Welche Wettanbieter für die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland erlaubt sind
Eine Europameisterschaft 2026 gibt es nicht. Das Turnier heißt in den Büchern EM 2024 (14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland, Spanien schlug England im Finale in Berlin 2:1) und EM 2028 (9. Juni bis 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland). Wer in Deutschland auf diese Spiele wetten will, kann das nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis tun. Wer woanders spielt, spielt auf einem Angebot ohne deutsche Aufsicht, ohne OASIS-Sperrdatei und ohne das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat. Die folgende Seite ordnet die zehn Wettanbieter ein, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen, und erklärt, was der Bonus, die Quote und das Cash-out bei einer Turnierwette tatsächlich bedeuten.

Stand: 17. Oktober 2026 | Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Was eine EM-Wette in Deutschland heute kostet – Konsequenzen für den Geldbeutel
Die Spiele der letzten Endrunde liegen hinter uns, die nächste Endrunde ist zwei Jahre entfernt, und die Qualifikationsauslosung dafür findet am 6. Dezember 2026 in Belfast statt. Wer trotzdem jetzt schon wetten will, wettet auf die laufende EM-Qualifikation mit zwölf Gruppen zu vier oder fünf Teams, deren zwölf Erste und acht besten Zweiten sich direkt für 2028 qualifizieren. Eine Turnierwette unterscheidet sich von einer Bundesligawette nur in zwei Punkten: der Markt reicht von der Siegwette über Torschützenkönig und Torjäger bis zu Gruppenwetten und Live-Wetten auf das nächste Tor, und der Buchmacher kassiert in jedem Preis eine Marge. Wer das ignoriert, wettet gegen sich selbst.

Für die Buchmacher gilt: Wer auf der Whitelist steht, organisiert Sportwetten nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV 2021 und unterliegt der Aufsicht der GGL mit Sitz in Halle (Saale). Der Preis, den ein Wettanbieter auf einen Ausgang anbietet, enthält immer den eigenen Anteil – die Marge. Bei einer 1X2-Wette auf ein Fußballspiel mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ergibt die Rechnung:
- Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) ≈ 1 ÷ 1,0481 ≈ 0,9542, also rund 95,4 %.
- Marge = 1 − 0,9542 ≈ 0,0458, also rund 4,6 %.
Das ist die Spanne, die der Anbieter von jedem Euro, der auf dieses eine Spiel gesetzt wird, im Schnitt einbehält. Die Spanne schwankt mit der Marktlage; auf Außenseiter und auf große Turniere liegt sie meist etwas höher, auf klare Favoriten etwas niedriger. Über alle Spiele eines Turniers gemittelt, kostet jede Wette also einige Prozent des Einsatzes, bevor der Ausgang überhaupt zählt.
Spielplan und Historie – das Turnier, auf das gewettet wird
Die Fußball-Europameisterschaft wird seit 1960 ausgetragen. Von 1996 bis 2012 spielten 16 Mannschaften, seit 2016 sind es 24, und das wird auch 2028 so bleiben. Spanien ist mit vier Titeln Rekordsieger, Deutschland folgt mit drei Titeln aus den Jahren 1972, 1980 und 1996. Cristiano Ronaldo führt die Torschützenliste mit 14 Treffern an, bei der letzten Endrunde 2024 erzielten sechs Spieler je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz; die Gesamtzuschauerzahl belief sich auf 2.681.288.
Was 2024 stattfand
Die Endrunde wurde in zehn deutschen Stadien ausgetragen, 24 Mannschaften spielten in sechs Vierergruppen um den Einzug in die K.-o.-Phase, insgesamt waren es 51 Spiele. Im Finale am 14. Juli 2024 besiegte England Spanien im Berliner Olympiastadion 1:2. Die Buchmacher hatten Spanien schon vor dem Turnier als einen der Top-Favoriten gehandelt – am Ende setzten sich die Spanier im Turnier ohne eine einzige Niederlage durch und holten ihren vierten Titel.
Was 2028 ansteht
Die nächste EM findet vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 statt, verteilt über vier britische und irische Verbände. Das Eröffnungsspiel steigt am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion. Das Format entspricht 2024: sechs Gruppen mit je vier Teams, ein Achtelfinale vom 24. bis 27. Juni, Viertelfinale am 30. Juni und 1. Juli, Halbfinale am 4. und 5. Juli, Finale am 9. Juli. Ein Spiel um Platz drei gibt es nicht.
Für die Qualifikation werden zwölf Gruppen mit vier oder fünf Mannschaften gebildet; die Auslosung erfolgt am 6. Dezember 2026 in Belfast. Auf dem Spiel stehen Gruppenphase, direkte Qualifikation der zwölf Ersten und der acht besten Zweiten sowie mögliche Play-offs. Die Buchmacher werden ihre Langzeitwetten auf den Turniersieger und die Gruppensieger üblicherweise ab dem Zeitpunkt der Gruppenauslosung anbieten.
Rechtslage: Warum nur GGL-Whitelist-Anbieter in Frage kommen
Die Rechtslage in Deutschland ist klar und technisch. Wer in Deutschland Sportwetten anbieten will, braucht eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV 2021, erteilt von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), und muss auf der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV geführt werden. Die Whitelist mit Stand 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge – 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain; eine .de-Domain allein ist allerdings noch keine Erlaubnis.

Was eine Erlaubnis konkret bedeutet: Die Erst-Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, die Whitelist zeigt aber nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum. Die Folgeerlaubnisse, die viele Anbieter zwischen Ende 2022 und Ende 2024 erhalten haben, setzen den Zeitraum neu an. Auf der Whitelist wird der Veranstalter mit vollem Namen und Sitz geführt – für bet365 steht dort etwa die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Wer ein Casino-, Poker- oder Slots-Angebot desselben Veranstalters sieht, sieht eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln.
Wer ohne diese Erlaubnis in Deutschland Sportwetten anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Eine maltesische, curaçaoische oder Anjouan-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung, und eine bezahlte Wettsteuer ist kein Beleg für eine Erlaubnis – die Wettsteuer wird auch von unlizenzierten Anbietern abgeführt.
Die strafrechtliche Seite: Das Organisieren unerlaubter Glücksspiele kann nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, das Bewerben nach § 284 StGB mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel kann nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden. Von einer Verfolgung einzelner Spielerinnen und Spieler in Deutschland ist nichts Belastbares bekannt – das ist weder eine Entwarnung noch eine Drohung.
Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen unerlaubte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 in einem Verfahren gegen Tipico (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlung entgegensteht; der Kläger fordert mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 hält EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou eine Rückzahlung grundsätzlich für möglich, sofern die Behörden nicht zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Anspruch auf Rückzahlung ist daraus nicht abzuleiten.
OASIS, LUGAS, Panikbutton – was die Spielersperre und das Limit konkret bedeuten
Wer bei einem GGL-Anbieter spielt, ist Teil eines Schutzsystems, das aus drei Bausteinen besteht: einer Sperrdatei, einer Limitdatei und einem Notfall-Schalter.
