Online auf Handball wetten: Märkte, Quoten und die Rechnung hinter dem Bonus
*Datenstand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.*
Wer in Deutschland auf Handball wetten will, betritt einen Markt, der kleiner wirkt, als er ist. Die Bundesliga startet mit achtzehn Mannschaften in die Saison 2026/27, der SC Magdeburg ist als Titelverteidiger in die Spielzeit gegangen, der THW Kiel trägt als Rekordmeister seinen dreiundzwanzigsten Titel im Wappen. Lizenzierte Wettanbieter führen Handball längst nicht als Randprogramm, sondern als eigenes Wettangebot mit Handicap, Toren und Live-Märkten. Was diesen Markt von anderen unterscheidet, ist weniger der Sport als das, was ihn umgibt: eine Erlaubnis, die nur auf der amtlichen Whitelist verbrieft ist, ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 €, das jedes Bonusangebot überdauert, und eine Livewetten-Regel, die in laufenden Spielen kaum mehr als das Endergebnis übrig lässt.

Was eine Prognose trägt – und woran sie scheitert
Eine Handball-Prognose beginnt selten beim Tipp selbst. Sie beginnt bei der Form der Mannschaft über die letzten Spiele, beim Torquotient der Hin- und Rückserie, beim Kaderstand vor dem Anpfiff und bei der Heim-Auswärts-Bilanz beider Teams. Wer Champions-League-Spiele lesen will, schaut auf die Gruppenphase und das Tempo der Spitzenteams; wer die Bundesliga liest, achtet auf die Belastung in europäischen Wochen. All das ist Ausgangsmaterial, keine Antwort.
Eine Quote, die ein Wettanbieter anbietet, ist eine Wahrscheinlichkeitsaussage – die implizierte Wahrscheinlichkeit steckt in der Quote selbst, vermindert um die Marge, die der Anbieter einbehält. Wer „Heimsieg“ tippt, wettet gegen diese Quote, nicht gegen die Mannschaft. Liegt der eigene Tipp deutlich über der implizierten Wahrscheinlichkeit, hat der Tipp einen Wert; liegt er darunter, ist er ein schlechtes Geschäft, auch wenn er gewinnt. Das Handwerk der Handball-Prognose besteht darin, diese Marge im Vergleich zur eigenen Einschätzung zu bewerten.
Vier Bausteine tragen jede belastbare Einschätzung. Erstens die aktuelle Form: Wie hat die Mannschaft die letzten fünf Pflichtspiele bestritten, mit welchem Torverhältnis, gegen welche Gegner? Zweitens der Torquotient: Eine Mannschaft, die im Schnitt 31 Tore wirft und 28 kassiert, hat ein anderes Profil als eine, die bei 27 zu 27 steht – vor allem in Handicap-Märkten und bei der Über/Unter-Tore-Wette. Drittens der Kader: Verletzungen und Sperren wirken im Handball wegen der Rotationsbreite weniger als im Fußball, aber ein Ausfall auf der Mittelposition verändert das Angriffsspiel spürbar. Viertens die Heim-Auswärts-Bilanz: In der Bundesliga gewinnen Gastgeber weiterhin klar häufiger als Auswärtsteams, gerade in den Abstiegsduellen.
Hinzu kommen Belastungsfaktoren, die im Profi-Handball selten fehlen. Eine Mannschaft, die am Mittwoch in der Champions League antritt und am Sonntag in der Liga, spielt zwei Tage später mit anderen Beinen als eine, die ihre Woche frei hatte. Bei WM- und EM-Turnieren addiert sich der Reise-Stress; in der Gruppenphase sind die Leistungsunterschiede zwischen den Spielen oft kleiner, in der K.-o.-Runde wachsen sie. Wer das nicht beachtet, wettet auf den falschen Verein.
Was eine Prognose nicht liefern kann, ist Sicherheit. Die gleiche Mannschaft kann dasselbe Spiel zwei Wochen hintereinander mit fünf Toren Unterschied gewinnen oder verlieren, ohne dass sich am Personal etwas geändert hätte. Wer das ignoriert, fängt an, nach Mustern zu suchen, die nur der Zufall hergibt. Deshalb endet jede vernünftige Einschätzung dort, wo der Tipp beginnt – als Wette gegen eine Quote, nicht als Vorhersage eines Ergebnisses.
Wettmärkte und ihre Quoten: was die Zahl über das Spiel verrät
Handball bietet drei große Märkte, an denen sich die meisten Wettangebote aufhängen: die Siegwette, die Handicap-Wette und die Über/Unter-Tore-Wette. Wer diese drei versteht, hat das Rüstzeug, das in einem Bundesligaspiel zwischen Kiel und Magdeburg genauso trägt wie in einem WM-Viertelfinale.
Die Siegwette (1/X/2) ist die einfachste Form. Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg – drei Ausgänge, drei Quoten. Das Unentschieden ist im Handball seltener als im Fußball, weil Spiele häufiger entschieden werden, aber bei Spitzenspielen, in denen zwei ähnlich starke Mannschaften aufeinandertreffen, bleibt es als Quote stehen. Wer auf das Unentschieden setzt, akzeptiert eine kleinere Auszahlung als beim Favoriten, weil der Wettanbieter den Ausgang für wahrscheinlicher hält.
