Wettquoten Europameisterschaft 2026: Was Quoten verraten, bevor ein Ball rollt

Updated Oktober 2026
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Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Ein hell erleuchtetes Stadion aus der Ferne bei Nacht, davor eine stille Straße und ein paar Bäume.
Die Fußball-Europameisterschaft 2028 findet mit 24 Nationen in England, Schottland, Wales und Irland statt; das Finale ist am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London.

Die Fußball-Europameisterschaft 2028 beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale steigt am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion. Wer auf „EM 2026“ sucht, sucht auf ein Turnier, das in diesem Jahr nicht stattfindet. Der Ball ruht in der Qualifikationsphase, die Auslosung der zwölf Gruppen ist für den 6. Dezember 2026 in Belfast angesetzt. Genau dazwischen – ohne Spiel, ohne Anpfiff – werden die Langzeitquoten auf den Titelträger, die Gruppensieger und den Torschützenkönig gesetzt, verschoben und zuweilen gestrichen. Im Folgenden wird erläutert, was eine Quote über die implizite Wahrscheinlichkeit aussagt, wie hoch die Marge eines Marktes ausfällt und welche Regeln für Livewetten in Deutschland gelten, sobald die Endrunde läuft.

Der Stand der EM im Überblick

Im Juni und Juli 2024 trug Deutschland die Endrunde aus: 24 Mannschaften, sechs Vierergruppen, 51 Spiele, am Ende ein 2:1 Spaniens über England im Berliner Olympiastadion. Spanien holte damit den vierten Titel seiner Geschichte, Deutschland steht mit drei Triumphen (1972, 1980, 1996) auf Platz zwei der ewigen Rangliste. Insgesamt erzielten sechs Spieler je drei Tore – Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz – bei einer Gesamtbesucherzahl von 2.681.288. Cristiano Ronaldo führt die Torjägerliste der EM-Geschichte mit 14 Treffern an.

Ein Fußball liegt auf dem Rasen vor einem Tor im Morgennebel, die Netzmaschen sind taufeucht.
Im EM-Finale 2024 am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin besiegte Spanien England mit 2:1 und gewann seinen vierten EM-Titel.

Die Ausgabe 2028 weitet das gewohnte Format aus: Sechs Vierergruppen in der Vorrunde, Achtelfinale vom 24. bis 27. Juni, Viertelfinale am 30. Juni und 1. Juli, Halbfinale am 4. und 5. Juli, Finale am 9. Juli 2028 in London. Ein Spiel um Platz drei gibt es nicht. Gespielt wird in England, Schottland, Wales und Irland – Eröffnungsspiel in Cardiff. Die zwölf Gruppensieger der Qualifikation und die acht besten Gruppenzweiten sind direkt qualifiziert; die Auslosung der Qualifikationsgruppen erfolgt am 6. Dezember 2026 in Belfast.

Wer heute „Wettquoten Europameisterschaft 2026“ eingibt, bekommt zwei Sorten von Quoten zu sehen. Die eine Sorte betrifft die letzte EM, deren Ausgang längst feststeht – und nur noch in Statistiken fortlebt. Die andere Sorte betrifft den kommenden Wettbewerb: Favoritenquoten, die sich mit jeder Verletzung, jedem Länderspiel, jeder Kader-Nominierung verschieben. Welche dieser Quoten ein Anbieter zeigt, hängt davon ab, wann er den Markt öffnet, wie er seine Margen kalkuliert und welche Regeln der deutsche Erlaubnisrahmen ihm dabei setzt.

Rechtslage in Deutschland: GGL-Erlaubnis und Whitelist

Seit dem 1. Juli 2021 bildet der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) den Rahmen für Sportwetten in Deutschland. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV. Sie führt die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, führt Aufsicht nach § 28a und kann Bußgelder verhängen. Die Steuer obliegt nicht der GGL, sondern dem Finanzamt.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Zahlenreihen liegt neben einem Bleistift und einem Smartphone mit dunklem Display auf einem Tisch.
Die Fußball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland mit 24 Mannschaften statt, insgesamt waren es 51 Spiele.

Die Whitelist ist der einzige Test einer gültigen Erlaubnis. Der Datenstand vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis, sowie drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain trägt die Endung „.de“ – doch umgekehrt beweist eine .de-Domain allein nichts. Eine Ersterlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Whitelist zeigt ausschließlich Ausstellungsdaten, kein Enddatum. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis geführt wird, darf Sportwetten annehmen. Eine Slot-Erlaubnis, eine Poker- oder eine Casino-Erlaubnis sind eigenständige Erlaubnisse mit eigenen Regeln.

