die meisten anderen Wettmärkte.

Was Radsport von ballbasierten Sportarten unterscheidet, ist die zeitliche Form. Eine Etappe der Tour de France dauert zwischen drei und sieben Stunden, das Eintagesrennen Lüttich–Bastogne–Lüttich ähnlich lang. Märkte werden in der Regel vor dem Start geöffnet und erst wieder geschlossen, wenn das Rennen beendet ist. Livewetten, also Wetten während des Rennens, sind nach deutschem Recht nur eingeschränkt möglich: Der Buchmacher darf während eines laufenden Rennens nur auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse wetten lassen, nicht auf jeden Positionswechsel im Feld. Diese Regel aus dem Glücksspielstaatsvertrag prägt das gesamte Wettangebot, und sie erklärt, warum Livewetten auf Radsport bei lizenzierten Anbietern anders aussehen als bei einem Fußballspiel.

Die zweite Eigenheit ist die Vielzahl der Wertungen innerhalb eines Rennens. Bei der Tour de France gibt es das Gelbe Trikot für den Gesamtsieger, das Gepunktete Trikot für die Bergwertung, das Grüne Trikot für die Punktewertung und das Weiße Trikot für die Nachwuchswertung. Das Gelbe Trikot wurde 1919 von Henri Desgrange eingeführt. Jedes dieser Trikots ist ein eigener Wettmarkt, und die Quoten unterscheiden sich erheblich, weil sich die Favoritenkreise je nach Profil des Rennens stark verschieben. Wer auf die Gesamtwertung setzt, wettet auf einen Fahrer, der über drei Wochen konstant stark fährt; wer auf die Bergwertung setzt, wettet auf einen Spezialisten, der vielleicht nie um den Gesamtsieg kämpft.

Was die Buchmacher im Radsport abdecken

In der Breite bieten lizenzierte deutsche Anbieter drei Markttypen an: Etappensieger, Gesamtsieger und Trikotwertungen. Dazu kommen in manchen Häusern Head-to-Head-Wetten, also Vergleiche zweier Fahrer auf einer Etappe oder im Gesamtklassement, und Spezialmärkte wie „fahrer scheidet aus“ oder „Zeitlimit überschritten“. Kombinatorisch lässt sich aus Etappensiegern, Tagessiegern und Klassementwetten eine Kombiwette bauen, die alle Bestandteile zu einer gemeinsamen Quote multipliziert. Diese Multiplikation ist mathematisch sauber, aber sie macht den Wettschein empfindlich: Eine Etappe, die nicht so läuft wie prognostiziert, reißt die gesamte Kombination mit.

Was im Radsport fehlt, sind kurzfristige In-Play-Märkte, wie sie Fußball oder Tennis kennen. Wer auf den Ausreißer der Etappe setzen will, kann das vor dem Start tun, selten während des Rennens. Das ist kein Versäumnis der Anbieter, sondern die direkte Folge der in Deutschland erlaubten Livewette, die nur das Endergebnis und seltene Ereignisse zulässt. Wer auf Radsport live wetten will, muss also vor allem eines tun: vor dem Start wetten und das Rennen dann als Zuschauer verfolgen.

Wie viele Fahrer, wie viele Rennen der Radsport-Spielplan hergibt

An der Tour de France nehmen etwa 21 bis 22 Profimannschaften teil, darunter 18 UCI WorldTeams; die Teams bestehen seit 2018 aus acht Fahrern, bis 2017 waren es neun. Meist stehen zwanzig Etappen nach dem Grand Départ auf dem Programm. Bei der Gesamtwertung ergibt das eine Quote pro Fahrer, bei den Etappen eine Quote pro Etappe und pro Fahrer. In der Summe öffnen die größeren Buchmacher für eine Tour-de-France-Ausgabe zwischen 200 und 400 Wetten allein auf dieses eine Rennen, ergänzt um die großen Eintagesrennen und die anderen WorldTour-Rennen. Die UCI WorldTour wird seit dem Jahr 2011 vom Radsport-Weltverband UCI veranstaltet und gilt als Nachfolgeserie der gescheiterten UCI ProTour; die Seite listet 36 Rennen der aktuellen WorldTour.

Radsport-Spielplan und Saisonhöhepunkte

Wer Radsport verstehen will, muss den Kalender kennen. Der Frühjahr beginnt im Februar mit den ersten Eintagesrennen und kleinen Rundfahrten, die Klassiker-Saison erreicht im April ihren Höhepunkt, im Mai folgt der Giro d’Italia, im Juni die Dauphiné und die Tour de Suisse, im Juli die Tour de France, im August die Vuelta a España und im September die Weltmeisterschaften. Spätsommer und Herbst gehören den kleineren Rundfahrten und den Herbstrennen in Italien und Belgien.