Die Handicap-Wette gleicht Kräfteunterschiede aus. Ein Anbieter gibt einem klaren Favoriten ein Handicap von -2,5 Toren; diese Mannschaft muss also mit mindestens drei Toren Differenz gewinnen, damit die Wette aufgeht. Steht am Ende 30:27, hat der Favorit gewonnen, aber nicht das Handicap – die Wette ist verloren. Handicap-Märkte sind für jene Wettende interessant, die eine klare Stärkeneinschätzung haben, aber keine ausreichend hohe Siegquote finden.
Die Über/Unter-Tore-Wette setzt auf die Gesamtzahl der Tore. Üblich sind Linien bei 55,5 oder 56,5 Toren – alles über der Linie ist „über“, alles darunter „unter“. Wer das Torprofil zweier Mannschaften kennt, sieht hier oft den rationalsten Markt, weil der Anbieter weniger Informationen hat als über die reine Siegwahrscheinlichkeit. Allerdings gilt auch hier: Die Linie spiegelt die Einschätzung des Hauses, und die eigene Einschätzung muss darüber liegen, damit die Wette einen Wert hat.
Hinzu kommen Halbzeit-Märkte (Sieger der ersten oder zweiten Hälfte), Wetten auf den nächsten Torreffer in laufenden Spielen – in Deutschland für Handball nur eingeschränkt erlaubt – und die Siegerwetten auf einzelne Spieler, etwa den Torschützenkönig einer Liga oder eines Turniers. Sie sind Sondermärkte mit eigenen Regeln und oft eingeschränktem Angebot.
Was jede Quote enthält, ist die Marge des Anbieters. Sie ist der Anteil jedes eingesetzten Euros, den der Wettanbieter im Durchschnitt behält – bezahlt von allen Wettenden zusammen, unabhängig davon, wer gewinnt. Eine Marge von fünf Prozent bedeutet, dass von 100 €, die auf einen Markt gesetzt werden, im Schnitt 95 € als Gewinne ausgezahlt und 5 € als Buchmachergewinn einbehalten werden. Bei Bundesligaspielen liegt die Marge erfahrungsgemäß im niedrigen einstelligen Bereich, bei exotischeren Märkten deutlich höher.
Wie viel Marge in einer Quote steckt, lässt sich an einem konstruierten Beispiel zeigen. Angenommen, ein Anbieter bietet auf eine fiktive Partie mit nur zwei möglichen Ausgängen – ohne Unentschieden – die Quoten 1,90 und 1,90 an. Dann errechnet sich der Auszahlungsanteil als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Quoten: 1 geteilt durch (1/1,90 + 1/1,90) ergibt 0,95 oder 95 Prozent. Die Marge ist die Differenz zu 100 Prozent, also 5 Prozent. Bei realen Drei-Wege-Märkten und unausgewogenen Quoten liegt die Marge erfahrungsgemäß höher – im Bereich von etwa 4 bis 8 Prozent für Bundesliga-Siege und teils deutlich darüber für Spezialmärkte.
Diese fünf Prozent sind nicht zu verwechseln mit den 5,3 Prozent der deutschen Sportwettensteuer. Die Wettsteuer wird vom Veranstalter an das Finanzamt abgeführt, nicht vom Spielenden eingezogen. Ob und wie ein Anbieter sie an die Kunden weitergibt, ist seine eigene Entscheidung; manche ziehen sie direkt vom Einsatz ab, manche schlagen sie auf die Quote, manche tragen sie selbst. Die Marge ist das, was im Preis selbst steckt; die Wettsteuer ist das, was oben drauf kommt oder abgezogen wird, je nach Anbieter.
Wer Quoten vergleicht, sollte daher nicht nur auf den höchsten Wert schauen, sondern auch darauf, ob der Anbieter die Wettsteuer trägt oder weitergibt. Zwei Anbieter mit derselben Quote 1,90 für denselben Ausgang können unterschiedlich viel auszahlen, wenn einer die Steuer vom Einsatz abzieht. Die angezeigte Quote allein reicht für den Vergleich nicht aus.
Spielplan und Wettbewerbe: Wann lizenzierte Anbieter Handballmärkte öffnen
Welche Handballmärkte ein lizenzierter Anbieter anbietet, hängt vom Spielplan ab. Die Bundesliga, die Champions League, die Welt- und Europameisterschaften sowie die IHF World Tour und die Bundesliga der Frauen folgen eigenen Rhythmen, und entlang dieser Rhythmen öffnen und schließen sich die Wettangebote.
Die Bundesliga der Männer spielt in der Saison 2026/27 mit achtzehn Mannschaften, die in Hin- und Rückspielen gegeneinander antreten. Gespielt wird von Ende August bis Anfang Juni, unterbrochen von Länderspielpausen im November und im Frühjahr sowie von den Finalspielen im Mai. Die Saison startet mit dem Pokalwettbewerb und endet mit den Playoffs, in denen der Deutsche Meister ausgespielt wird. Der THW Kiel ist mit 23 Titeln Rekordmeister; der SC Magdeburg hat in der Spielzeit 2025/26 die Meisterschaft gewonnen und trägt den Titel in die neue Saison. Organisiert wird die Liga von der Handball-Bundesliga GmbH in Köln, der zuständige Verband ist der Deutsche Handballbund (DHB). Seit der Saison 2017/18 steigen nur noch zwei Mannschaften in die 2. Bundesliga ab.
Für Wettende bedeutet das: Während der Bundesligasaison sind Märkte zu fast jedem Spieltag verfügbar – Siegwetten, Handicaps, Über/Unter-Tore, Halbzeit-Ergebnisse, teilweise Spielerwetten. In den Länderspielpausen sinkt das Angebot, weil weniger Klubspiele stattfinden. Die Playoffs bringen eigene Märkte, etwa auf den Einzug ins Finale oder den Titel insgesamt; diese sind langfristige Wetten und sollten mit dem Saisonverlauf neu bewertet werden.