Was darf überhaupt gewettet werden? Der GlüStV erlaubt Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses, einen Abschnitt davon oder ein Vorkommnis darin – als Einzel- oder Kombinationswette (§ 21 Abs. 1). Nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm zugelassen hat, sind zulässig (§ 21 Abs. 5). Livewetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ im Fußball ist erlaubt, „nächster Satz“ im Tennis ebenfalls; „nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball sind es nicht. Verboten sind Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren – in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurniveau – sowie manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Soziale oder politische Ereignisse sind nicht wettbar.

E-Sports: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sports nicht möglich sind, weil E-Sports nicht als Sport anerkannt wird. Eine lizenzierte E-Sports-Wette existiert in Deutschland nicht. Zu virtuellen Sportwetten ist die Rechtslage nicht abschließend geklärt – schweigen ist hier ehrlicher als eine Aussage, die der Leser nachschlagen müsste.

Die Wettsteuer: §§ 16 bis 25 RennwLottG regeln die Sportwettensteuer mit 5,3 Prozent auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Das entspricht rund 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags (5,3 dividiert durch 105,3). Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spielende (§ 19). Ob und wie ein Anbieter die Steuer an seine Kunden weitergibt, entscheidet er selbst; die Bedingungen stehen in seinen AGB. Die Steuer entsteht auch bei unlizenzierten Anbietern – eine gezahlte Steuer ist kein Beleg für eine Erlaubnis.

Werbung und Boni: Nur Erlaubnisinhaber dürfen Sportwetten bewerben (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele – ausdrücklich nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gelten eigene Regeln: keine Werbung kurz vor oder während einer Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt – Beträge, Umsatzfaktoren und Mindestquoten stehen ausschließlich in den AGB des jeweiligen Anbieters.

Offshore-Anbieter: Wetten ohne deutsche Erlaubnis sind unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten. Strafrechtlich droht dem Veranstalter nach § 284 StGB bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, dem Werbenden bis zu einem Jahr; Spielende können nach § 285 StGB bis zu sechs Monate oder eine Geldstrafe erwarten, wobei Verfolgungen einzelner Spielender bislang nicht festgestellt sind – weder ein Freifahrtschein noch ein Grund zur Dramatisierung. Die GGL kann Verbotsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzsperren anordnen (§ 9).

Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Verträge entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 Euro aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten, mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorerst nicht durchzusetzen. Eine Erstattung ist niemandem versprochen – das ist der laufende Stand eines Verfahrens, keine Garantie.

Ehrliche Gegenüberstellung: Offshore steht ohne Erlaubnis, ohne OASIS, ohne LUGAS, ohne deutschen Rechtsweg – dafür mitunter mit höheren Limits. Whitelist-Anbieter bieten Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber auch das 1.000-Euro-Standardlimit, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur von einem Konto auf den eigenen Namen.

Spielerschutz: OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit

Die Teilnahme an Sportwetten ist in Deutschland ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter ist ein Konto mit vollständiger Verifizierung vorgesehen (§ 6a); vor der Verifizierung darf ein Anbieter das Spielen für höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 Euro und ohne Auszahlungen gestatten.

Das Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1) liegt standardmäßig bei 1.000 Euro pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für eine bestimmte Person ein höheres Limit setzen, wenn dessen Erlaubnis dies erlaubt: bis zu 10.000 Euro, in einer Spanne von 10.000 bis 30.000 Euro für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden, jeweils nur gegen nachweisbare Einkommens- oder Vermögensbelege. Eine Selbsterklärung genügt nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Parallelspiel ist verboten (§ 6h, Aktivitätsdatei).

OASIS (§§ 8, 8a) ist die bundesweite Sperrdatei und wird bei Registrierung und Login geprüft. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die Person eine Frist benannt hat, ansonsten mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angebunden.

Zahlungen (§ 6b Abs. 4) sind nur von einem Zahlungskonto zulässig, das auf den Namen der spielenden Person lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind verboten – genau die Mechanik, die Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen von lizenzierten deutschen Anbieter ausschließt. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, entscheidet er selbst; belastbar ist nur, was in seinen AGB steht. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6, 7).

Boni und Freiwetten: Was die Aktion wirklich kostet

Ein „Willkommensbonus“ auf eine Einzahlung klingt nach geschenktem Geld. Er ist keines. Hinter jeder Aktion steht ein Vertrag, der die Auszahlung an Bedingungen knüpft: Mindestquote, Umsatzfaktor, Frist, oft eine Höchstgrenze für Gewinne aus einer Gratiswette. Wer den Werbeversprechen die AGB gegenüberstellt, sieht den wahren Preis. Marketingbegriffe wie „risikofrei“ oder „100 Prozent Bonus“ beschreiben Werbeformen, keine Mechaniken – eine „risikofreie“ Wette, die im Verlustfall als Freiwette erstattet wird, ist kein Geld zurück, sondern ein neuer Wettschein mit eigenen Bedingungen.