OASIS ist die Spielersperrsdatei nach §§ 8, 8a GlüStV. Sie wird bei der Anmeldung und beim Login abgefragt. Wer sich selbst sperrt, gibt eine Frist an – mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre durch Angehörige oder durch den Anbieter läuft mindestens ein Jahr. Eine Aufhebung ist nur nach Ablauf und auf Antrag möglich, und ein Anbieter darf keine Werbung an gesperrte Personen schicken.
LUGAS ist die Limit- und Aktivitätsdatei nach § 6c und § 6h GlüStV. Über die Limitdatei wird das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat durchgesetzt – und zwar kumuliert über alle lizenzierten Anbieter hinweg. Wer versucht, bei einem zweiten Anbieter mehr einzuzahlen, wird abgewiesen. Die Aktivitätsdatei verhindert paralleles Spielen: zwei aktive Konten bei zwei verschiedenen Anbietern sind nicht erlaubt. Eine Erhöhung des Limits auf bis zu 10.000 € ist nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich, eine Selbstauskunft reicht nicht; bis zu 30.000 € dürfen nur für höchstens ein Prozent der aktiven Kundinnen und Kunden eines Anbieters gewährt werden. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen.
Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, die nicht aufgehoben werden kann.
Hinzu kommen drei Vorgaben, die für die Wette selbst wichtig sind: Teilnahme erst ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV), ein Konto pro Anbieter mit voller Verifizierung (§ 6a GlüStV), und Zahlungen nur von einem Konto, das auf den eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut läuft (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Vor der vollen Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € spielen lassen, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.
Wer auf einem Angebot ohne deutsche Erlaubnis spielt, ist an OASIS, LUGAS und Panikbutton nicht angeschlossen. Das bedeutet im Klartext: keine Sperre, kein kumuliertes Limit, keine Aufsicht. Wer sich selbst schützen will, kann das bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) tun, etwa über das Angebot „Check-dein-Spiel“, oder sich an die Sucht- und Drogenhotline wenden.
Bonus und Freiwette – was „bis zu 100 €“ und „risikofrei“ tatsächlich heißen
Die meisten GGL-lizenzierten Anbieter bewerben ihre EM-Angebote mit zwei Versprechen: einen Willkommensbonus auf die erste Einzahlung und eine Gratiswette zu besonderen Spielen. Beides ist im Glücksspielstaatsvertrag nicht geregelt – Beträge, Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist stehen ausschließlich in den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters.
Was die Wettanbieter als „Willkommensbonus“ verkaufen, ist fast immer ein prozentualer Zuschlag auf die erste Einzahlung, der an Umsatzbedingungen geknüpft ist. Wer 100 € einzahlt und einen 100-%-Bonus erhält, hat 200 € auf dem Bonuskonto. Bevor das Geld – Bonussumme und mitunter auch Gewinne daraus – ausgezahlt werden kann, muss ein bestimmter Umsatz erreicht sein. Üblich ist ein 5-facher bis 10-facher Umsatz des Bonus, mal mit, mal ohne Einzahlung, immer mit einer Mindestquote für die qualifizierenden Wetten (oft 1,50 oder 2,00) und mit einer Frist von 30 bis 90 Tagen.
Wer eine Gratiswette (Freebet) erhält, bekommt einen festen Betrag, oft 5 € oder 10 €, für eine bestimmte Wette. Der Einsatz der Gratiswette wird bei einem Gewinn in der Regel nicht ausgezahlt – es zählt nur der Reingewinn. Wer also eine 10-€-Gratiswette auf eine 3,00er Quote setzt und gewinnt, bekommt 20 € ausgezahlt, nicht 30 €. Der rechnerische Wert der Gratiswette hängt von der Quote ab: Bei einer Quote von 2,5 ist eine 10-€-Gratiswette im Schnitt 10 € × (2,5 − 1) ÷ 2,5 × 0,95 ≈ 5,7 € wert – vorausgesetzt, das Angebot wird in einem Markt mit etwa 5 % Marge gespielt.
Eine als „risikofrei“ beworbene Wette ist in der Werbung fast immer eine Gratiswette, die nur dann ausgegeben wird, wenn die erste Wette verloren geht. Das ist kein Geld-zurück-Versprechen, sondern eine Art zweite Chance – der Einsatz der Ersatzwette ist ebenfalls nicht auszahlbar.
Die Werbeversprechen der Anbieter sind nach § 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV für Sportwetten teilweise eingeschränkt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern, keine erfolgsabhängige Affiliate-Vergütung. Ein Werbeverbot zwischen 6 und 21 Uhr gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele – Sportwetten sind davon ausgenommen.
Wer einen Bonus annimmt, sollte drei Dinge prüfen: den Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist. Wer einen Bonus nicht innerhalb der Frist umsetzt, verliert Bonus und oft auch die damit erzielten Gewinne.
Mobile Wetten und App – warum das Handy heute die Regel ist
Die meisten GGL-Anbieter bieten eine mobile Webseite und eine native App für Android und iOS. Die App übernimmt in der Regel das Wettprogramm, die Ein- und Auszahlung, das Live-Center und die Kontoverwaltung; Push-Benachrichtigungen informieren über Tore, Quotenänderungen und das Ende von Live-Wetten.
Für die EM bedeutet das: Wer auf dem Sofa sitzt, kann auf das nächste Tor wetten, ohne den Laptop aufzuklappen. Die Live-Wette selbst ist nach § 21 Abs. 4 GlüStV allerdings eingeschränkt: erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis und auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ im Fußball ist erlaubt; „nächster Punkt“ im Tennis, „nächster Korb“ im Basketball oder „nächster Punkt“ im Volleyball sind es nicht. Wer auf das nächste Tor wetten will, sollte das in der App tun – das Live-Center zeigt die offene Wette an, und bei einem Tor wird die Wette sofort ausgewertet.
Zur Bedienung gehört, dass die Anbieter in der App eine Volltextsuche, eine Favoritenfunktion und einen Wettkonfigurator anbieten. Ein Wettkonfigurator erlaubt es, mehrere Märkte aus einem oder mehreren Spielen zu einer Wette zu kombinieren – wer etwa auf „Spanien gewinnt, über 2,5 Tore, Jamal Musiala trifft“ setzen will, baut sich diese Wette selbst zusammen. Bei Betway heißt das Angebot Konfigurator+, bei Sportingbet ebenfalls. Die Konfigurator-Wette hat in der Regel eine höhere Marge als eine Einzelwette, weil mehr Märkte kombiniert werden.
Was die App nicht ersetzt, ist die gesetzliche Verifizierung. Die Anmeldung und die erste Einzahlung laufen auch in der App über die Website des Anbieters, das KYC-Verfahren (Know Your Customer) wird vor der ersten Auszahlung verlangt. Wer vor der Verifizierung auszahlen will, sieht: nichts – Auszahlungen sind in den ersten 72 Stunden nicht möglich.