Die Champions League der Männer folgt einem eigenen Kalender, der sich mit der Bundesliga überschneidet. Gruppenphase ab September, K.-o.-Runde ab Februar, Final Four im Juni. Die deutschen Teilnehmer wechseln von Saison zu Saison, regelmäßig sind der THW Kiel, der SC Magdeburg, die Füchse Berlin und die SG Flensburg-Handewitt vertreten. Die Belastung in europäischen Wochen wirkt auf die Bundesliga-Leistung zurück – ein Punkt, der in die eigene Formbeurteilung einfließen sollte.
Welt- und Europameisterschaften sind die großen Höhepunkte im internationalen Handballkalender. Die IHF wurde 1946 gegründet, die ersten Weltmeisterschaften fanden bereits 1938 in Berlin statt. Hallenhandball ist seit 1972 bei den Männern und 1976 bei den Frauen olympisch. Die Männer-Europameisterschaft 2024 wurde in Deutschland ausgetragen; die nächsten großen Turniere stehen in den kommenden Jahren an. Europameisterschaften wechseln zwischen geraden und ungeraden Jahren, Weltmeisterschaften ebenfalls. Dazwischen liegen Beachhandball-Turniere und die IHF Super Globe für Vereinsmannschaften, beide mit deutlich geringerer Wett-Tiefe.
Die Handball-Bundesliga der Frauen umfasst ebenfalls achtzehn Mannschaften, organisiert in einer eigenen Liga unter dem DHB. Die Spiele sind seltener auf den Wettseiten vertreten als die Männerspiele, weil das Zuschauerinteresse und damit die Quotenpflege geringer ausfallen. Anbieter mit deutscher Lizenz führen Frauen-Bundesliga zumeist mit Standardmärkten, gelegentlich mit Handicap und Über/Unter. Ein Handballspiel dauert bei Erwachsenen ab 16 Jahren 2 × 30 Minuten mit einer Pause von 10 Minuten; Jugendmannschaften spielen kürzer. Steht es am Ende der regulären Spielzeit unentschieden und ist eine Entscheidung nötig, gibt es maximal zwei Verlängerungen von jeweils 2 × 5 Minuten mit einer Minute Pause; fällt dann immer noch keine Entscheidung, wird per Siebenmeterwerfen entschieden.
Was die Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis tatsächlich anbieten, schwankt von Woche zu Woche und von Anbieter zu Anbieter. Wer eine bestimmte Partie spielen will, prüft am besten am Spieltag selbst das Wettprogramm – die verfügbaren Märkte sind eine Momentaufnahme und werden laufend angepasst, vor allem bei Spielen unterer Ligen oder bei kurzfristigen Spielerausfällen.
Anbieter im Vergleich: Lizenzstatus, Inhaber und die Grundlagen der Erstgenehmigung
Wer in Deutschland auf Handball wetten will, hat die Wahl unter zehn Wettanbietern, die mit Stand 2. Oktober 2026 auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder geführt werden. Die folgende Übersicht zeigt, wer hinter welcher Domain steht und seit wann die Erlaubnis besteht. Welche Märkte, Quoten und Bonusbedingungen die einzelnen Anbieter führen, ist eine andere Frage – sie wird im weiteren Verlauf beantwortet.

| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Inhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag; Inhaberin Greentube Betting Malta Limited, Malta | 09.10.2020 |
| Sportwetten.de | Whitelist-Eintrag; Inhaberin NetX Betting Limited, Birkirkara, Malta | 19.11.2020 |
| Wettarena | Whitelist-Eintrag; Inhaberin I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta | 09.10.2020 |
| VBet | Whitelist-Eintrag; Inhaberin SCGO Limited, St. Julian’s, Malta | 05.12.2023 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag; Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Whitelist-Eintrag; Inhaberin Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021 |
| Tipwin | Whitelist-Eintrag; Inhaberin Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag; Inhaberin WINAMAX S.A. | 29.06.2021 |
| bpremium | Whitelist-Eintrag; Inhaberin Ladbrokes (Deutschland) Limited, Gzira, Malta | 09.10.2020 |
| ODDSET | Whitelist-Eintrag; Inhaberin ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
Diese Tabelle zeigt nur die Lizenz, nicht die Qualität. Ein Anbieter mit längerer Erlaubnis ist nicht zwingend besser im Handball, ein Anbieter mit kurzer Erlaubnis nicht zwingend schlechter. Die Erstgenehmigungen stammen aus dem Erlaubnisverfahren 2020/21, in dem das Regierungspräsidium Darmstadt und die GGL die ersten Lizenzen ausstellten. Viele der genannten Inhaber haben ihren Sitz in Malta, einige in Deutschland; das ist juristisch kein Makel, solange die deutsche Erlaubnis vorliegt. Was die Anbieter im Detail an Handball anbieten, ist im Wettprogramm auf der jeweiligen Seite zu prüfen.
AdmiralBet gehört zum Greentube-Konzern, der auch Automatenspiele unter der Marke Admiral führt. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen Ende 2022 und im Juli 2024 – der Anbieter hat damit eine der längeren Genehmigungshistorien auf der Whitelist. Welche Handballmärkte AdmiralBet im Detail anbietet, hängt von der Saison ab; die Marke ist im deutschen Sportwetten-Markt etabliert, aber nicht auf Handball spezialisiert. Das Wettprogramm folgt dem üblichen Bundesliga-Spielplan, Champions-League-Spiele und Länderspiele sind regelmäßig verfügbar. Für Wettende, die einen lizenzierten Anbieter mit Konzernhintergrund suchen, ist AdmiralBet eine solide Wahl – sechs Jahre Whitelist-Eintrag sprechen für Stabilität, ein eigenes Handball-Profil ist nicht erkennbar.