Was bei Turnierboni zählt, ist die Quote. Eine Gratiswette auf den Europameister mit Mindestquote 2,00 trägt erst dann Früchte, wenn die Quote über dieser Schwelle liegt. Liegt sie darunter, zählt der Tipp nicht zum Umsatz – und der Bonus verfällt. Ebenso entscheidend ist der Umsatzfaktor: Wer einen Bonus von 100 Euro mit dem Faktor 5 freispielen muss, setzt 500 Euro an qualifizierenden Wetten um, ehe eine Auszahlung möglich ist. Bei 5,3 Prozent Wettsteuer und einer angenommenen durchschnittlichen Marge von 5 Prozent kostet das rund 25 Euro an erwartetem Verlust – eine Schätzung, kein Versprechen, weil der reale Verlust von der getippten Marge abhängt.

Die Frist ist der Punkt, an dem die meisten Bonusangebote still sterben. Wer 30 Tage Zeit hat und in der zweiten Woche auf das Achtelfinale wartet, läuft Gefahr, dass die Aktion verfällt, während die K.-o.-Runde noch läuft. Die Höchstgrenze für Gewinne aus einer Gratiswette – oft das Fünf- bis Zehnfache des Gratiswetten-Werts – schneidet denkbare Auszahlungen ab. Kombiwetten, Systemwetten und Cashout sind häufig ganz ausgeschlossen, sobald ein Bonus aktiv ist.

Wer auf „EM-Sportwetten-Bonus“ oder „EM-Gratiswette“ stößt, sollte zuerst lesen, was die Aktion vom eigenen Geld unterscheidet. Die Wettsteuer wird in der Regel vom Einsatz oder vom Gewinn abgezogen, je nach Anbieter – ein weiterer Grund, das Kleingedruckte zu öffnen, bevor der Schein abgegeben wird.

Wett-Apps: Verifizierung und Limits unterwegs

Eine Wett-App eines lizenzierten Anbieters zeigt dieselben Quoten wie die Webseite und verlangt dieselbe Verifizierung. App Stores listen die Anbieter unter den Namen ihrer Betreiber: die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten und nennt in der Beschreibung den Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die App „Betway Sports Live Sportwetten“ bewirbt den Cash Out über das grüne Symbol unter „Meine Wetten“ sowie den Wettkonfigurator für einzelne Fußballspiele und den Konfigurator+ für Auswahlen aus mehreren Partien.

Was die App nicht ändert, ist der Spielerschutz. Die Anbindung an OASIS und LUGAS läuft im Hintergrund; eine Einzahlung in der App zählt genauso gegen das 1.000-Euro-Monatslimit wie eine Einzahlung am Desktop. Eine Auszahlung wird erst nach Ende des Ereignisses freigegeben – die App verkürzt keine Fristen. Wer unterwegs setzt, sollte das Gerät zusätzlich sichern: kein Auto-Login, getrennte Passwörter, die Sperrdatei bleibt aktiv, auch wenn die App gerade geöffnet ist.

Livewetten und Cashout: Was in Deutschland erlaubt ist

Livewetten auf eine laufende EM-Partie sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis und auf wenige Ausnahmen erlaubt: das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis. „Nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball sind nicht zulässig. Wer in einer lizenzierten App live tippt, bekommt diese Märkte zu sehen, weil der Anbieter sich an den GGL-Rahmen hält. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zeigt mitunter deutlich mehr – und bewegt sich damit im unerlaubten Bereich.

Während eines laufenden Spiels verändern sich die Quoten im Sekundentakt. Die Marge bleibt im Hintergrund, der Preis auf dem Bildschirm folgt. Wer live auf das nächste Tor setzt, akzeptiert die Quote, die der Anbieter in dem Moment anbietet – und die enthält denselben Sicherheitsaufschlag wie jede andere Wette.

Cashout ist kein Gesetz, sondern eine Funktion des Anbieters. Sie erlaubt es, eine offene Wette vor dem Ende des Ereignisses zu einem vom Anbieter festgelegten Wert zurückzukaufen. Wann dieser Wert verfügbar ist und wie er berechnet wird, regelt der Anbieter in seinen AGB. Es gibt keine GGL-Vorschrift zu Cashout – was im Wettschein als „Cashout verfügbar“ erscheint, ist Verhandlungssache zwischen Spielendem und Anbieter, nicht zwischen Spielendem und einem deutschen Standard.

Wichtig für das Verständnis: Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Wer eine Wette per Cashout vorzeitig glattstellt, erhält den angezeigten Betrag – ohne dass der Ausgang des Spiels anschließend noch nachwirkt.