Die Frühjahrsklassiker

Zu den Frühjahrsklassikern im Radsport zählen Lüttich–Bastogne–Lüttich (seit 1892), Paris–Roubaix (seit 1896) und Mailand–San Remo (seit 1907). Diese drei Eintagesrennen sind die ältesten und meistgehandelten Märkte im Frühjahr. Mailand–San Remo gilt als „Monument des Frühlings“, weil es das erste große Eintagesrennen des Jahres ist und die Favoriten für die Klassikerkampagne oft erst hier ihre Form zeigen. Paris–Roubaix ist das berühmte „Helldrrennen“ über Pflastersteine, bei dem die Stürze hoch sind und Außenseiterquoten oft mehr wert sind als bei flachen Etappen. Lüttich–Bastogne–Lüttich schließt die Klassikerkampagne ab und gehört zu den längsten Eintagesrennen überhaupt. Alle drei Monumente sind eigene Wettmärkte, oft mit separaten Märkten für Head-to-Head, Podium, Top-3 und Top-10, bei den ganz großen Häusern auch mit Spezialwetten auf Führungswechsel im Finale.

Die großen Rundfahrten

Die Tour de France ist das wichtigste Radsportwetten-Ereignis des Jahres. Sie wurde erstmals 1903 ausgetragen, der Start war am 1. Juli in Montgeron bei Paris; Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO). Rekordsieger der Tour de France mit je fünf Gesamtsiegen sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar; Pogačar siegte 2020, 2021 und von 2024 bis 2026. Mit fünf Gesamtsiegen hat Pogačar 2026 zu den Rekordhaltern aufgeschlossen, was die Quoten für die Tour-Ausgaben der Folgejahre verändert, weil die Buchmacher den Spitzenfavoriten neu bewerten müssen.

Neben der Tour de France sind der Giro d’Italia (Mai) und die Vuelta a España (August) die zwei weiteren Grand Tours. Beide haben eigene Märkte für Etappensieger, Gesamtsieger und Trikots, dazu kommen in der Regel Head-to-Head-Wetten und manchmal Spezialmärkte für die Bergwertung. Die Dauphiné (Juni) und die Tour de Suisse sind die wichtigsten Vorbereitungsrennen auf die Tour und haben ein eigenes, etwas kleineres Wettprogramm.

Eintagesrennen und WorldTour-Kalender

Die UCI WorldTour umfasst 36 Rennen und damit deutlich mehr, als die meisten Buchmacher vollständig im Programm führen. Die kleineren Eintagesrennen wie die Amstel Gold Race, das Flèche Wallonne oder die Clásica San Sebastián sind oft nur bei den größeren Anbietern mit eigenen Märkten vertreten. Bei kleineren Buchmachern fehlt das WorldTour-Rennen außerhalb der Tour, der Vuelta und des Giro häufig ganz. Das ist ein Punkt, der für die Wahl des Buchmachers wichtig wird: Wer auf die ganze Saison setzen will, braucht einen Anbieter mit breitem Radsport-Programm; wer nur auf die Tour wettet, kommt auch mit einem kleineren Programm zurecht.

Was eine Quote auf Radsport wirklich bedeutet

Die Quote, die der Buchmacher anzeigt, ist nicht der „wahre Wert“ eines Fahrers, sondern ein Produkt aus der eigenen Einschätzung und der Marge, die der Buchmacher einbehält. Diese Marge ist im Radsport wie in jeder anderen Sportart der Anteil, der nicht an die Wettenden ausgezahlt wird. Wer versteht, wie diese Marge entsteht, kann Quoten zwischen Buchmachern vergleichen, ohne sich von großen Zahlen blenden zu lassen.

Quotenschlüssel und Marge

Der Quotenschlüssel ist die Auszahlungsquote eines Marktes: der Anteil aller Einsätze, den der Buchmacher über alle möglichen Ausgänge hinweg an die Wettenden zurückgibt. Formal berechnet er sich aus dem Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten: 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ). Was übrig bleibt, ist die Marge des Buchmachers, also 100 % minus der Auszahlungsquote.

Ein einfaches Beispiel macht das sichtbar. Ein Buchmacher bietet auf einen Etappensieg eine Zwei-Wege-Wette an: Fahrer A gewinnt die Etappe zur Quote 1,90, Fahrer B gewinnt zur Quote 1,90. Beide Quoten addieren sich für den Buchmacher rechnerisch zu 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500. Der Buchmacher zahlt 95,00 % aller Einsätze als Gewinne aus, die Marge beträgt 5,00 %. Bei identischen Quoten auf beiden Seiten ist der Markt symmetrisch, und die Marge lässt sich genau ablesen.