Sportwetten.de gehört zur NetX Betting Limited, ebenfalls mit Sitz in Birkirkara, Malta, und ist seit November 2020 lizenziert. Die Marke tritt im deutschsprachigen Raum mit einer eigenen Domain ohne internationalen Markenballast auf, was sich am Namen und an der Positionierung ablesen lässt. Welche Handballmärkte im Detail angeboten werden, ist im Wettprogramm auf der Seite zu sehen. Für preisbewusste Wettende ist die Marke wegen der schlanken Aufstellung interessant; ein Wettprogramm-Spezialist für Handball ist sie nicht.
Wettarena wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited betrieben, mit Sitz in Sliema, Malta, und ist seit Oktober 2020 auf der Whitelist geführt. Die Marke zielt auf den deutschsprachigen Markt und führt das Handball-Angebot entsprechend dem Bundesliga-Spielplan. Wettarena ist nicht zu verwechseln mit Wettstar – das eine ist eine lizenzierte Wettseite, das andere ein Pferderennen-Anbieter mit Live-Streams. Standardmärkte zu Bundesliga-Spielen sind üblich; für Spezialmärkte empfiehlt sich ein Blick ins aktuelle Programm.
VBet gehört zur SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, und ist seit Dezember 2023 mit deutscher Erlaubnis auf dem Markt – und damit der jüngste der zehn Anbieter im Vergleich. Die Marke ist international stärker aufgestellt als die meisten Konkurrenten auf der Whitelist und tritt auch in anderen europäischen Märkten auf. Welche Handballmärkte VBet zeigt, ist im laufenden Wettprogramm zu sehen; die Bundesliga-Saison 2026/27 wird dort ihren Niederschlag finden. Für Wettende, die einen Anbieter mit internationaler Erfahrung suchen, ist VBet eine Option; bei der Whitelist-Historie ist VBet das kürzeste Blatt im Bündel.
Sportingbet gehört zur Sportingbet (Deutschland) Limited und ist seit Oktober 2020 mit deutscher Erlaubnis auf dem Markt. Der Anbieter wirbt mit einem „Konfigurator+“ für individuelle Wetten sowie mit Live-Wetten und führt Handball als Teil seines Standardprogramms neben Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Darts und Snooker. Der Konfigurator erlaubt es, mehrere Wetten auf eine Partie zu kombinieren; wie gut das für Handball funktioniert, hängt von der Verfügbarkeit der Teilmärkte ab. Für Wettende, die gerne Kombinationen auf eine Partie bauen, ist Sportingbet einen Blick wert.
Tiptorro gehört zur Torro Tec Limited, mit Sitz in Malta, und ist seit Juni 2021 mit deutscher Erlaubnis auf dem Markt. Die Marke ist im deutschsprachigen Raum weniger bekannt als die großen Namen, gehört aber zum gleichen Lizenzverfahren wie die etablierten Anbieter. Welche Handballmärkte Tiptorro im Detail anbietet, ist im Wettprogramm zu sehen; Standardmärkte zu Bundesliga-Spielen sind üblich. Der Vorteil gegenüber einem großen Namen liegt nicht auf der Hand; wer einen kleineren, lizenzierten Anbieter sucht, kann ihn hier finden.
Tipwin gehört zur Tipwin Limited, mit Sitz in Malta, und verfügt seit Oktober 2020 über die deutsche Erlaubnis. Die Marke ist vor allem als Premium-Partner des Deutschen Basketball Bundes (DBB) bekannt – die Partnerschaft wurde bis Ende 2026 verlängert und läuft damit mindestens drei weitere Jahre. Welche Handballmärkte Tipwin zeigt, hängt von Saison und Spielplan ab; die Positionierung im Basketball-Sport wirkt nicht direkt auf das Handball-Angebot durch, zeigt aber, dass Tipwin strategische Partnerschaften im deutschen Sport pflegt. Eine Sonderstellung im Handball ist daraus nicht abzuleiten.
Winamax gehört zur WINAMAX S.A. und ist seit Juni 2021 mit deutscher Erlaubnis auf dem Markt. Die Marke wirbt im Footer ihrer Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Welche Handballmärkte Winamax im Detail anbietet, ist im Wettprogramm zu sehen; das Image einer besonders günstigen Quote passt zur Markenpositionierung. Live-Streams bietet Winamax vor allem für Fußball und die großen Turniere im Tennis, Basketball und American Football an – Handball-Live-Streams sind im Angebot nicht eigens ausgewiesen. Für Wettende, denen die Übernahme der Wettsteuer wichtig ist, ist Winamax die Adresse; der Quoten-Vorsprung ist eine Momentaufnahme aus 2025.
bpremium gehört zur Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, eingetragen unter der Registernummer C92799, und ist seit Oktober 2020 lizenziert. Die Marke gehört zum Entain-Konzern, einem der größten Wettanbieter weltweit. Welche Handballmärkte bpremium zeigt, ist im Wettprogramm zu sehen; die internationale Aufstellung wirkt sich eher in der Quotenpflege als in einem spezialisierten Handball-Angebot aus. Für Wettende, die einen Konzern-Anbieter mit globaler Erfahrung suchen, ist bpremium eine Variante; im Handball hebt sich die Marke nicht aus der Reihe ab.