Tipps und Strategie: Warum „der Tipp“ eine Quote ist, kein Orakel

Wer nach „EM-Wetttipps“ sucht, findet Analysen zu Kader, Form, Verletzungen und Wahrscheinlichkeiten. Diese Einschätzungen sind genau das, was sie sind: Einschätzungen. Eine Quote von 4,00 auf den Titelträger Spanien bedeutet, dass der Anbieter eine implizite Wahrscheinlichkeit von etwa 25 Prozent sieht (1 geteilt durch 4,00). Addiert man die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Favoriten, ergibt sich eine Summe von über 100 Prozent – die Differenz ist die Marge, die der Anbieter einbehält. Wer auf einen Außenseiter setzt, akzeptiert diese Marge bewusst: Der Buchmacher hat seine Sicherheit eingepreist, der mögliche Gewinn ist entsprechend höher, der erwartete Verlust ebenfalls.

Langzeitquoten sind besonders anfällig für Bewegungen. Eine Verletzung des Top-Stürmers, eine Sperre im Mittelfeld, ein Trainerwechsel – jeder dieser Auslöser verschiebt die Quoten ein Stück. Wer früh auf einen Außenseiter setzt, wettet gegen den Markt zu einem Zeitpunkt, an dem die Information noch nicht eingepreist ist. Wer spät setzt, kauft eine Quote, die das aktuelle Bild widerspiegelt. Welche Strategie trägt, hängt davon ab, ob der eigene Informationsvorsprung real ist oder nur das Gefühl davon.

Prognosen für eine Europameisterschaft sind das eine; ein System, das Turniersieger vorhersagt, das andere. Niemand kann das Ergebnis eines Spiels kennen, bevor es angepfiffen ist. Wer eine Empfehlung liest, sollte fragen, womit sie begründet wird – Quote, Kader, Statistik – und welchen Preis der Tipp kostet, gemessen an der angebotenen Quote. Was bleibt, ist die Eigenverantwortung: Ein- und Auszahlungen laufen über das eigene Bankkonto, das 1.000-Euro-Limit zählt über alle Anbieter, und OASIS kennt weder Gewinner noch Verlierer.

Wettquoten verstehen: Marge, implizite Wahrscheinlichkeit und das Beispiel eines Marktes

Eine Quote ist mehr als eine Zahl. Sie enthält zwei Dinge: die Einschätzung des Anbieters, wie wahrscheinlich ein Ausgang ist, und die Marge, die er sich dafür bezahlen lässt. Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ist 1 geteilt durch die Quote – aus 2,50 wird 0,40 oder 40 Prozent. Werden die Quoten aller möglichen Ausgänge eines Marktes addiert und in Wahrscheinlichkeiten umgerechnet, ergibt sich eine Summe von über 100 Prozent. Die Differenz zu 100 Prozent ist die Marge des Marktes – der Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Euro durchschnittlich einbehält.

Nehmen wir als Beispiel einen fiktiven 1X2-Markt mit drei Quoten – Heimsieg 2,10, Unentschieden 3,40, Auswärtssieg 3,60. Diese Zahlen sind ein Beispiel, kein zitiertes Angebot. Die Berechnung:

Die Summe der Quoten-Wahrscheinlichkeiten liegt bei rund 1,0480 oder 104,80 Prozent. Die Auszahlungsquote des Marktes – der Anteil, den der Anbieter an die Spielenden zurückgibt – liegt bei 1 geteilt durch 1,0480, also bei rund 95,42 Prozent. Die Marge dieses Marktes liegt entsprechend bei rund 4,58 Prozent. Das ist die Spanne, in der sich ein Turniermarkt bei einem lizenzierten Anbieter üblicherweise bewegt: ein paar Prozentpunkte Marge auf jedes Spiel. Wer auf das Unentschieden setzt, lässt sich die geringe Wahrscheinlichkeit mit einer höheren Quote bezahlen – der erwartete Verlust ist dabei über alle Ausgänge hinweg derselbe.

Ein reiner Dreiweg-Markt mit 95 Prozent Auszahlung ist für Spielende einer der besseren Märkte. Andere Märkte – Handicap, Über/Unter, Kombiwetten – tragen höhere Margen, oft zwischen 6 und 10 Prozent. Wer mehrere Auswahlen kombiniert, vervielfacht die Margen der einzelnen Beine zu einer kombinierten Marge, die mit jeder Auswahl steigt. Eine Vierer-Kombi auf vier 1X2-Märkte mit je 5 Prozent Marge trägt effektiv eine Marge von rund 18,5 Prozent – der Anbieter behält von jedem Euro Einsatz fast 19 Cent. Das ist kein Argument gegen Kombiwetten, aber eine Erinnerung daran, dass jede zusätzliche Auswahl ihren Preis hat.

Langzeitquoten auf den Europameister sind Ausreißer nach oben. Die Zahl der möglichen Ausgänge ist hoch, die Marge entsprechend größer. Wer auf den Turniersieger setzt, akzeptiert einen niedrigeren Auszahlungsanteil als im Einzelspiel – und braucht entsprechend mehr Information, um die Marge zu schlagen.