Live-Wetten und Cash-out – was beim Spiel auf dem Bildschirm passiert
Live-Wetten sind das Angebot, mit dem die Anbieter während eines Spiels um die Aufmerksamkeit der Zuschauerinnen und Zuschauer werben. Das Angebot ist in Deutschland eingeschränkt: nur Wetten auf das Endergebnis und auf das nächste seltene Ereignis sind erlaubt.
In der Praxis heißt das: Wer auf das EM-Finale live wettet, kann auf den Sieger, auf das nächste Tor und auf das Gesamtergebnis setzen – nicht auf den nächsten Einwurf, den nächsten Freistoß oder den nächsten Spielerwechsel. Der Cash-out, also das vorzeitige Auswerten einer offenen Wette zu einem vom Anbieter festgelegten Preis, ist keine eigene Wette, sondern eine Funktion des Anbieters auf eine bereits abgeschlossene Wette. Der Anbieter kauft dem Kunden die Wette zu einem Kurs ab, der in der Regel unter dem inneren Wert liegt.
Bei Betway wird der Cash-out-Wert in „Meine Wetten“ angezeigt, ein grünes Symbol signalisiert die Verfügbarkeit, der Kunde kann den vollen Betrag oder einen Teil auszahlen lassen. Andere Anbieter zeigen den Cash-out-Wert erst ab einem bestimmten Spielstand, und manche schalten den Cash-out für bestimmte Märkte ganz ab – etwa für Live-Kombiwetten oder für Spiele mit Video-Beweis.
Die Marge im Live-Wettbereich ist in der Regel höher als vor dem Spiel, weil der Anbieter das Risiko eines unerwarteten Ereignisses einkalkuliert. Wer auf das nächste Tor wettet, sollte sich klar machen, dass der angebotene Preis bereits einen Abschlag enthält. Auf Außenseiter-Tore ist der Preis häufig sehr niedrig, auf Favoriten-Tore ist er etwas höher, aber in beiden Fällen liegt die Marge über dem Vorniveau.
Wett-Tipps und Prognosen – warum keine Quote den Sieger kennt
Wer zur EM eine Prognose abgeben will, hat drei Hebel: die Form der Mannschaften, die Statistik der letzten Spiele und die Quoten der Buchmacher. Jeder Hebel hat ein Problem.
Die Form schwankt: Eine Mannschaft, die in der Qualifikation dominiert, kann im Turnier wegen Verletzungen, Sperren oder taktischer Anpassungen der Gegner einbrechen. Die Statistik hilft, weil sie über viele Spiele mittelt – sie hilft nicht, wenn ein Spieler ausfällt. Die Quote ist die wahrscheinlichste Verdichtung all dieser Informationen aus Sicht des Marktes – sie ist aber kein Ausgang, sondern ein Preis, der eine Marge enthält.
Wer seine Wette auf eine „sichere“ Quote baut, baut sie auf den Favoriten. Bei der WM 2022 waren Spanien, Brasilien und Argentinien die Top-Favoriten – Argentinien gewann, die anderen beiden schieden früh aus. Bei der EM 2024 waren England, Frankreich und Spanien die Top-Favoriten – Spanien gewann, England verlor im Finale. Aus den Favoriten-Quoten eine Trefferquote abzuleiten ist möglich, aber: Die Buchmacher-Quoten sind so kalibriert, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten in der Summe über 100 % liegen – eben wegen der Marge. Eine Quote von 2,50 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 40 %, in einem Markt mit 5 % Marge liegt die wahre Wahrscheinlichkeit näher bei 38 %. Wer nach den Quoten wettet, wettet gegen eine Marge.
Die einzige Wette, die keine Marge enthält, ist die asiatische Handicap-Wette mit zwei Ausgängen oder die Wette mit festen Quoten auf einen klar favorisierten Ausgang – vorausgesetzt, der Anbieter hat die Marge nicht in die Quoten gepackt. Die meisten Anbieter packen die Marge in jede Wette.
Wer seine Wette gut begründen will, sollte drei Dinge dokumentieren: die Form (letzte fünf Spiele), die direkten Vergleiche (Head-to-Head) und die personelle Besetzung (Verletzungen, Sperren). Wer seine Wette schlecht begründet, weil er einem Tipp aus dem Internet folgt, hat nicht gewettet, sondern auf ein Angebot reagiert.
Wettquoten und Wettformen – was vor und während des Turniers auf dem Wettschein steht
Vor dem Turnier bieten die Anbieter vier große Marktgruppen an: Siegwetten auf den Turniersieger (Gewinner des gesamten Turniers), Siegwetten auf den Gruppensieger (Gewinner der jeweiligen Gruppe), Torschützenkönig (welcher Spieler wird Torschützenkönig des Turniers) und Outright-Wetten auf das Erreichen bestimmter Runden (Viertelfinale, Halbfinale, Finale). Während des Turniers kommen die klassischen 1X2-Wetten, Über/Unter-Tore, beide Teams treffen (BTTS), Handicap-Wetten und Live-Wetten auf das nächste Tor hinzu.
Was die Quote bedeutet: Eine Quote von 2,10 auf einen Heimsieg bedeutet, dass ein 10-€-Einsatz im Erfolgsfall 21 € zurückbringt, davon 10 € Einsatz und 11 € Reingewinn. Eine Quote von 3,40 auf ein Unentschieden bringt 34 € zurück, davon 24 € Reingewinn. Eine Quote von 3,60 auf einen Auswärtssieg bringt 36 € zurück, davon 26 € Reingewinn. Die Kombiwette multipliziert die Quoten der einzelnen Tipps: Wer 2,10 × 3,40 × 3,60 kombiniert, erhält eine Gesamtquote von 25,70, ein 10-€-Einsatz bringt 257 €.
In jeder Kombiwette steckt mehr Marge als in einer Einzelwette, weil die Marge jedes Einzelspiels multipliziert wird. Eine 1X2-Einzelwette mit 4,6 % Marge (siehe oben) hat in einer Dreier-Kombiwette eine kombinierte Marge von etwa 13,3 %, ohne dass die einzelnen Quoten verändert werden müssen. Wer seine Kombiwette aus drei Einzelwetten mit ähnlichen Quoten baut, zahlt drauf.
Was die Quote nicht bedeutet: Sie ist kein Ausgang, kein Tipp und keine Sicherheit. Sie ist ein Preis, der die Wahrscheinlichkeitseinschätzung des Marktes abbildet – mit Marge. Wer aus einer Quote eine Wahrscheinlichkeit ableiten will, teilt 1 durch die Quote. Bei 2,10 sind das ≈ 47,6 %, bei 3,40 ≈ 29,4 %, bei 3,60 ≈ 27,8 %; in der Summe über 100 % wegen der Marge.
Die Quote hat eine eigene Lebensdauer. Vor dem Spiel ist die Quote am höchsten, weil das meiste Geld noch nicht gesetzt ist. Sobald das Geld fließt, sinkt die Quote auf den Favoriten und steigt auf den Außenseiter – die Buchmacher balancieren ihr Buch. Verletzungen und Sperren unmittelbar vor dem Anpfiff führen zu schnellen Anpassungen; das ist der Grund, warum späte Wetten oft teurer sind als frühe.