ODDSET gehört zur ODDSET Sportwetten GmbH und ist seit November 2020 lizenziert. Die Marke gehört zur staatlichen Lotterie-Familie und wird über das Regierungspräsidium Darmstadt sowie die GGL reguliert. Die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb wurde mit Bescheid vom 15.12.2022 erteilt; die Aufsicht liegt bei der GGL. Welche Handballmärkte ODDSET anbietet, hängt von der Saison ab; die Marke ist auf den breiten Markt ausgerichtet, nicht auf Handball-Spezialisten. Für Wettende, die einen Anbieter aus dem staatlichen Umfeld suchen, ist ODDSET die naheliegende Wahl.
Was ein Bonus kostet: Aufbau, Bedingungen und der Punkt, an dem er kippt
Ein Willkommensbonus ist im Wettanbietermarkt so selbstverständlich wie der Hinweis auf die AGB. Was er kostet, steht in den Bedingungen, und was dort steht, entscheidet, ob sich das Angebot für Spielende mit kleinerem oder größerem Budget überhaupt rechnet.
Die Grundstruktur ist über die Anbieter hinweg ähnlich. Der Anbieter stockt die erste Einzahlung um einen bestimmten Prozentsatz auf, etwa 100 % bis 100 €, dazu kommen oft Freiwetten oder risikofreie Wetten. Die Mindestquote – also die Quote, ab der eine Wette zur Erfüllung der Umsatzbedingungen zählt – liegt üblicherweise zwischen 1,50 und 2,00, bei einzelnen Anbietern höher. Die Umsatzbedingungen verlangen, dass der Bonusbetrag – oder Bonus plus Einzahlung – mehrfach zu Wetten mit dieser Mindestquote eingesetzt wird, bevor eine Auszahlung möglich ist.
Ein Beispiel zeigt, was das bedeutet. Wer 50 € einzahlt und einen 100-%-Bonus erhält, hat 100 € auf dem Wettkonto, von denen 50 € als Bonusgeld gelten. Verlangt der Anbieter einen fünffachen Umsatz des Bonus, müssen 250 € zu Wetten mit Mindestquote 1,80 gesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Pro Wette à 10 € sind das 25 Wetten, jede mit Quote 1,80 oder höher. Wer dabei nur die Mindestquote anspielt, hat 25 Wetten, von denen statistisch etwa die Hälfte gewinnt und die andere Hälfte verliert – das gewonnene Geld bleibt auf dem Wettkonto und muss weiter umgesetzt werden, bis die Bedingungen vollständig erfüllt sind.
In dieser Mechanik steckt die Marge des Anbieters. Eine Wette zu 1,80 hat bei einem ausgeglichenen Markt eine implizierte Wahrscheinlichkeit von etwa 55,6 Prozent und damit eine implizierte Marge von etwa 5 Prozent; der Anbieter behält im Schnitt 5 € von 100 € Einsatz. Wer 250 € umsetzt, zahlt im Schnitt 12,50 € als eingebaute Marge – Geld, das der Wettende verliert, gleichgültig wie die einzelnen Wetten ausgehen. Dazu kommt die Wettsteuer, falls der Anbieter sie an die Kunden weitergibt, und der Zeitfaktor: Viele Anbieter setzen Fristen von 30, 60 oder 90 Tagen, in denen die Umsatzbedingungen erfüllt sein müssen.
Eine Freiwette – im Marketing oft „Freebet“ – funktioniert nach einer anderen Logik. Der Anbieter schenkt dem Spielenden eine Wette mit festgesetztem Wert, etwa 10 €; gewinnt die Wette, wird nur der Reingewinn ausgezahlt, der Einsatz von 10 € verfällt. Eine 10-€-Freebet zu Quote 2,50 bringt bei einem Sieg 15 € Gewinn (10 € × 1,50), nicht 25 €. Der Wert der Freebet liegt damit unter dem Nominalwert, und zwar umso deutlicher, je niedriger die Quote ist. Bei Quote 1,50 bringt die 10-€-Freebet nur 5 € Gewinn; bei Quote 5,0 immerhin 40 €. Wer eine Freebet einlöst, sollte sie daher auf eine möglichst hohe Quote setzen – nicht aus Jagdleidenschaft, sondern aus rechnerischem Vorteil.
Eine risikofreie Wette, oft als „risk-free“ beworben, ist keine Wette ohne Risiko. Sie ist eine Wette, bei der der Einsatz im Verlustfall als Freebet oder Bonusgeld zurückerstattet wird – und damit den gleichen Umsatzbedingungen unterliegt wie ein normaler Bonus. „Risikofrei“ bezieht sich auf den ersten Tipp, nicht auf die Auszahlung.
Was ein Bonus tatsächlich wert ist, hängt damit von vier Faktoren ab: der Bonushöhe, der Umsatzanforderung, der Mindestquote und der Frist. Wer einen 100-€-Bonus mit fünffachem Umsatz und Mindestquote 1,80 in 60 Tagen freispielen will, muss 500 € umsetzen und zahlt dafür im Schnitt etwa 25 € Marge, plus die Wettsteuer, falls weitergereicht. Wer den gleichen Bonus in 30 Tagen freispielen soll, hat weniger Zeit, mehr Wetten pro Woche zu setzen, und damit weniger Kontrolle über das eigene Spielverhalten. Der Bonus, der auf dem Werbebild groß dasteht, ist eine Mechanik mit Widerstand – und der Widerstand ist kalkuliert.