Bei Radsport-Märkten ist die Quote allerdings selten symmetrisch. Auf einen klaren Favoriten steht die Quote 1,40, auf den Außenseiter 7,50, dazwischen liegen die Mittelfeld-Fahrer mit Quoten zwischen 3,00 und 5,00. Die Berechnung wird komplexer, weil mehr als zwei Ausgänge im Markt stehen, aber das Prinzip bleibt: Die Kehrwerte der Quoten werden summiert, der Kehrwert der Summe ist die Auszahlungsquote, der Rest ist Marge. Eine Marge zwischen 5 % und 8 % ist im Radsport bei den großen Rundfahrten üblich, weil die Favoriten klar benennbar sind und das Feld nicht zu breit ist. Bei Eintagesrennen mit unklarem Ausgang kann die Marge auch bei 10 % oder darüber liegen, weil der Buchmacher das Risiko schlechter einschätzen kann.

Die Marge ist nicht versteckt. Sie ergibt sich aus den angezeigten Quoten, und sie ist der Grund, warum ein und dasselbe Rennen bei zwei Buchmachern unterschiedlich quotiert wird. Wer seine Quote konsequent so vergleicht, erkennt, welcher Anbieter auf Radsport knapper kalkuliert.

Die Sportwettensteuer und ihr Effekt auf die Quote

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18 RennwLottG), also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spielenden (§ 19 RennwLottG). Ob und wie der Buchmacher die Steuer an die Kunden weitergibt, ist seine eigene Entscheidung. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab, manche vom Gewinn, manche bieten sie als „0 % Wettsteuer“ gar nicht an und schlucken sie selbst. Auf dem Wettschein zeigt sich das auf drei Arten: niedrigere Quoten (die Marge steigt scheinbar, ist aber nur die weitergereichte Steuer), ein vom Einsatz abgezogener Betrag oder gar kein Hinweis im Programm.

Für Radsport-Wetten heißt das: Die ausgeschriebene Quote ist nicht das, was am Ende auf dem Konto landet, wenn der Anbieter die Steuer weiterreicht. Bei einer Quote 4,00 und einem Einsatz von 10 € wäre der Bruttogewinn 40 €; zieht der Anbieter 5,3 % Steuer ab, sind es noch etwa 37,90 € an Auszahlung. Wer Anbieter vergleicht, sollte daher nicht nur die Quoten anschauen, sondern auch das Kleingedruckte zur Wettsteuer lesen. Wer schon vor der Wette weiß, dass sein Anbieter die Steuer weiterreicht, kann den Nachteil in die eigene Quotenbewertung einrechnen.

Wie die Kombiwette die Marge verändert

Eine Kombiwette multipliziert die Quoten der einzelnen Bestandteile. Aus drei Einzelwetten zu Quoten 2,00, 3,00 und 4,00 wird eine Kombiquote von 24,00. Auf den ersten Blick sieht das nach einem großen Gewinn aus, ist aber rechnerisch die Kombination der Margen aller drei Teilmärkte. Liegt jeder Teilmarkt bei 5 % Marge, liegt die kombinierte Marge der Gesamtwette bei rund 14,3 %, weil sich die Margen multiplizieren und nicht addieren. Bei vier Teilwetten liegt die kombinierte Marge noch höher.

Diese Rechnung zeigt, warum Kombiwetten auf Radsport so beliebt und so tückisch sind. Sie versprechen hohe Quoten, weil die Einzelquoten multipliziert werden, aber sie tragen das volle Risiko aller Teilmärkte und die kumulierte Marge. Wer auf Radsport eine Kombiwette baut, sollte sich bewusst sein, dass die Marge des Wettscheins deutlich über der Marge einer Einzelwette liegt, auch wenn die Einzelmärkte alle bei 5 % Marge kalkuliert sind.

Wie eine Wette auf den Gesamtsieger rechnet

Die Berechnung einer Einzelwette ist die Grundlage, ohne die keine Wettentscheidung steht. Wer das nicht selbst rechnen kann, akzeptiert jede Quote, die der Buchmacher anzeigt, und übersieht, wo das eigene Geld tatsächlich landet.

Ein Beispiel: Ein Spieler setzt 5 € auf den Gesamtsieg eines Fahrers, die Quote steht bei 8,00. Im Erfolgsfall erhält er 5 € × 8,00 = 40 € zurück, davon 5 € Einsatz und 35 € Nettogewinn. Verliert die Wette, sind die 5 € Einsatz verloren. Die Quote 8,00 ist die Auszahlungsquote des Buchmachers für diesen Markt, also der Preis, den er für das Risiko zahlt, dass der Spieler falsch liegt. Bei einer Mehr-Wege-Wette mit vielen Fahrern liegt die Marge in der Regel über der Marge einer Zwei-Wege-Wette, weil der Buchmacher das größere Risiko einkalkuliert.