Sportwetten und Europameisterschaft – der Markt im Wettbewerb
Die EM ist der größte europäische Fußballmarkt nach der WM, und der Wettbewerb der Anbieter ist auf dieses Turnier hin zugespitzt. Wer eine Fußball-EM-Wette platziert, hat in Deutschland nur die Wahl zwischen GGL-lizenzierten Anbietern – und davon gibt es auf der Whitelist vom 2. Oktober 2026 etwa 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Der Wettbewerb findet also nicht zwischen lizenzierten und unlizenzierten Anbietern statt, sondern zwischen den lizenzierten untereinander.
Was die Anbieter im Wettbewerb unterscheidet: das Wettprogramm (wie viele Märkte pro Spiel), die Quoten (wie viel Marge sie nehmen), die Live-Funktionen (wie granular Cash-out ist), die Bonusbedingungen (wie viel Umsatz verlangt wird), die App-Bedienung (wie schnell die Quoten aktualisieren) und die Zahlungswege (wie schnell ausgezahlt wird). Wer zwischen den Anbietern wechselt, achtet auf diese sechs Punkte.
Was die Anbieter im Wettbewerb eint: die Pflicht zur OASIS-Abfrage, das kumulierte 1.000-€-Limit, die Beschränkung der Live-Wetten, die Pflicht zur eigenen Verifizierung, die Pflicht zur Vollverifizierung vor der Auszahlung, die Wettsteuer-Pflicht.
Zur Wettsteuer: Die Wettsteuer beträgt nach §§ 17, 18 RennwLottG 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“. 5,3 / 105,3 ≈ 5,03 % des gezahlten Betrags. Veranlagt wird die Steuer beim Veranstalter (§ 19), nicht beim Spielenden. Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Kundinnen und Kunden weitergibt, ist eine Sache der Geschäftsbedingungen; manche Anbieter ziehen sie vom Gewinn ab, manche vom Einsatz, manche schlucken sie selbst. Winamax wirbt im Footer mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag – die Selbstbeschreibung, nicht der Befund eines GGL-Audits.
Für die Buchmacher-Marge gilt: Eine 1X2-Wette auf ein Fußballspiel hat im deutschen Markt typischerweise eine Marge zwischen 3 und 7 %, je nach Anbieter und Markt. Außenseiter-Wetten und Live-Wetten haben höhere Margen, Favoriten-Wetten und Pre-Match-Wetten auf klare Favoriten haben niedrigere Margen. Die Marge versteckt sich hinter jeder Quote – wer sie nicht beachtet, wettet gegen einen eingebauten Verlust.
Anbieter im Vergleich: zehn EM-Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis
Die folgende Tabelle zeigt die zehn Wettanbieter, die in diesem Vergleich berücksichtigt werden. Alle sind auf der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt. Die Reihenfolge folgt dem Alphabet der Domain; sie ist keine Wertung.
| Anbieter | Whitelist-Status (GGL) | Inhaber der Erlaubnis | Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| AdmiralBet | Sportwetten-Erlaubnis | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Sportwetten-Erlaubnis | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Betway | Sportwetten-Erlaubnis | Betway Limited | 09.03.2021 |
| bpremium | Sportwetten-Erlaubnis | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| bwin | Sportwetten-Erlaubnis | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| MERKUR BETS | Sportwetten-Erlaubnis | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| NEO.bet | Sportwetten-Erlaubnis | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | Sportwetten-Erlaubnis | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Sportingbet | Sportwetten-Erlaubnis | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| VBet | Sportwetten-Erlaubnis | SCGO Limited | 05.12.2023 |
AdmiralBet
AdmiralBet wird laut Whitelist von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, die seit dem 9. Oktober 2020 über eine Sportwetten-Erlaubnis verfügt; weitere Erlaubnisse folgten am 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28. September 2022 – das ist eine andere Lizenz als die Sportwetten-Erlaubnis und folgt eigenen Regeln. AdmiralBet gehört zur österreichischen Novomatic-Linie und führt das Angebot „Admiral“ auch in stationären Wettcafés.
Für die EM bedeutet das: ein Vollsortiment an 1X2-Wetten, Live-Wetten und Langzeitwetten, ein Wettkonfigurator auf Spielerebene und die übliche Quotierung im Mittelfeld. Wer auf das österreichische Markenprofil Wert legt, findet hier ein gewohntes Wettprogramm.
bet-at-home
bet-at-home wird laut Whitelist von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt. Für virtuelle Automatenspiele besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28. Dezember 2022. bet-at-home ist eine etablierte Marke im deutschsprachigen Raum und über die österreichische Bet-at-home.com AG an die börsennotierte Century Casinos-Gruppe angebunden.
Für die EM bedeutet das: ein schlankes Wettprogramm mit Fokus auf die Hauptmärkte, solide Quoten im Mittelfeld, ein Live-Center mit Cash-out auf ausgewählte Märkte. Wer ein nüchternes Angebot ohne großes Bonusfeuerwerk sucht, ist hier richtig – das Bonusprogramm fällt im Vergleich zu jüngeren Anbietern eher zurückhaltend aus.
Betway
Betway wird laut Whitelist von der Betway Limited betrieben, mit Sitz in Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. März 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. Die App „Betway Sports Live Sportwetten“ bietet einen Cash-out, der unter „Meine Wetten“ mit einem grünen Symbol angezeigt wird; ausgezahlt werden kann der volle Betrag oder ein Teil. Der Wettkonfigurator Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Wette.
Für die EM bedeutet das: ein breites Wettprogramm mit vielen Märkten pro Spiel, eine eigene App mit Live-Center und Cash-out, ein Wettkonfigurator für kombinierte Wetten über Spiele hinweg. Wer auf Konfigurator-Wetten und auf granularen Cash-out Wert legt, findet hier ein ausgereiftes Angebot.
bpremium
bpremium wird laut Whitelist von der Ladbrokes (Deutschland) Limited betrieben, mit Sitz in Malta (Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Registernummer C92799). Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Die Marke bpremium führt das britische Ladbrokes-Erbe in Deutschland weiter, allerdings in einer schlankeren Form als die Hauptmarke.
Für die EM bedeutet das: ein Wettprogramm mit Fokus auf britische und europäische Top-Märkte, ein Cash-out auf ausgewählte Märkte, ein Bonusprogramm, das im Vergleich zu den großen Marken eher zurückhaltend ausfällt. Wer das Ladbrokes-Profil kennt und es schätzt, findet hier eine deutsche Variante davon.
bwin
bwin wird laut Whitelist von der bwin (Deutschland) Limited betrieben, mit Sitz in Gzira, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine weitere Erlaubnis folgte am 23. Dezember 2022. bwin gehört zur Entain-Gruppe und ist eine der größten Sportwetten-Marken in Europa.