Hinzu kommt das Einzahlungslimit. Wer einen 100-€-Bonus freispielen will, hat in der Regel bereits 100 € eingezahlt – und liegt damit an der Obergrenze des anbieterübergreifenden Monatslimits, sofern das Limit nicht angehoben wurde. Eine zweite Einzahlung im selben Monat ist dann nicht mehr möglich. Die Mechanik eines Bonus ist damit nicht nur eine Rechenfrage, sondern auch eine Frage, wie viel Liquidität der Spielende im laufenden Monat noch zur Verfügung hat.
Rechtslage: Wer in Deutschland auf Handball wetten darf
Die Rechtslage in Deutschland für Sportwetten – einschließlich Handball – ist eindeutig, aber für Spielende nicht offensichtlich. Erlaubt sind Wetten nur bei Anbietern, die im Besitz einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis sind und auf der amtlichen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder geführt werden. Die Whitelist ist die einzige verlässliche Quelle – eine .de-Domain allein beweist nichts, eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung.

Die rechtliche Grundlage bildet der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Er regelt die Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet, die Aufsicht und die Sanktionen. Die Aufsicht liegt bei der GGL mit Sitz in Halle (Saale); die Steuer wird vom Finanzamt erhoben, nicht von der GGL. Die Whitelist nach dem GlüStV ist die einzige Quelle, an der sich eine gültige Erlaubnis ablesen lässt.
Die Whitelist enthält zum Stand 2. Oktober 2026 insgesamt dreißig Einträge: siebenundzwanzig Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Inhaber. Jede aufgeführte Domain ist eine .de-Domain – aber die Domain allein reicht nicht, denn der Eintrag im konkreten Sportwetten-Block ist entscheidend. Eine Inhaberin kann für ihre Casino- oder Slot-Marke eine eigene Erlaubnis haben, ohne dass die Sportwetten-Marke ebenfalls erlaubt wäre; und umgekehrt gilt: Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis geführt wird, darf Sportwetten annehmen.
Eine Erstgenehmigung läuft fünf Jahre; die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, nicht das Enddatum. Wer wissen will, ob eine Erlaubnis noch läuft, prüft den aktuellen Whitelist-Stand – die GGL aktualisiert ihn regelmäßig. Die im vorherigen Abschnitt genannten Erstgenehmigungen stammen aus dem Erlaubnisverfahren 2020/21, in dem das Regierungspräsidium Darmstadt die ersten Lizenzen erteilte; die Folgegenehmigungen ab Ende 2022 fielen in die Zuständigkeit der GGL.
Was darf in Deutschland gewettet werden? Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Spielverlauf, als Einzel- oder Kombiwette. Erlaubt sind nur Wetttypen, die die GGL im sogenannten Sportwettprogramm freigegeben hat. Verboten sind Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße und deren Sanktionierung. Auch Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Im E-Sport-Bereich vertritt die GGL die Position, dass E-Sport nicht als Sport anerkannt ist und damit nicht gewettet werden darf – in Deutschland existiert keine lizenzierte E-Sport-Wette. Über virtuelle Sportarten schweigt die Regulierung; sie sollten als nicht etabliert gelten.
Eine Sonderstellung nehmen Livewetten ein. Livewetten sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt, und nur in Sportarten, in denen solche Komponenten seltene Ereignisse sind. „Nächstes Tor“ im Fußball ja, „nächster Satz“ im Tennis ja, „nächster Punkt“ im Tennis nein, „nächster Korb“ im Basketball nein. Für Handball bedeutet das: Livewetten auf den nächsten Treffer sind in laufenden Spielen grundsätzlich nicht erlaubt, weil Tore im Handball keine seltenen Ereignisse sind. Übrig bleiben das Endergebnis, Halbzeit-Ergebnisse und ähnliche grobe Schnitte – was das Livewetten-Angebot für Handball in Deutschland erheblich schmaler macht als in anderen Märkten.
Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro Wette; Obergrenzen setzen allein die Anbieter in ihren AGB.
Zivilrechtlich hat sich die Frage nach der Rückzahlung verlorener Einsätze in mehreren Fällen vor deutschen Gerichten gestellt. Der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt: Darf die Dienstleistungsfreiheit dazu führen, dass Sportwettenverträge mit nicht lizenzierten Anbietern nichtig sind, mit der Folge, dass die Spieler ihre Einsätze zurückverlangen können? Der Kläger fordert von einem großen Wettanbieter mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verpflichtet werden – mit einer Ausnahme: Wenn die Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, entfällt der Rückzahlungsanspruch. Bis zur Entscheidung des EuGH gilt: Kein Spielender kann sich auf eine bestimmte Rückzahlung verlassen, auch wenn das Verfahren den Weg dorthin ebnet.
Offshore-Anbieter – also Anbieter mit Lizenz aus anderen Jurisdiktionen, nicht aus Deutschland – sind in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel. Das Veranstalten kann mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, das Bewerben mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme von Spielenden ist grundsätzlich ebenfalls strafbar; in der Praxis werden einzelne Spielende in Deutschland aber nicht systematisch verfolgt, und die GGL selbst warnt vor illegalen Angeboten, ohne Strafverfolgung gegen Kunden anzukündigen. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und einen Schlag gegen illegale Glücksspielstrukturen in Milliardenhöhe angekündigt.
Spielerschutz: Altersgrenze, OASIS, LUGAS und das 1.000-€-Limit
Der Spielerschutz im deutschen Sportwetten-Markt ist nicht in der Werbung sichtbar, aber er ist die eigentliche Trennlinie zwischen lizenzierten und nicht lizenzierten Angeboten. Drei Mechanismen greifen ineinander: die Altersgrenze, das Einzahlungslimit und das Sperrsystem OASIS.