Sportwetten und Turniere: Was die Buchmacher zur EM 2028 anbieten werden

Zur Endrunde 2028 werden die lizenzierten Anbieter voraussichtlich ein umfangreiches Programm öffnen: Gruppensieger, Gruppenspiele, K.-o.-Runden, Torschützenkönig, Spieler des Turniers, Sonderwetten auf Anzahl der Tore, Karten oder Elfmeter. Welche Märkte im Einzelfall verfügbar sind, regelt der GlüStV über das Sportwettprogramm der GGL – und jeder Anbieter entscheidet selbst, welche der zulässigen Märkte er anbietet.

Die Qualifikation zur EM 2028 läuft seit dem 6. Dezember 2026 in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams. Die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt. In dieser Phase zeigen die Anbieter vor allem Langzeitquoten auf den Titelträger, Quoten auf die Qualifikation einzelner Teams und – sobald die Gruppen ausgelost sind – Quoten auf Gruppensieger und Gruppenspiele. Livewetten auf Qualifikationsspiele folgen denselben Regeln wie Livewetten auf das Turnier: nur Endergebnis und wenige Ausnahmen.

Was Buchmacher zur EM anbieten, ändert sich auch mit der Berichterstattung. Wer den „Wettkonfigurator“ eines Anbieters nutzt, kombiniert mehrere Märkte eines Spiels zu einer Wette – Tore, Karten, Torschützen. Diese Funktion ist anbieterseitig, nicht im GlüStV geregelt. Wer auf eine Europameisterschaft tippt, sollte das Wettprogramm kurz vor dem Turnier prüfen: Anbieter erweitern ihr Angebot oft tagesaktuell und nehmen Märkte nach den ersten Spielen wieder heraus, sobald sich die K.-o.-Runden formieren.

Lizenzierte Anbieter im Vergleich: Wer in Deutschland EM-Wetten annehmen darf

Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter, die auf der Whitelist der GGL mit Stand 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Reihenfolge ist alphabetisch – nicht gewertet, nicht empfohlen. Welche Quote, welcher Markt, welches Angebot der einzelne Anbieter zeigt, ist Sache des Anbieters und gehört in seine AGB, nicht in eine Whitelist-Zeile.

Anbieter GGL-Whitelist-Status Erlaubnis seit
Betano Whitelist-Eintrag, Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Betway Whitelist-Eintrag, Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Betway Limited 09.03.2021
bwin Whitelist-Erlaubnis, Inhaber bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
DAZN Bet Whitelist-Erlaubnis, Inhaber DZBT Operations Limited 22.08.2023
NEO.bet Whitelist-Erlaubnis, Inhaber Greenvest Betting Limited 09.10.2020
bpremium Whitelist-Erlaubnis, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
bet365 Whitelist-Erlaubnis, Inhaber Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
bet-at-home Whitelist-Erlaubnis, Inhaber Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
Winamax Whitelist-Erlaubnis, Inhaber WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
Bet3000 Whitelist-Erlaubnis, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026

Die erste Spalte zeigt den Markennamen. Die zweite Spalte trägt den Status aus der Whitelist zusammen mit der Körperschaft, die die Erlaubnis hält – die mal als Limited, mal als Société anonyme firmiert und in den meisten Fällen in Malta sitzt. Die dritte Spalte nennt das Datum der Ersterlaubnis; eine Folgeerlaubnis ist in mehreren Fällen im Jahr 2022 erteilt worden, das Datum auf der Whitelist ist das der Ersterlaubnis. Wer bei einem Anbieter wettet, sollte vor der ersten Einzahlung den eigenen Eintrag in der Whitelist prüfen – die Liste wird gepflegt, Domains ändern sich, Erlaubnisse können erlöschen.

Betano: Kombinierte Märkte und Live-Streaming im Programm

Betano wird auf der Whitelist unter der Betkick Sportsbetting Limited geführt; die Ersterlaubnis datiert auf den 19. Februar 2021. Die App im Apple App Store nennt den Bet Builder, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen, den Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, den Tennis-Grand-Slams, der NBA, der EuroLeague und der NFL. Für EM-Tipps bedeutet das: Wer auf eine konkrete Spielstatistik setzen will, kombiniert sie im Bet Builder zu einer Wette. Wer eine offene Wette vor dem Ende glattstellen will, nutzt Cashout zu den Bedingungen des Anbieters. Die Wettsteuer-Regelung des Anbieters – ob sie vom Einsatz, vom Gewinn oder intern verrechnet wird – ist in den AGB geregelt und sollte vor der ersten Einzahlung gelesen werden.

Wer bei Betano auf die EM 2028 setzt, findet voraussichtlich das gewohnte Turnierprogramm: Langzeitquoten auf den Sieger, Gruppensieger, Gruppenspiele, K.-o.-Runden, Torschützenkönig. Die Marge variiert von Markt zu Markt und ist nirgends offiziell ausgewiesen – ein Blick auf mehrere Spiele vor dem Turnier zeigt, wo der Anbieter seine Sicherheit einpreist. Für Spielende, die gerne kombinieren und Live-Quoten verfolgen, ist Betano eine Anlaufstelle unter den lizenzierten Anbietern.