Bei einer Kombiwette rechnet sich der Gewinn entsprechend komplexer. Wer 5 € auf zwei Tipps zu Quoten 3,00 und 4,00 setzt, bekommt im Erfolgsfall 5 € × 3,00 × 4,00 = 60 € ausgezahlt, davon 5 € Einsatz und 55 € Nettogewinn. Geht auch nur einer der beiden Tipps daneben, ist der gesamte Einsatz weg. Die Marge der Kombiwette ist die kumulierte Marge der Einzelmärkte, nicht die Summe.

Diese Rechnung führt direkt zur Frage, wie viel Risiko pro Euro Einsatz tatsächlich bezahlt wird. Bei der Quote 8,00 nimmt der Spieler 8-faches Risiko, der Buchmacher nimmt das Risiko, die 8-fache Auszahlung im Erfolgsfall zu leisten. Die Marge des Marktes ist sein Anteil an diesem Geschäft, unabhängig davon, ob der Spieler gewinnt oder verliert. Sie ist in jeder Quote eingepreist.

Cash-out und Livewetten bei Radsport

Livewetten auf Radsport sind nach deutschem Recht nur eingeschränkt möglich. Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse wie das nächste Tor, den nächsten Satz oder ähnliche Komponenten in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Radsport fällt in diese Logik: Ein Positionswechsel im Feld ist kein „seltenes Ereignis“ im Sinne der Regel, ein Etappensieg während der Etappe ist nicht regelkonform wettbar, solange das Rennen läuft. Wer bei einem lizenzierten Anbieter in Deutschland versucht, live auf eine laufende Etappe zu setzen, wird feststellen, dass die meisten Märkte erst nach dem Zieleinlauf wieder geöffnet werden.

Cash-out ist eine andere Funktion, die nichts mit dem Livewettverbot zu tun hat. Cash-out bedeutet, dass der Buchmacher dem Spieler anbietet, die Wette vor dem offiziellen Ende des Ereignisses zurückzukaufen. Der Buchmacher bestimmt den Cash-out-Wert selbst, üblicherweise anhand der aktuellen Quotenlage und des Risikos, dass sich die Wette noch ändert. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.

Für Radsport heißt das: Cash-out ist eine Funktion des Buchmachers, die unabhängig davon existiert, ob der Markt live geöffnet ist. Sie steht in der Regel nur vor dem Rennen zur Verfügung, weil während des Rennens die Märkte geschlossen sind. Nach dem Rennen, also nach dem offiziellen Ende der Etappe, ist Cash-out nicht mehr nötig, weil das Ergebnis feststeht und der Buchmacher auszahlt. Cash-out auf Radsport ist daher vor allem ein Instrument, um eine Vorabwette vor dem Start noch zu korrigieren, etwa wenn sich das Wetter ändert oder ein Fahrer kurzfristig ausfällt.

Rechtslage: GGL, Whitelist und Glücksspielstaatsvertrag

Wer in Deutschland online auf Radsport wetten will, ist an den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) gebunden, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV, und sie überwacht und ahndet Verstöße nach § 28a GlüStV. Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einer Trinkflasche und einem Stift auf einem Tisch.
Die UCI WorldTour wird seit dem Jahr 2011 vom Radsport-Weltverband UCI veranstaltet und gilt als Nachfolgeserie der gescheiterten UCI ProTour.

Die einzige verlässliche Quelle, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat, ist die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Der Stand vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge auf: 27 Veranstalter mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei Anbieter nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis. Eine Ersterlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, darf Sportwetten annehmen; Erlaubnisse für Automatenspiele, Poker oder Casino sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln.

Was darf auf Radsport gewettet werden? Der GlüStV erlaubt feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorkommnisse im Ereignis, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1), und nur Wettarten, die die GGL genehmigt hat (§ 21 Abs. 5). Livewetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ähnliche Komponenten erlaubt, und auch nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Radsport bedeutet das: Livewetten während der Etappe sind nur sehr eingeschränkt möglich, weil die meisten Positionswechsel keine „seltenen Ereignisse“ sind. Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, sind ebenso ausgeschlossen wie manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig.

E-Sport ist nach GGL-Praxis nicht als Sport anerkannt, daher gibt es keine lizenzierten E-Sport-Wetten in Deutschland. Zu virtuellen Sportwetten ist die Lage nicht abschließend geklärt; seriöse Aussagen lassen sich hierzu nicht treffen. Cash-out unterliegt keiner gesetzlichen Regelung, die über die allgemeinen Wettanforderungen hinausgeht; die Funktion ist eine Eigenschaft des Buchmachers, die in dessen AGB geregelt ist. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Es gibt keinen gesetzlichen Höchsteinsatz pro Wette im Sportwettenbereich.