Die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren. Wer jünger ist, darf weder ein Konto eröffnen noch Wetten platzieren. Die Anbieter sind verpflichtet, das Alter bei der Registrierung zu prüfen; die technische Umsetzung variiert, in der Regel über eine Identitätsprüfung per Video-Ident oder Post-Ident.
Vor der vollständigen Verifizierung gilt eine 72-Stunden-Frist: Ein Anbieter darf neuen Spielenden für maximal 72 Stunden das Wetten erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungsmöglichkeit. Wer in dieser Frist nicht verifiziert, wird gesperrt. Pro Anbieter ist ein Konto zulässig – mehrere Konten zur Limitumgehung sind verboten.
Das Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar anbieterübergreifend. Das heißt: Egal bei wie vielen lizenzierten Anbietern ein Spielender ein Konto hat, die Summe der Einzahlungen in einem Monat darf 1.000 € nicht überschreiten. Das Limit wird über die zentrale Limitdatei LUGAS technisch durchgesetzt; jeder Anbieter muss vor jeder Einzahlung den aktuellen Stand abfragen. Eine Erhöhung ist nur möglich, wenn der Anbieter aufgrund nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit eine höhere Grenze festlegt – bis 10.000 € für den einzelnen Spielenden, und in der Spanne von 10.000 € bis 30.000 € für höchstens ein Prozent der aktiven Spielerschaft. Eine Selbsterklärung reicht nicht; gefordert sind Gehaltsnachweise, Vermögensnachweise oder vergleichbare Dokumente. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen Schutzfrist – eine Regelung, die den Spielenden vor sich selbst schützen soll.
OASIS ist die Spielersperrdatei. Sie wird bei jeder Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich selbst sperrt, gibt eine Mindestdauer an: drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, ansonsten mindestens ein Jahr. Wer gesperrt ist, darf sich nicht bei irgendeinem lizenzierten Anbieter anmelden und keine Einzahlung vornehmen. Dazu kommt der Panikbutton: Auf Knopfdruck wird eine 24-Stunden-Sperre ausgelöst, die sofort greift und nicht aufgehoben werden kann.
Paralleles Spielen ist verboten; die Aktivitätsdatei LUGAS verhindert, dass ein Spielender zeitgleich bei mehreren Anbietern aktiv ist. Wer in einem Anbieter-Konto eingeloggt ist, kann bei einem anderen kein neues Konto eröffnen oder spielen.
Zahlungen dürfen nur von einem Zahlungskonto erfolgen, das auf den Namen des Spielenden lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Karten – sind damit ausgeschlossen. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen AGB.
Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Sie kennen weder das 1.000-€-Limit noch die Aktivitätsdatei noch die deutsche Selbstausschlussdatei. Das ist der Punkt, an dem der scheinbare Vorteil – höhere Limits, weniger Bürokratie – zum Nachteil wird: Wer spielen möchte, bis es nicht mehr geht, findet dort kein Sicherheitsnetz. Die GGL macht in ihren Warnungen vor illegalen Angeboten genau diesen Punkt zum Kern.
Livewetten und Cash-out: was in Deutschland möglich ist und was nicht
Die Livewette ist im Handball die Wettform, an der die deutsche Regulierung am deutlichsten zuschlägt. Wer eine laufende Partie sieht und spontan wetten will, hat weniger Optionen, als die Werbung eines Anbieters vermuten lässt.
Die gesetzliche Grundlage findet sich im Glücksspielstaatsvertrag. Livewetten sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt, und nur in Sportarten, in denen solche Komponenten seltene Ereignisse sind. „Nächstes Tor“ im Fußball ist selten genug, um zugelassen zu sein; „nächster Satz“ im Tennis ebenfalls. „Nächster Punkt“ im Tennis ist zu häufig, „nächster Korb“ im Basketball ebenfalls.
Für Handball bedeutet das: Tore sind im Handball keine seltenen Ereignisse. In einer durchschnittlichen Bundesligapartie fallen 55 bis 60 Tore, also etwa ein Tor pro Minute. Eine Wette auf den nächsten Treffer wäre manipulationsanfällig, weil viele Konstellationen denkbar sind, in denen ein Spieler den nächsten Treffer absichtlich verschiebt; die GGL hat diese Wette daher nicht zugelassen. Übrig bleiben in der Live-Ansicht das Endergebnis, das Ergebnis zur Halbzeit, gegebenenfalls das Ergebnis nach 45 Minuten und ähnliche grobe Schnitte. Was ein Anbieter in seinem Live-Bereich tatsächlich anzeigt, ist eine Momentaufnahme und kann von Spiel zu Spiel abweichen.
Eine Auszahlung vor dem Ende des Ereignisses ist in Deutschland erst nach dem offiziellen Schlusspfiff möglich. Das ist unabhängig davon, ob der Anbieter in anderen Märkten einen Cash-out anbietet – in Deutschland ist Cash-out für Handball-Livewetten keine Funktion, die der Buchmacher im eigenen Ermessen hinzufügen kann, weil die zugrunde liegenden Wetten teilweise gar nicht erlaubt sind.