Betway: Wettkonfigurator für Einzel- und Mehrfachspiele

Betway steht mit der Betway Limited auf der Whitelist, Ersterlaubnis 9. März 2021. Die App bewirbt den Cash Out über das grüne Symbol unter „Meine Wetten“: Der Wert der offenen Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teilbetrag. Dazu kommt der Wettkonfigurator für Fußballspiele sowie der Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Wette zusammenfügt. Beide Funktionen sind anbieterseitig, die Regeln stehen in den AGB.

Für EM-Tipps heißt das: Eine Wette auf „Spanien gewinnt das Turnier und Kane wird Torschützenkönig“ ist beim Konfigurator+ denkbar, sofern die Quoten die Mindestquote erfüllen. Cashout erlaubt es, eine offene Langzeitwette zu jedem Zeitpunkt zu einem vom Anbieter festgelegten Wert zu schließen – etwa nach dem Halbfinale, wenn die Wahrscheinlichkeit auf den Titel gestiegen ist. Welcher Cashout-Wert in welcher Spielsituation angeboten wird, hängt vom Anbieter ab und ist Verhandlungssache, nicht Standard. Wer mit Betway wettet, sollte die Wettsteuer-Regelung prüfen und Cashout-Bedingungen verstehen, bevor ein Schein mit hoher Quote platziert wird.

bwin: Einer der ersten lizenzierten Anbieter in Deutschland

bwin steht mit der bwin (Deutschland) Limited auf der Whitelist, Ersterlaubnis 9. Oktober 2020. bwin gehört zu den ersten Anbietern, die unter dem GlüStV 2021 eine deutsche Erlaubnis erhalten haben. Das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und weitere Sportarten; auf die EM 2028 wird bwin voraussichtlich das gewohnte Turnierpaket anbieten – Gruppenspiele, K.-o.-Runden, Torschützenkönig, Sonderwetten.

Wer bei bwin auf den Europameister setzt, sollte die Marge der Langzeitquoten im Blick behalten. Turniersieger-Märkte tragen wegen der vielen möglichen Ausgänge eine höhere Marge als einzelne Spiele. Eine Quote von 7,00 auf einen Außenseiter klingt verlockend, bedeutet aber eine implizite Wahrscheinlichkeit von etwa 14 Prozent – und die 86 Prozent, die der Anbieter auf der anderen Seite einnimmt, verteilen sich auf alle anderen möglichen Sieger. bwin verlangt eine vollständige Verifizierung vor der Auszahlung, OASIS und LUGAS sind angebunden, das 1.000-Euro-Standardlimit gilt.

DAZN Bet: Sportwetten des Streaming-Anbieters

DAZN Bet wird auf der Whitelist unter der DZBT Operations Limited geführt, Ersterlaubnis 22. August 2023. Der Anbieter gehört zum Streaming-Dienst DAZN und nutzt dessen Sportrechte als Hintergrund für sein Wettangebot. Für EM-Tipps bedeutet das: Wer ohnehin Fußball über DAZN schaut, hat Wettquoten und Stream auf demselben Bildschirm – oder zumindest aus einer Hand.

DAZN Bet ist vergleichsweise jung auf dem deutschen Markt. Die Wettsteuer-Regelung, das Bonusprogramm und das Livewetten-Angebot sind Sache des Anbieters und sollten vor der ersten Einzahlung gelesen werden. Die Verifizierung läuft nach demselben Standard wie bei allen Whitelist-Anbietern: Ausweis, Adresse, Zahlungskonto auf den eigenen Namen. Die Whitelist-Erlaubnis gilt ausschließlich für den Anbieter; eine DAZN-Subskription allein berechtigt nicht zur Wettabgabe.

NEO.bet: Anbieter mit Folgeerlaubnis

NEO.bet wird auf der Whitelist unter der Greenvest Betting Limited geführt, Ersterlaubnis 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022. NEO.bet positioniert sich im deutschen Markt als Anbieter mit Fokus auf Fußball und Turnierwetten. Das Wettprogramm zur EM 2028 wird voraussichtlich das Standardpaket enthalten – Gruppenspiele, K.-o.-Runden, Torschützenkönig.