Für die EM bedeutet das: ein sehr breites Wettprogramm mit vielen Spezialmärkten pro Spiel, ein Live-Center mit Cash-out, ein quotenstarkes Angebot auf den europäischen Top-Ligen. Wer eine etablierte Großmarke mit großer App und großem Bonus sucht, ist hier richtig – die Marge liegt im Mittelfeld, das Wettprogramm ist überdurchschnittlich breit.
MERKUR BETS
MERKUR BETS wird laut Whitelist von der Merkur Bets Malta Limited betrieben, mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 6. November 2023. Die Marke führt das deutsche Merkur-Profil in einer reinen Online-Form, ohne das stationäre Wettcafé-Angebot der Gauselmann-Gruppe.
Für die EM bedeutet das: ein deutsch ausgerichtetes Wettprogramm mit Schwerpunkt auf Bundesliga und europäischen Top-Ligen, ein Live-Center, ein Cash-out auf ausgewählte Märkte. Wer das Merkur-Profil aus dem stationären Bereich kennt, findet hier eine schlanke Online-Variante – die Bonusbedingungen fallen im Vergleich zu den internationalen Marken eher niedrig aus.
NEO.bet
NEO.bet wird laut Whitelist von der Greenvest Betting Limited betrieben, die ihre Sportwetten-Erlaubnis am 9. Oktober 2020 erhielt und am 22. Dezember 2022 erweiterte. NEO.bet ist eine jüngere Marke im deutschen Wettanbieter-Markt und hat sich über eine eigene Wettbörse (Peer-to-Peer) profiliert.
Für die EM bedeutet das: ein Wettprogramm mit Schwerpunkt auf deutschen und europäischen Top-Ligen, ein eigenes Quotensystem, das teilweise auf Wettbörse-Modellen beruht. Wer eine andere Wettphilosophie als die klassische Buchmacher-Marge sucht, findet hier einen Ansatz – die Marge fällt je nach Markt unterschiedlich aus.
ODDSET
ODDSET wird laut Whitelist von der Oddset Sportwetten GmbH betrieben. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt; die Aufsichtsbehörde ist die GGL mit Sitz in Halle (Saale). ODDSET gehört zur Lotto-Holding und ist die deutsche Traditionsmarke mit dem höchsten Bekanntheitsgrad im stationären Bereich.
Für die EM bedeutet das: ein deutsch geprägtes Wettprogramm, das stärker als andere Marken auf den deutschen Markt zugeschnitten ist, eine solide Quotierung, ein Bonusprogramm, das eher zurückhaltend ausfällt. Wer das ODDSET-Profil aus dem Kiosk kennt, findet hier eine Online-Variante – die App ist solide, das Live-Center ist nicht so granular wie bei den internationalen Marken.
Sportingbet
Sportingbet wird laut Whitelist von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben; die Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis kam am 21. Dezember 2022 hinzu. Sportingbet gehört zur Entain-Gruppe und führt ein Wettprogramm mit Konfigurator+ und Live-Wetten auf Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.
Für die EM bedeutet das: ein breites Wettprogramm über mehrere Sportarten hinweg, ein Konfigurator für kombinierte Wetten, ein Live-Center mit Cash-out auf ausgewählte Märkte. Wer Konfigurator-Wetten und ein breites Sportarten-Portfolio schätzt, findet hier ein ausgereiftes Angebot.
VBet
VBet wird laut Whitelist von der SCGO Limited betrieben, mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 5. Dezember 2023. VBet ist eine jüngere Marke im deutschen Markt, international aber länger etabliert, und hat sich über ein quotenstarkes Fußball-Angebot profiliert.
Für die EM bedeutet das: ein Wettprogramm mit Schwerpunkt auf Fußball, ein quotenstarkes Preis-Leistungs-Verhältnis im europäischen Vergleich, ein Live-Center mit Cash-out. Wer Wert auf hohe Quoten legt und Fußball-Wetten priorisiert, findet hier ein Angebot, das im deutschen Markt eine eigene Stellung hat.
Was der Vergleich der zehn Anbieter zeigt
Wer zwischen den zehn Anbietern wählt, sortiert nach vier Kriterien: Lizenz (alle haben eine), Quote (das Quotenniveau variiert), Bonus (die Bedingungen variieren stärker als die Höchstbeträge) und Bedienung (App, Live-Center, Cash-out).
Was die Lizenz angeht, sind alle zehn auf der GGL-Whitelist geführt. Die frühesten Erlaubnisse stammen aus dem Oktober und November 2020 (AdmiralBet, bet-at-home, bpremium, bwin, NEO.bet, ODDSSET, Sportingbet), die jüngsten aus dem November und Dezember 2023 (MERKUR BETS, VBet). Betway ist mit einer Erlaubnis vom 9. März 2021 dazwischen. Alle haben mindestens eine Folgeerlaubnis erhalten, die meisten im Dezember 2022, einige im Juli 2024 (AdmiralBet). Die Folgeerlaubnis bedeutet nicht, dass die erste abgelaufen ist – sie läuft parallel und setzt den Zeitraum neu an.
Was die Quote angeht, ist die Spanne zwischen den Anbietern kleiner als die Werbung vermuten lässt. Die implizite Marge liegt im deutschen Markt typischerweise zwischen 3 und 7 %, die besten Anbieter liegen am unteren Rand. Die Margen der EM-Märkte 2024 (Spanien – England im Finale: 2,62 / 3,40 / 2,87 bei einem Durchschnittsanbieter) entsprechen etwa 2,8 % Marge – der Favoriten-Markt ist also relativ eng. Wer Quoten vergleicht, sollte das auf der Vorrunde tun, nicht auf dem Finale.
Was den Bonus angeht, sind die Höchstbeträge (meist 100 €) ähnlich; die Bedingungen (Umsatzfaktor 5- bis 10-fach, Mindestquote 1,50 bis 2,00, Frist 30 bis 90 Tage) variieren stärker. Wer den Bonus mitnimmt, sollte ihn gegen die eigene Wettgewohnheit rechnen: Wer ohnehin 5-€-Einzelwetten auf Bundesliga-Spiele setzt, kommt mit einem 5-fachen Umsatz und einer 1,50er Mindestquote zurecht; wer nur Live-Kombiwetten mit 3,00er Quoten spielt, schafft den Umsatz mit einer 1,50er Mindestquote nicht.
Was die Bedienung angeht, sind die Großmarken (Betway, bwin) im Vorteil: App, Konfigurator, Cash-out, Live-Center sind ausgereift. Die mittelgroßen Marken (AdmiralBet, Sportingbet, VBet) liegen knapp dahinter. Die kleineren Marken (bet-at-home, bpremium, ODDSET, NEO.bet, MERKUR BETS) haben solide Apps, aber nicht in jedem Fall einen Konfigurator.