Spielerschutz: OASIS, LUGAS und das 1.000-€-Limit

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter ist ein Konto mit vollständiger Verifizierung vorgeschrieben (§ 6a GlüStV); vor der Verifizierung darf der Anbieter für maximal 72 Stunden Spiel mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen ermöglichen. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt; ein Anbieter darf für einen einzelnen Kunden ein höheres Limit festlegen, wenn er dessen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachprüfbar belegen kann, bis 10.000 € ohne weitere Bedingung und bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Kunden, eine Selbsterklärung reicht nicht aus. Eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Parallelspiel über mehrere Anbieter hinweg ist nach § 6h GlüStV über die LUGAS-Aktivitätsdatei unterbunden.

OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Login abgefragt wird; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen; dort greifen diese Schutzmechanismen nicht.

Zahlungen, Werbung und das, was die Lizenz verbietet

Zahlungen nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind nur von einem Zahlungskonto zulässig, das auf den Namen des Spielenden lautet und bei einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt; anonyme Zahlungsmittel sind verboten, was Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus den lizenzierten Angeboten heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und ergibt sich aus seinen AGB. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Restbetrag innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7 GlüStV).

Werbung und Bonus nach GlüStV: Nur Erlaubnisinhaber dürfen für Glücksspiel in Deutschland werben (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Das Werbeverbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV) gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, ausdrücklich nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt: Keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6 GlüStV). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt; Beträge, Umsatz und Mindestquoten ergeben sich allein aus den AGB des Anbieters. Promo-Codes werden auf dieser Seite grundsätzlich nicht abgedruckt.

Offshore und was ohne deutsche Lizenz passiert

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis betreiben in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung; die GGL warnt Verbraucher ausdrücklich vor solchen Angeboten. Strafrechtlich kann die Organisation nach § 284 StGB bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe nach sich ziehen, die Werbung bis zu einem Jahr; die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monate oder Geldstrafe. Einzelne Spieler werden in der Praxis nicht verfolgt; das ist weder eine Freigabe noch eine Drohung, die dramatisiert werden sollte. Die GGL kann Anbietern ohne Erlaubnis Verbote, Zahlungsblockaden und Netzsperren auferlegen (§ 9 GlüStV).

In der zivilrechtlichen Praxis haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden, mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist eine Entwicklung, die das Risiko für Spieler bei Offshore-Angeboten verändert, aber keine Garantie für eine Rückzahlung im Einzelfall.

Die ehrliche Einordnung: Offshore-Anbieter haben in Deutschland keine Erlaubnis, sind nicht an OASIS oder LUGAS angeschlossen, haben keinen deutschen Rechtsweg und können höhere Limits anbieten. Whitelist-Anbieter bieten Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber das 1.000-€-Standardlimit, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur auf den eigenen Namen. Beide Seiten dieses Vergleichs sind im Einzelfall relevant.

Vergleich lizenzierter Anbieter: Wer zeigt Radsport, wer setzt die Marge

Welcher Anbieter zeigt in Deutschland Radsport im Programm, und wer lässt sich an welchem Punkt vergleichen? Die folgende Tabelle ordnet zehn Anbieter nach dem Datum ihrer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist. Sie ist keine Empfehlung, sondern eine Übersicht, die das Datum einordnet, an dem die Aufsichtsbehörde dem Anbieter die Erlaubnis erteilt hat.

Anbieter Whitelist-Status Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Sportwetten GGL-Whitelist, Sportwetten NetX Betting Limited 19.11.2020
AdmiralBet GGL-Whitelist, Sportwetten Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
ODDSET GGL-Whitelist, Sportwetten ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
bwin GGL-Whitelist, Sportwetten bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway GGL-Whitelist, Sportwetten Betway Limited 09.03.2021
MERKUR BETS GGL-Whitelist, Sportwetten Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
NEO.bet GGL-Whitelist, Sportwetten Greenvest Betting Limited 09.10.2020
bet365 GGL-Whitelist, Sportwetten Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
Interwetten GGL-Whitelist, Sportwetten Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
Bet3000 GGL-Whitelist, Sportwetten I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026

Die Tabelle zeigt, dass die meisten Anbieter zwischen Oktober und November 2020 die Ersterlaubnis erhalten haben, also im ersten Erlaubnisschub nach Inkrafttreten des neuen GlüStV 2021. Spätere Erlaubnisse wie Betway im März 2021, MERKUR BETS im November 2023 und Bet3000 im April 2026 markieren den Zeitpunkt, an dem ein Anbieter in den Markt eingetreten ist, nicht eine Aussage über die Qualität des Radsport-Programms. Das Erlaubnisdatum ist eine Ordnungsgröße; das tatsächliche Radsport-Angebot steht in der Wettprogramm-Ansicht jedes Anbieters und muss dort vor einer Wette geprüft werden.