Die Folgeerlaubnis vom Dezember 2022 bedeutet, dass der Anbieter die erste Fünf-Jahres-Periode seiner Erlaubnis erfolgreich durchlaufen hat und unter dem GlüStV 2021 weiter aktiv ist. Für Spielende zählt: vollständige Verifizierung, OASIS-Anbindung, 1.000-Euro-Standardlimit. Welche Quote NEO.bet auf den Europameister setzt, hängt vom Anbieter ab – die Marge ist nirgends ausgewiesen, ein Vergleich mit anderen Whitelist-Anbietern zeigt, wo NEO.bet günstig oder teuer kalkuliert.

bpremium: Marke der Ladbrokes-Gruppe

bpremium wird auf der Whitelist unter der Ladbrokes (Deutschland) Limited geführt, Ersterlaubnis 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 21. Dezember 2022. Die AGB datieren auf den 3. April 2023. bpremium gehört zur internationalen Entain-Gruppe, die auch Ladbrokes und bwin unter ihrem Dach vereint. Für deutsche Spielende zeigt sich der Anbieter als eigenständige Marke mit eigenem Wettprogramm.

Die Frage „Wo wird die EM 2028 übertragen?“ ist eine andere als „Wer zeigt die besten Quoten?“. bpremium konkurriert mit den übrigen Whitelist-Anbietern um Margen, Bonusbedingungen und Livewetten-Funktionen. Eine Wette auf den Europameister trägt bei bpremium dieselbe Marge wie bei jedem anderen Anbieter auf demselben Markt – und genau dort liegt der Vergleich. Wer vor der EM Anbieter vergleicht, schaut auf die Quote, die Bedingungen und die Verfügbarkeit von Märkten, nicht auf den Markennamen.

bet365: Schwergewicht unter den Whitelist-Anbietern

bet365 wird auf der Whitelist unter der Hillside (Europe) ENC geführt, Ersterlaubnis 9. Oktober 2020. bet365 ist einer der größten Sportwetten-Anbieter weltweit und gehört zu den ersten Adressen auf dem deutschen Whitelist-Markt. Das Wettprogramm zur EM 2028 wird voraussichtlich breit ausfallen – von Langzeitquoten auf den Sieger bis zu Spezialwetten auf einzelne Spielstatistiken.

Wer bei bet365 auf die EM setzt, sollte das Livewetten-Angebot beachten: Die deutschen Regeln beschränken Livewetten auf das Endergebnis und wenige Ausnahmen. bet365 zeigt nur diese zulässigen Märkte; ein Blick in das Sportwettprogramm kurz vor dem Turnier zeigt, welche Spiele mit welcher Tiefe angeboten werden. Die Wettsteuer wird vom Anbieter nach eigener Regelung behandelt, die Cashout-Funktion gehört zum Standard. Für Spielende, die ein umfangreiches Programm mit etablierter Marke suchen, ist bet365 auf der Whitelist eine Adresse – der Vergleich mit den übrigen neun Anbietern zeigt, wo bet365 bei welchen Märkten vorne oder hinten liegt.

bet-at-home: Anbieter mit Erlaubnis seit 2020

bet-at-home wird auf der Whitelist unter der Bet-at-home.com Internet Limited geführt, Ersterlaubnis 2. November 2020, Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022. Der Anbieter ist seit langem auf dem deutschsprachigen Markt aktiv und gehört zu den ersten Erlaubnisinhabern unter dem GlüStV 2021. Die Whitelist führt zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022 – eine eigene Erlaubnis, die mit der Sportwetten-Erlaubnis nichts zu tun hat.

Für EM-Wetten gilt die Sportwetten-Erlaubnis: vollständige Verifizierung, OASIS, LUGAS, 1.000-Euro-Standardlimit. Welche Märkte bet-at-home zur EM 2028 anbietet, ist Sache des Anbieters. Die Bonusbedingungen, Cashout-Regelung und Wettsteuer-Behandlung stehen in den AGB und sollten vor der Einzahlung gelesen werden. Wer einen Anbieter mit langer Historie und deutscher Erlaubnis sucht, findet bet-at-home auf der Whitelist – der Vergleich zeigt, ob Quote, Marktangebot und Bedingungen zu den eigenen Vorstellungen passen.

Winamax: Anbieter mit Null-Wettsteuer-Werbung

Winamax wird auf der Whitelist unter der WINAMAX (Société anonyme) geführt, Ersterlaubnis 29. Juni 2021, Folgeerlaubnis 8. Dezember 2022. Der Anbieter bewirbt im Footer seiner Website eine Wettsteuer von 0 Prozent und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Studie ist Eigenwerbung mit benanntem Datenpunkt – ein konkreter Vergleich gegen andere deutsche Anbieter steht dort nicht.

Winamax bietet mit Winamax TV Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von der NBA und der NFL im eigenen Kundenkonto. Für EM-Wetten ist das Hintergrund: Wer ohnehin Spiele im Winamax-Konto schaut, hat die Quote daneben. Welche Märkte Winamax zur EM 2028 öffnet, regelt der Anbieter. Die Werbung mit „besten Quoten“ ist ein Wettbewerbsargument und kein amtlicher Befund.