Was die Wettsteuer für die Auszahlung bedeutet
Die Wettsteuer von 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“ wird beim Veranstalter veranlagt, nicht beim Spielenden. Ob und wie sie an die Kundinnen und Kunden weitergegeben wird, steht in den Geschäftsbedingungen des Anbieters. Vier Modelle sind üblich:
- Vom Gewinn abgezogen: Der Anbieter zieht die Steuer vom Bruttogewinn ab. Bei einer Quote von 2,10 und einem Einsatz von 100 € wird der Gewinn von 110 € mit 5,3 % besteuert, ausgezahlt werden ≈ 104,17 €.
- Vom Einsatz abgezogen: Der Anbieter zieht die Steuer vom Einsatz ab, sodass nur ein Netto-Einsatz gewettet wird. Bei 100 € Brutto-Einsatz werden ≈ 4,97 € abgezogen, gewettet werden ≈ 95,03 €.
- Vom Auszahlungsbetrag abgezogen: Der Anbieter zieht die Steuer vom Auszahlungsbetrag ab, also vom Brutto-Return. Bei 100 € Einsatz auf 2,10 werden 210 € ausgezahlt, davon ≈ 5,18 € Steuer, ausgezahlt werden ≈ 204,82 €.
- Vom Anbieter geschluckt: Der Anbieter übernimmt die Steuer selbst und gibt 100 % der Quote an die Kundinnen und Kunden weiter. Winamax wirbt mit diesem Modell („0 % Wettsteuer und die besten Quoten“).
Welches Modell für wen das beste ist, hängt von der Wettstrategie ab. Wer viele kleine Wetten mit niedrigen Quoten spielt, zahlt im Modell „vom Gewinn abgezogen“ am wenigsten. Wer wenige große Wetten mit hohen Quoten spielt, zahlt im Modell „vom Einsatz abgezogen“ am wenigsten. Wer keine Steuer zahlen will, sucht einen Anbieter, der sie schluckt – und nimmt dafür in der Regel eine etwas niedrigere Quote in Kauf.
Was eine EM-Wette konkret einbringt – ein Rechenbeispiel
Wer 50 € auf einen Heimsieg mit Quote 2,10 setzt und gewinnt, erhält 50 € × 2,10 = 105 € ausgezahlt. Davon sind 50 € Einsatz und 55 € Reingewinn. Wer die Wette verliert, hat 50 € verloren.
Wer eine Kombiwette aus drei Spielen (2,10 × 3,40 × 3,60) baut und 10 € riskiert, gewinnt 257 € im Erfolgsfall. Davon sind 10 € Einsatz und 247 € Reingewinn. Wer die Wette verliert, hat 10 € verloren.
Wer eine Live-Wette auf das nächste Tor zur Quote 1,80 mit 20 € platziert und das Tor kommt, erhält 36 €. Wer die Wette verliert, hat 20 € verloren.
Wer einen 100-€-Willkommensbonus mit 5-fachem Umsatz und 1,50er Mindestquote annimmt, muss 500 € in Wetten zu Quote 1,50 oder höher umsetzen. Bei 50 Einzelwetten à 10 € ist das erreichbar. Wer dabei auf Wetten zu Quote 1,20 setzt, zählt die nicht zum Umsatz.
Wer eine 10-€-Gratiswette auf eine 3,00er Quote nutzt und gewinnt, bekommt 20 € ausgezahlt – 10 € Reingewinn, der Einsatz der Gratiswette wird nicht ausgezahlt. Wer die Gratiswette verliert, hat keinen Einsatz verloren (es war ja eine Gratiswette), aber auch nichts bekommen.
Wie die eigene Wettverzierung in Deutschland funktioniert
Wer ein Konto bei einem GGL-Anbieter eröffnet, durchläuft vier Schritte: Anmeldung mit Name, Adresse und Geburtsdatum, Verifizierung per Ausweis (Video-Ident oder Post-Ident), erste Einzahlung über ein Zahlungsmittel auf den eigenen Namen, erste Wette. Vor der vollen Verifizierung ist die Spielfrist auf 72 Stunden und das Einzahlungslimit auf 100 € beschränkt; Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.
Wer nach der vollen Verifizierung auszahlt, gibt einen Auszahlungsauftrag auf, der Anbieter prüft Konto und Verifizierung, zahlt das Geld auf das hinterlegte Zahlungsmittel aus. Die Frist variiert: Sofort 1: Sofortauszahlung auf das hinterlegte Zahlungsmittel (E-Wallet), Sofortauszahlung mit Verzögerung 1: Ein bis drei Werktage (Banküberweisung). Wer bei der Anmeldung ein E-Wallet hinterlegt, kann die Auszahlung in der Regel am selben Tag erhalten. Bei der Kontoschließung zahlt der Anbieter den Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren aus (§ 6b Abs. 6-7 GlüStV).
Die Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Im Insolvenzfall des Anbieters sind die Spielergelder getrennt vom Vermögen des Anbieters und werden an die Spielenden ausgezahlt. Das ist einer der Gründe, warum eine GGL-Erlaubnis mehr bedeutet als nur eine Genehmigung: Der Anbieter muss Kapital- und Sicherheitsanforderungen erfüllen, die über das hinausgehen, was eine maltesische oder curaçaoische Lizenz verlangt.
Welche Rolle die Wettquoten für die eigene Strategie spielen
Wer seine Wetten auf Quoten baut, achtet auf drei Punkte: die Höhe der Quote, die Marge des Marktes und die Übereinstimmung mit der eigenen Einschätzung. Eine Quote von 2,10 auf einen Heimsieg bedeutet nicht, dass der Spieler glaubt, der Heimsieg sei wahrscheinlicher als 50 % – sie bedeutet, dass der Markt den Heimsieg auf etwa 47,6 % taxiert (1/2,10), und die wahre Wahrscheinlichkeit wegen der Marge etwas niedriger liegt.
Wer aus zwei Buchmachern die vergleichende Anzahl der Märkte vergleicht, hat zwei Hebel: die Quote und die Übereinstimmung mit der eigenen Einschätzung. Wer Spanien als Turniersieger mit 8,00 bei Anbieter A und 8,50 bei Anbieter B bekommt, wettet auf 8,50 – vorausgesetzt, die Marge ist ähnlich. Wer den Anbieter mit der niedrigeren Marge wählt, gewinnt auf Dauer ein paar Prozent pro Wette.
Die Quote bewegt sich: Je näher das Spiel rückt, desto stärker schwanken die Quoten, weil das Geld fließt. Verletzungen unmittelbar vor dem Anpfiff führen zu schnellen Anpassungen – der Anbieter mit der schnelleren Quote-Anpassung bekommt das frühe Geld der informierten Wettenden. Wer vor der Verletzung wettet, hat im Erfolgsfall die höhere Quote.
Wie eine EM-Wette steuerlich behandelt wird
Die Wettsteuer wird beim Veranstalter veranlagt, nicht beim Spielenden. Gewinne aus Sportwetten sind nach allgemeiner Auffassung nicht steuerpflichtig, sofern sie nicht zu einer gewerblichen Tätigkeit werden – wer nur gelegentlich wettet, muss seine Gewinne in der Regel nicht versteuern. Wer mit Wetten ein signifikantes Einkommen erzielt, sollte sich an einen Steuerberater wenden.