Was die Tabelle nicht zeigt: das Radsport-Programm im Detail. Welche Anbieter alle 36 WorldTour-Rennen listen, welche nur die Tour und die Vuelta, welche zusätzlich den Giro und welche nur die Tour, ist nicht aus der Whitelist abzulesen, sondern nur aus dem jeweiligen Wettprogramm. Wer seinen Buchmacher nach dem Radsport-Kalender auswählt, sollte vor der Registrierung einen Blick in die Sportarten-Übersicht werfen.

Sportwetten.de

In der GGL-Übersicht erlaubter Anbieter ist für Sportwetten.de die NetX Betting Limited mit Sitz in 170 Pater House, Level 1 (Suite A168), Psaila Street, Birkirkara, Malta, geführt. Die Ersterlaubnis datiert auf den 19.11.2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 16.12.2022 erteilt. Der Markenname ist im deutschen Wettmarkt seit Jahren präsent; das Radsport-Programm ist in der Breite solide, mit Schwerpunkten auf den Grand Tours und den Frühjahrsklassikern.

Wer einen deutschsprachigen Anbieter mit breitem Wettprogramm sucht und bereit ist, in der Detailansicht zu prüfen, ob die gesuchte Etappe tatsächlich gelistet ist, ist hier richtig aufgehoben. Wer den Buchmacher nach Tour-de-France-Quoten auswählt, sollte die Marge dieses Anbieters mit der Marge anderer Anbieter auf demselben Markt vergleichen, bevor er sich auf einen Tipp festlegt.

AdmiralBet

Auf der Whitelist der GGL ist für AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Die Marke gehört zur Novomatic-Gruppe und bringt die Spielhallen-Logik in das Online-Geschäft mit; der Schwerpunkt liegt eher auf Automatenspielen und Casino, das Radsport-Programm ist kleiner als bei reinen Sportwetten-Anbietern.

Für Radsport-Fans, die gelegentlich auf die Tour oder den Giro setzen wollen, reicht das Programm aus. Wer das ganze WorldTour-Jahr begleiten will, wird hier an Grenzen stoßen. Das ist kein Defekt, sondern die Positionierung: AdmiralBet ist ein Casino-Anbieter mit angeschlossenem Sportwetten-Angebot, kein reiner Sportwetten-Anbieter.

ODDSET

Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte der ODDSET Sportwetten GmbH mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Hansering 15, 06108 Halle (Saale). ODDSET ist die traditionsreiche Marke der staatlichen Lotterie, in den Annahmestellen präsent und im Internet mit einem schlanken Wettprogramm vertreten.

Das Radsport-Programm konzentriert sich auf die großen Rundfahrten und die wichtigsten Eintagesrennen. Wer einen seriösen, deutsch aufgestellten Anbieter sucht und das Wettangebot nicht in die Tiefe braucht, ist hier richtig. Wer auf jede Etappe und jeden Außenseiter wetten will, wird mit dem Programm nicht auskommen. Die Marge bewegt sich im Branchenmittel, ohne dass ein einzelner Wert in den Quoten hervortritt.

bwin

Als Anbieter von bwin führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Die Ersterlaubnis datiert auf den 09.10.2020, die Folgeerlaubnis auf den 23.12.2022. bwin gehört zu Entain und gehört international zu den größten Sportwetten-Anbietern.

Im Radsport zeigt bwin ein breites Programm mit allen drei Grand Tours, den wichtigsten Eintagesrennen und einer wachsenden Zahl von WorldTour-Rennen. Die Quoten bewegen sich im oberen Mittelfeld, die Marge ist knapp kalkuliert, was sich besonders bei Favoritenwetten zeigt. Cash-out ist verfügbar, der Wettschein lässt sich vor dem Rennen oft noch anpassen. Für Spieler, die auf Radsport wetten und dabei auf eine etablierte Marke mit internationalem Programm setzen, ist bwin eine plausible Adresse.

Betway

Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Die Whitelist führt Betway mit der Betway Limited und einer Ersterlaubnis vom 09.03.2021 sowie einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.

Im Radsport ist das Programm solide, mit allen Grand Tours und einer guten Auswahl an Eintagesrennen. Die Quoten sind konkurrenzfähig, die Marge knapp. Cash-out ist auf Radsport verfügbar, was bei Etappenwetten vor dem Start ein nützliches Instrument ist, wenn sich die Lage ändert. Wer auf Radsport setzt und dabei auf Cash-out vor dem Rennen Wert legt, hat mit Betway einen Anbieter, der diese Funktion klar dokumentiert.

MERKUR BETS

Die Merkur Bets Malta Limited, Betreiberin von MERKUR BETS, hat ihren Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta; die GGL führt die Domain MERKUR BETS mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 6. November 2023. MERKUR BETS ist die Sportwetten-Marke der Gauselmann-Gruppe, die aus den Spielhallen kommt.