Bet3000: Anbieter mit Ersterlaubnis 2026

Bet3000 wird auf der Whitelist unter der I.B.C. Sportsbetting Limited geführt, Ersterlaubnis 22. April 2026. Damit ist Bet3000 der jüngste Erlaubnisinhaber im Vergleich – die Erlaubnis ist im laufenden Jahr erteilt worden. Vor diesem Datum war Bet3000 in Deutschland nicht in der Form lizenziert, wie es der GlüStV 2021 verlangt. Wer die Marke kennt, kennt sie aus dem stationären Wettgeschäft; die Online-Erlaubnis ist neu.

Die Frage, ob ein frisch lizenzierter Anbieter zur EM 2028 ein vollständiges Turnierprogramm zeigt, beantwortet erst das Programm selbst. Erste Erlaubnis heißt nicht automatisch voller Markt; ein Blick in das Wettprogramm kurz nach der Eröffnung zeigt, welche Spiele und Märkte angeboten werden. Die Wettsteuer-Regelung, Cashout-Bedingungen und Bonusprogramm sind Sache des Anbieters und in den AGB nachzulesen. Für Spielende, die einen Anbieter mit frischer Erlaubnis suchen, ist Bet3000 auf der Whitelist eine Adresse – der Vergleich mit den übrigen Anbietern zeigt, ob Quote und Bedingungen mithalten.

Häufige Fragen zur Wettquote bei der Europameisterschaft

Findet in diesem Jahr eine Fußball-Europameisterschaft statt und wann ist die nächste?

In diesem Jahr findet keine Fußball-Europameisterschaft statt; das Turnier wird alle vier Jahre ausgetragen. Die letzte Endrunde war die EM 2024 in Deutschland vom 14. Juni bis 14. Juli 2024, die nächste ist die EM 2028 in England, Schottland, Wales und Irland vom 9. Juni bis 9. Juli 2028, das Finale steigt am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist für den 6. Dezember 2026 in Belfast angesetzt.

Wo wird die EM 2028 ausgetragen und wie ist der Turnierplan aufgebaut?

Die EM 2028 wird in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen, das Eröffnungsspiel findet am 9. Juni 2028 in Cardiff statt. 24 Mannschaften spielen in sechs Vierergruppen die Vorrunde, es folgen Achtelfinale (24. bis 27. Juni), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli) und Finale am 9. Juli 2028 in London. Ein Spiel um Platz drei findet nicht statt.

Wie lassen sich Langzeitquoten auf den Europameister lesen?

Eine Langzeitquote von 5,00 auf einen Titelanwärter bedeutet eine implizite Wahrscheinlichkeit von etwa 20 Prozent (1 geteilt durch 5,00). Werden die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller möglichen Sieger addiert, ergibt sich eine Summe von über 100 Prozent, die Differenz ist die Marge des Anbieters. Wer auf einen Außenseiter setzt, akzeptiert eine geringere Auszahlungsquote als im Einzelspiel, und die Quote bewegt sich mit jeder Verletzung, Sperre und Nominierung bis zum Turnierbeginn.

Wer gewann die EM 2024 und was lässt sich daraus für Favoritenquoten ableiten?

Die EM 2024 gewann Spanien durch ein 2:1 im Finale gegen England am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion, es war der vierte EM-Titel für Spanien. Deutschland steht mit drei Titeln (1972, 1980, 1996) auf Platz zwei der ewigen Rangliste. Favoritenquoten auf den kommenden Europameister orientieren sich an Kaderstärke, Form und Turniererfahrung; eine erfolgreiche Qualifikation und ein starker Auftakt verschieben die Quote, eine Verletzung des Schlüsselspielers bewegt sie in die andere Richtung.

Welche Livewetten sind bei Turnierspielen in Deutschland erlaubt?

Livewetten auf eine laufende Partie sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis und auf wenige Ausnahmen erlaubt, etwa das nächste Tor im Fußball oder den nächsten Satz im Tennis. „Nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball sind nicht zulässig. Wetten auf Minderjährigen- oder Amateursport, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße sind verboten. Ein lizenzierter Anbieter zeigt nur diese zulässigen Live-Märkte, ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bewegt sich außerhalb dieses Rahmens.

Woran lässt sich erkennen, ob ein Wettanbieter für die EM eine deutsche Erlaubnis hat?

Die offizielle Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ist der einzige Test einer gültigen Erlaubnis. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert und enthält ausschließlich Domains mit gültiger Sportwetten-Erlaubnis; eine .de-Domain allein beweist nichts. Wer auf der Whitelist steht, unterliegt dem GlüStV 2021, ist an OASIS und LUGAS angebunden, wickelt Zahlungen über ein Konto auf den eigenen Namen ab und hält das 1.000-Euro-Standardlimit pro Monat ein. Wer nicht auf der Liste steht, ist per Definition unerlaubt – die Rechtslage dazu ist im vorherigen Abschnitt ausgeführt.

Inhalt erstellt vom Team «paymentwettende.com»