Das ist die deutsche Seite. Bei anderen Anbietern – insbesondere solchen ohne deutsche Lizenz – kann die steuerliche Behandlung anders aussehen, und die Wettsteuer wird unter Umständen nicht abgeführt. Wer auf einem illegalen Angebot spielt, hat weder die Wettsteuer-Pflicht des Anbieters noch den Steuerschutz des deutschen Rechts.
Welche Spiele und Wettformen zur EM typischerweise angeboten werden
Vor dem Turnier bieten die Anbieter folgende Wettformen an:
- Turniersieger (Outright Winner): Wer gewinnt das Turnier? Die Quote auf Spanien lag vor der EM 2024 je nach Anbieter zwischen 5,00 und 6,00, auf England zwischen 5,00 und 6,50, auf Frankreich zwischen 5,50 und 7,00.
- Gruppensieger (Group Winner): Wer gewinnt die jeweilige Gruppe? Die Quote variiert stark nach Gruppe.
- Torschützenstufe (Top Scorer): Wer wird Torschützenkönig des Turniers?
- Erreichen einer Runde (To Reach): Wer erreicht das Achtelfinale, das Viertelfinale, das Halbfinale, das Finale?
Während des Turniers kommen die klassischen Märkte hinzu:
- 1X2: Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg.
- Doppelte Chance: Heimsieg oder Unentschieden, Heimsieg oder Auswärtssieg, Unentschieden oder Auswärtssieg.
- Über/Unter: Über 1,5 Tore, über 2,5 Tore, unter 2,5 Tore.
- Beide Teams treffen (BTTS): Beide Teams treffen: ja oder nein.
- Handicap: Asiatisches Handicap auf den Ausgang oder auf Tore.
- Genaues Ergebnis (Correct Score): 0:0, 1:0, 2:1, 3:2.
- Halbzeit/Endstand: Wie steht es zur Halbzeit, wie am Ende?
- Nächstes Tor (Next Home): Welches Team erzielt das nächste Tor?
Was es in Deutschland nicht gibt: Wetten auf den nächsten Einwurf, den nächsten Freistoß, den nächsten Spielerwechsel oder den nächsten Punkt im Tennis. Diese Mikro-Märkte sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nicht erlaubt, weil sie als „Wetten auf häufige Ereignisse“ gelten.
Welche Limits die Wette begrenzen
Das wichtigste Limit ist das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat, kumuliert über alle lizenzierten Anbieter. Wer im November 600 € bei Anbieter A einzahlt, kann im November nur noch 400 € bei Anbieter B einzahlen, und im Dezember wieder 1.000 € über alle Anbieter.
Innerhalb dieses Limits setzen die Anbieter eigene Mindest- und Höchstbeträge für einzelne Wetten. Die Mindestbeträge liegen meist bei 0,50 € bis 1,00 €, die Höchstbeträge variieren je nach Markt und Wetttyp: auf Hauptmärkte (1X2) oft bis zu 100.000 €, auf Spezialmärkte (Torschütze, Halbzeit/Endstand) oft nur bis zu 5.000 € oder 10.000 €. Wer eine ungewöhnlich hohe Wette platzieren will, sollte den Höchstbetrag im Wettschein prüfen – er wird dort angezeigt, bevor die Wette abgegeben wird.
Das Bonus-Limit: Wer einen Bonus annimmt, ist während der Umsatzphase oft an ein zusätzliches Einsatzlimit pro Wette gebunden (z. B. maximal 5 € Einsatz pro Wette, bis der Umsatz erreicht ist). Wer diese Bedingung nicht beachtet, riskiert, dass der Bonus und die damit erzielten Gewinne verfallen.
Wie eine EM-Wette in der Praxis funktioniert – Schritt für Schritt
Wer auf das Eröffnungsspiel der EM 2028 in Cardiff wetten will, geht in der Regel so vor:
- Anbieter wählen: Auf der GGL-Whitelist prüfen, ob der Anbieter eine Sportwetten-Erlaubnis hat. Wer den Anbieter wechselt, durchläuft die KYC-Verifizierung neu.
- Konto eröffnen: Anmeldung mit Name, Adresse, Geburtsdatum und einer E-Mail-Adresse. Die Verifizierung erfolgt per Ausweis.
- Einzahlen: Einzahlung über ein Zahlungsmittel auf den eigenen Namen (Bankkonto, Kreditkarte, E-Wallet, Sofortüberweisung). Die Höhe der Einzahlung wird durch das kumulierte 1.000-€-Limit begrenzt.
- Wette platzieren: Wettprogramm öffnen, das Spiel auswählen, den Markt wählen, die Quote prüfen, den Einsatz eingeben, die Wette abgeben.
- Wette verfolgen: Bei Pre-Match-Wetten wird das Ergebnis nach Spielende ausgezahlt. Bei Live-Wetten wird das Ergebnis live ausgewertet, ggf. mit Cash-out.
- Auszahlen: Auszahlungsauftrag auf das hinterlegte Zahlungsmittel. Die Frist hängt vom Zahlungsmittel ab.
In der Praxis sind das die Schritte, die ein Spielender durchläuft – die App übernimmt die meisten davon, die Verifizierung bleibt der einzige Schritt, der nicht in der App geht.
Welche Fehler bei EM-Wetten häufig gemacht werden
Drei Fehler sind häufig und kosten Geld:
- Wetten ohne Marge-Verständnis: Wer die Marge nicht beachtet, wettet gegen einen eingebauten Verlust. Die implizite Wahrscheinlichkeit aus der Quote ist immer höher als die wahre Wahrscheinlichkeit.
- Wetten unter Bonus-Bedingungen, die nicht erfüllbar sind: Wer einen Bonus annimmt und die Umsatzbedingungen nicht schafft, verliert den Bonus und die Gewinne. Wer den Bonus nicht annimmt, verliert nichts.
- Wetten unter Gefühl, nicht unter Information: Wer auf sein Lieblingsteam wettet, ohne die Form zu prüfen, wettet unter Gefühl. Das ist keine Information, das ist eine Spende an den Buchmacher.
Der häufigste Fehler ist eine Kombination: Wer auf sein Lieblingsteam unter einer Quote von 1,80 wettet, die durch eine Verletzung des Gegners künstlich hochgegangen ist, wettet gegen eine Marge und gegen die eigene Wahrnehmung. Wer seine Wette gut begründet, achtet auf drei Dinge: Form, Statistik, Quote. Wer seine Wette schlecht begründet, achtet auf das, was er fühlt.
Welche Hilfsangebote bei Spielproblemen zur Verfügung stehen
Wer bei sich oder bei anderen Anzeichen einer Spielsucht erkennt, kann sich an folgende Stellen wenden:
- BZgA – Check-dein-Spiel: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, mit anonymem Selbsttest und Beratungsangeboten.
- Sucht- und Drogenhotline: 01806 313031 (24/7, anonym).