Das Radsport-Programm ist überschaubar, mit Schwerpunkt auf den Grand Tours und einer kleineren Auswahl an Eintagesrennen. Für Gelegenheitswetter, die auf die Tour oder den Giro setzen wollen, reicht das aus. Die Quoten liegen im Branchenmittel, eine besondere Stärke im Radsport ist nicht aus den vorliegenden Daten abzulesen. Für Spieler, die ohnehin bei MERKUR BETS registriert sind, ist das Radsport-Angebot eine sinnvolle Ergänzung; ein eigenständiger Grund, sich dort für Radsport zu registrieren, ist es nicht.

NEO.bet

Auf der Whitelist der GGL ist für NEO.bet die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit Fokus auf Sportwetten und ohne Casino-Angebot.

Das Radsport-Programm ist im Verhältnis zur Anbietergröße gut ausgebaut, mit den Grand Tours und einer Reihe von Eintagesrennen. Die Quoten sind wettbewerbsfähig, die Marge knapp. Für Spieler, die einen reinen Sportwetten-Anbieter suchen und auf Casino verzichten wollen, ist NEO.bet eine passende Adresse. Das Radsport-Angebot ist solide, ohne in einem Punkt besonders herauszustechen.

bet365

Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Die Ersterlaubnis datiert auf den 09.10.2020, eine Folgeerlaubnis auf den 27.12.2022. bet365 ist international einer der größten Sportwetten-Anbieter und gehört zu den ersten Adressen, wenn es um Wettprogramm-Tiefe geht.

Im Radsport zeigt bet365 das breiteste Programm der hier aufgeführten Anbieter, mit allen Grand Tours, den wichtigsten Eintagesrennen und einer großen Zahl von WorldTour-Rennen. Die Quoten sind im Branchenvergleich knapp, die Marge entsprechend niedrig. Cash-out ist verfügbar, der Wettkonfigurator ist allerdings auf Fußball ausgerichtet, nicht auf Radsport. Für Spieler, die auf Radsport wetten und das breiteste Wettprogramm mit den knappsten Margen suchen, ist bet365 die Adresse der Wahl. Der Haken: Das Programm ist so breit, dass die Orientierung etwas Zeit kostet, gerade für Spieler, die nur die Tour kennen.

Interwetten

Als Anbieter von Interwetten führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Die Ersterlaubnis datiert auf den 02.11.2020, die Folgeerlaubnis auf den 27.12.2022. Interwetten ist eine etablierte Marke aus Österreich, die seit Jahren auch in Deutschland aktiv ist.

Das Radsport-Programm ist solide, mit den Grand Tours und den wichtigsten Eintagesrennen. Die Quoten liegen im Branchenmittel, die Marge ist weder auffallend knapp noch auffallend hoch. Für Spieler, die einen etablierten Anbieter mit solider Radsport-Abdeckung suchen, ist Interwetten eine passende Adresse. Besondere Stärken im Radsport heben den Anbieter nicht aus der breiten Mitte heraus.

Bet3000

Als Veranstalter der Sportwetten unter Bet3000 führt die GGL die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema, Malta; die Erlaubnis für Bet3000.de ist dort mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet. Bet3000 ist im deutschen Markt vor allem durch das stationäre Geschäft bekannt, die Online-Sportwetten sind ein jüngerer Zweig.

Das Radsport-Programm ist neu und daher nicht in der Breite etabliert, die ein bet365 oder ein bwin zeigen. Mit den Grand Tours ist es im Programm vertreten, das vollständige WorldTour-Jahr lässt sich daraus nicht ablesen. Für Spieler, die ohnehin bei Bet3000 registriert sind, ist das Radsport-Angebot eine sinnvolle Ergänzung. Wer den Anbieter eigens für Radsport wählt, sollte das Programm vor der Registrierung prüfen.

Was Radsport-Wetten vom Spielermarkt verlangt

Ein Spieler, der ernsthaft auf Radsport wetten will, braucht mehr als einen Anbieter mit deutscher Lizenz. Die Lizenz ist die Voraussetzung, nicht die Garantie für ein gutes Wetterlebnis. Wer das eigene Wettverhalten auf Radsport einordnet, sollte drei Punkte mitbedenken: den Saisonkalender, das eigene Wettbudget und die eigenen Quotenvergleiche.

Der Saisonkalender ist im Radsport enger als in vielen anderen Sportarten. Die Grand Tours konzentrieren sich auf den Sommer, die Klassiker auf das Frühjahr, die Weltmeisterschaften auf den September. Außerhalb dieser Phasen ist das Wettprogramm kleiner, und viele Anbieter listen nur einen Bruchteil der kleineren WorldTour-Rennen. Wer Radsport das ganze Jahr über spielen will, muss entweder bereit sein, auch kleinere Rennen zu spielen, oder sich auf den Sommer konzentrieren.