- Anonyme Spieler (GA): Selbsthilfegruppen für Spielerinnen und Spieler, regionale Gruppen in allen Bundesländern.
- OASIS: Wer sich selbst sperren will, kann das bei jedem lizenzierten Anbieter tun. Die Sperre gilt dann für alle lizenzierten Anbieter in Deutschland.
Die Hilfsangebote sind kostenlos und anonym. Die Sperre in OASIS ist verbindlich, eine Aufhebung ist erst nach Ablauf der Sperrfrist und auf Antrag möglich.
Was sich bis zur EM 2028 noch ändern kann
Bis zur EM 2028 sind zwei Jahre Zeit. Drei Dinge können sich ändern:
- Quotenmarge: Der Wettbewerb unter den Anbietern hat in den letzten Jahren zu einer leicht sinkenden Marge im deutschen Markt geführt. Das ist ein Trend, kein Gesetz.
- Bonusangebote: Die Anbieter haben ihre Bonusprogramme in den letzten Jahren zurückgefahren, weil die Umsatzanforderungen strenger geworden sind. Wer einen Bonus annimmt, sollte ihn mit den aktuellen Bedingungen prüfen.
- Live-Wetten: Das Angebot an Live-Wetten ist in den letzten Jahren breiter geworden, unterliegt aber den § 90 GWG-Beschränkungen des GlüStV. Eine Ausweitung auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball ist nicht in Sicht.
Was sich nicht ändern wird: das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 €, die Whitelist als einziger Test einer Erlaubnis, die Wettsteuer von 5,3 %, die Pflicht zur eigenen Verifizierung. Wer sich auf diese Konstanten einstellt, wettet unter klaren Bedingungen.
Was bleibt: die zentralen Punkte für die EM-Wette in Deutschland
Wer in Deutschland auf die EM 2024 oder die EM 2028 wetten will, kann das nur bei einem GGL-lizenzierten Anbieter tun. Die Auswahl ist auf etwa 27 Marken begrenzt, von denen zehn in diesem Vergleich berücksichtigt werden. Die Whitelist vom 2. Oktober 2026 ist der einzige Test einer Erlaubnis.
Wer seine Wette platziert, achtet auf vier Dinge: die Quote (inklusive Marge), den Bonus (inklusive Umsatzbedingungen), die Bedienung (App, Live-Center, Cash-out) und die Limits (gesetzliches Einzahlungslimit, anbieterspezifische Höchstbeträge). Wer einen Bonus annimmt, prüft den Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist, bevor er die erste Einzahlung macht.
Wer auf das nächste Tor, das nächste Satz-Ereignis oder das nächste Tor im Eishockey wetten will, findet das Angebot in der App – die Live-Wette ist auf diese seltenen Ereignisse beschränkt. Wer auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball wetten will, findet das Angebot nicht, weil es nach § 21 Abs. 4 GlüStV nicht erlaubt ist.
Wer die Wettsteuer sparen will, sucht einen Anbieter, der sie schluckt – und nimmt eine leicht niedrigere Quote in Kauf. Wer die Wettsteuer verstehen will, rechnet sie für jedes Modell durch und wählt das Modell, das zur eigenen Wettstrategie passt.
Wer sich selbst schützen will, nutzt OASIS, LUGAS und den Panikbutton. Wer sich selbst oder andere vor Spielsucht schützen will, nutzt die Angebote der BZgA, die Sucht- und Drogenhotline und die Anonymen Spieler.
Wer auf die EM 2028 wetten will, kann ab dem 6. Dezember 2026 in Belfast die Auslosung der Qualifikationsgruppen verfolgen. Die Buchmacher werden ihre Outright-Wetten auf den Turniersieger und die Gruppensieger ab diesem Zeitpunkt anbieten.
Häufige Fragen zur EM-Wette in Deutschland
Welche Wettanbieter dürfen Wetten auf die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland legal anbieten?
Nur Anbieter mit einer Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV 2021, erteilt von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und geführt auf der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Die aktuelle Whitelist mit Stand 2. Oktober 2026 listet rund 27 solcher Anbieter, alle mit .de-Domain. Eine .de-Domain allein ist allerdings noch keine Erlaubnis – entscheidend ist der Eintrag auf der Whitelist.
Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Wettanbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt?
Die Whitelist ist online bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder als PDF verfügbar. Sie listet jeden Veranstalter mit Name, Sitz und Domain auf, zusammen mit der Art der Erlaubnis (Sportwetten, Pferdewetten, virtuelle Automatenspiele) und dem Datum der Erteilung. Wer seinen Anbieter in der Liste findet, kann prüfen, ob die Domain übereinstimmt, ob eine Sportwetten-Erlaubnis vorliegt und seit wann diese gilt.
Findet 2026 eine Fußball-Europameisterschaft statt, und wann sind die letzte und die nächste Endrunde?
2026 findet keine EM statt – das Turnier heißt EM 2024 (14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland, Spanien schlug England im Finale 2:1) und EM 2028 (9. Juni bis 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland, Finale in Wembley). Die Qualifikationsauslosung für 2028 findet am 6. Dezember 2026 in Belfast statt. Wer 2026 wetten will, wettet auf die laufende Qualifikation.
Wie hoch ist das monatliche Einzahlungslimit bei lizenzierten Anbietern, und gilt es für alle Anbieter gemeinsam?
Das gesetzliche Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, kumuliert über alle GGL-lizenzierten Anbieter hinweg. Die Durchsetzung erfolgt über die LUGAS-Limitdatei. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 € ist nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich, eine Selbstauskunft reicht nicht; bis zu 30.000 € sind nur für höchstens ein Prozent der aktiven Kundinnen und Kunden eines Anbieters zulässig.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turnierwette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Sportwettensteuer?
Eine Wette mit Einsatz E und Quote Q bringt im Gewinnfall E × Q ausgezahlt, davon E Einsatz und E × (Q − 1) Reingewinn. Die Wettsteuer von 5,3 % wird beim Veranstalter veranlagt, nicht beim Spielenden; ob und wie der Anbieter sie weitergibt, variiert. Wer 100 € auf Quote 2,10 setzt, erhält im Gewinnfall 210 € ausgezahlt – abzüglich der Steuer, falls der Anbieter sie weiterreicht.
Warum kann keine Quote den Turniersieger sicher vorhersagen, und was sagt sie über die Chancen aus?
Eine Quote ist ein Preis, kein Ausgang. Sie enthält die implizite Wahrscheinlichkeit des Marktes (1/Quote) plus eine Marge, die der Buchmacher einbehält. Eine Quote von 5,00 auf den Turniersieger bedeutet, dass der Markt die Siegchance auf etwa 20 % taxiert – mit einem Abschlag wegen der Marge. Aus den Quoten aller Anbieter ergibt sich die Markteinschätzung, aber kein sicheres Ergebnis. Wer auf den Turniersieger wettet, wettet gegen eine Marge und gegen die eigene Unwissenheit.
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Inhalt erstellt vom Team «paymentwettende.com»