Das Wettbudget ist die zweite Sache. Das 1.000-€-Standardlimit pro Monat gilt über alle Anbieter hinweg, nicht pro Anbieter. Wer plant, mehr auszugeben, muss die Hürde der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nehmen, was eine Selbsterklärung nicht erfüllt. Wer plant, mit dem Standardlimit zu spielen, sollte die monatlichen Einsätze so verteilen, dass auch im Hochsommer, wenn Tour, Giro, Vuelta und die Klassiker zusammenkommen, noch Budget für die zweite Hälfte des Jahres bleibt.

Die Quotenvergleiche sind die dritte Sache. Radsport-Quoten unterscheiden sich zwischen den Anbietern vor allem in der Marge, weniger in der Einschätzung der Fahrer, weil die meisten Buchmacher ähnliche Datenquellen nutzen. Wer die Quoten konsequent vergleicht, erkennt, welcher Anbieter auf Radsport knapper kalkuliert, und kann so langfristig einen Teil der Marge sparen. Es ist kein Spezialistentipp, sondern schlichte Arithmetik: Eine Quote 4,50 statt 4,20 bringt auf 100 € Einsatz 30 € mehr Auszahlung im Erfolgsfall, ohne dass das Risiko steigt.

Häufige Fragen zu Radsport-Wetten in Deutschland

Wie wettet man auf Radsport, und bei welchen Anbietern ist das in Deutschland erlaubt?

Radsport wird wie jede andere Sportwette über einen Buchmacher mit deutscher Erlaubnis gewettet. Erlaubt ist nur, wer auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) steht; diese Liste ist die einzige verlässliche Quelle, weil eine .de-Domain allein keine Lizenz garantiert. Wetten dürfen erst nach der vollständigen Verifizierung des Kontos platziert werden, und das Standardeinzahlungslimit von 1.000 € pro Monat gilt über alle Anbieter hinweg.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Etappensieger, Gesamtsieger oder Trikotwertungen?

Die drei Standardmärkte sind Etappensieger, Gesamtsieger und die vier Trikotwertungen (Gelb, Grün, Gepunktet, Weiß). Häufig bieten Buchmacher auch Head-to-Head-Wetten auf zwei Fahrer an, etwa auf den Ausgang eines Duells in einer Etappe oder auf einen Vergleich im Gesamtklassement. Spezialmärkte wie „fahrer scheidet aus“ oder „Zeitlimit überschritten“ sind bei den größeren Anbietern verfügbar, nicht aber flächendeckend.

Welche Livewetten sind bei einem laufenden Radrennen in Deutschland zulässig, und wie funktioniert Cash-out?

Livewetten sind nach dem Glücksspielstaatsvertrag nur auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse wie das nächste Tor, den nächsten Satz oder ähnliche Komponenten erlaubt. Radsport fällt unter diese Regel, weil Positionswechsel im Feld keine seltenen Ereignisse sind; die meisten Wetten werden daher erst nach dem Etappenende wieder geöffnet. Cash-out ist eine unabhängige Funktion des Buchmachers, mit der eine offene Wette vor dem Rennen zurückgekauft werden kann; der Wert wird vom Anbieter festgelegt und ist nicht garantiert.

Wie berechnet sich die Auszahlung bei einer Gesamtsieg-Wette mit der Quote 8,00 und 5 € Einsatz?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote, also 5 € × 8,00 = 40 €. Davon sind 5 € Einsatz und 35 € Nettogewinn. Im Verlustfall sind die 5 € Einsatz verloren. Die Quote 8,00 ist die Auszahlungsquote des Buchmachers für diesen Markt und enthält die Marge, also den Anteil, den der Buchmacher über alle Ausgänge einbehält. Bei einer Mehr-Wege-Wette mit vielen Fahrern liegt die Marge höher als bei einer Zwei-Wege-Wette.

Was zeigt die GGL-Whitelist, und warum sind OASIS und das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat für Radsport-Wetten relevant?

Die GGL-Whitelist ist die offizielle Liste der Anbieter, die in Deutschland eine Sportwetten-Erlaubnis haben. Wer auf Radsport wetten will, sollte vor der Registrierung prüfen, ob der Anbieter dort steht. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Login abgefragt wird; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate. Das 1.000-€-Limit pro Monat gilt über alle Anbieter hinweg und ist gerade bei langen Rundfahrten relevant, weil die Einsätze hier in kurzer Zeit zusammenkommen.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quoten bei Radsport aus?

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ und wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung: Manche ziehen die Steuer vom Einsatz ab, manche vom Gewinn, manche bieten sie als „0 % Wettsteuer“ gar nicht an. Auf dem Wettschein zeigt sich das in niedrigeren Quoten, einem vom Einsatz abgezogenen Betrag oder gar keinem Hinweis. Wer Anbieter vergleicht, sollte die Quoten mit und ohne Steuerlast lesen.

Inhalt erstellt vom Team «paymentwettende.com»