Cash-out als Anbieterfunktion ist im Glücksspielstaatsvertrag nicht geregelt. Die GGL hat keine eigene Cash-out-Regel erlassen; Cash-out ist eine Vertragsfunktion zwischen Anbieter und Spielendem, bei der der Anbieter die Wette vorzeitig zu einem von ihm bestimmten Preis zurückkauft. Der Preis hängt vom aktuellen Spielstand und der ursprünglichen Quote ab. Für Handball in Deutschland heißt das: Cash-out ist nur auf die erlaubten Live-Märkte anwendbar – also auf das Endergebnis oder grobe Zwischenschnitte. Wetten auf den nächsten Treffer, die in anderen Märkten per Cash-out zurückgekauft werden könnten, sind hier erst gar nicht zulässig.
Was Anbieter darüber hinaus als „Live-Erlebnis“ anbieten – Animationen, Statistiken, Spielstand-Updates – ist keine Wette, sondern Information. Solche Funktionen fallen nicht unter die Livewetten-Regel und sind bei fast allen lizenzierten Anbietern Standard. Live-Streams von Handballspielen sind in Deutschland selten; die meisten Anbieter konzentrieren ihre Streaming-Kapazität auf Fußball, Tennis und die nordamerikanischen Ligen. Winamax etwa bietet Streams aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von Grand-Slam- und ATP/WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL an – Handball ist im Streaming-Programm nicht enthalten. Wer Handball live im Bild verfolgen will, ist auf Sportsender angewiesen; das Wettprogramm liefert dazu Zahlen, nicht Bewegtbild.
Werbung, Steuer und der Punkt, an dem der Anbieter zahlt
Werbung für Sportwetten ist in Deutschland anbietergebunden: Nur wer eine Erlaubnis hat, darf in Deutschland für Sportwetten werben. Die bekannten Werbezeiten-Beschränkungen – 06:00 bis 21:00 Uhr – gelten für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten sind andere Regeln einschlägig: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.
Eine zahlenmäßige Obergrenze für die Bonushöhe enthält der Glücksspielstaatsvertrag nicht. Was ein Anbieter an Willkommensbonus, Freebet oder risikofreier Wette anbietet, ist seine eigene Entscheidung, festgehalten in den AGB. Wer einen Bonus bewirbt, unterliegt denselben Werberegeln wie für andere Wetten – der Hinweis auf die Umsatzbedingungen gehört zur Werbung dazu.
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“ – das sind effektiv etwa 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags. Die Steuer wird vom Veranstalter geschuldet, also vom Wettanbieter, nicht vom Spielenden. Wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung: Manche ziehen sie direkt vom Einsatz ab, manche schlagen sie auf die angezeigte Quote auf, manche tragen sie selbst und werben damit. Winamax zum Beispiel wirbt mit „0 % Wettsteuer“ – das heißt, der Anbieter trägt die Steuer und gibt sie nicht an die Kunden weiter. Die Werbung verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus dem Zeitraum 1. April bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag.
Wer die Wettsteuer bei der eigenen Wettplanung berücksichtigt, sollte prüfen, ob der Anbieter sie trägt oder weitergibt – denn zwei Anbieter mit derselben Quote zahlen nicht denselben Betrag aus, wenn einer die Steuer vom Einsatz abzieht. Die angezeigte Quote allein reicht für einen fairen Vergleich nicht aus.
Gewinne von privaten Wettenden fallen in Deutschland grundsätzlich nicht unter eine spezielle Wettgewinnsteuer; die Besteuerung richtet sich nach den allgemeinen Regeln des Einkommensteuergesetzes, und nicht jeder Wettgewinn ist steuerpflichtig. Wer sich unsicher ist, fragt einen Steuerberater – das ist keine Wettanbieter-Aufgabe.
Häufige Fragen
Wo lässt sich legal auf Handball wetten, und woran ist ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis erkennbar?
Legal auf Handball wetten lässt sich nur bei Anbietern, die im Besitz einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis sind und auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder geführt werden. Die Whitelist ist die einzige verlässliche Quelle; eine .de-Domain, eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan oder die Erwähnung in einem Vergleichsportal reicht als Nachweis nicht aus. Geprüft wird gegen den jeweils aktuellen Whitelist-Stand.
Welche Wettmöglichkeiten gibt es bei Handball, etwa Spielausgang, Handicap oder Torsumme?
Die wichtigsten Märkte im Handball sind die Siegwette mit Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg, die Handicap-Wette, mit der Favoriten ein virtueller Rückstand oder Vorsprung zugewiesen wird, und die Über/Unter-Tore-Wette auf eine vom Anbieter festgelegte Linie. Dazu kommen Halbzeit-Märkte und einzelne Spezialwetten. Welche Märkte im Einzelfall verfügbar sind, hängt vom Anbieter und vom konkreten Spiel ab.
Wie wird die Auszahlung aus Einsatz und Quote berechnet, wenn ein Tipp auf den Heimsieg bei Quote 1,80 gewinnt?
Die Brutto-Auszahlung ist Einsatz × Quote. Bei einem Einsatz von 10 € und einer Quote von 1,80 beträgt sie 18 €, der Nettogewinn 8 €. Die 5,3 %ige Wettsteuer wird vom Anbieter an das Finanzamt abgeführt; ob und wie sie Einsatz oder Auszahlung schmälert, hängt davon ab, ob der Anbieter sie trägt oder weitergibt.
Wie wirken Umsatzbedingungen und Mindestquote auf einen Wettbonus?
Ein Bonus wird üblicherweise erst auszahlbar, nachdem Bonusbetrag oder Bonus plus Einzahlung mehrfach zu Wetten mit einer Mindestquote – meist zwischen 1,50 und 2,00 – umgesetzt worden sind. Wer 50 € einzahlt und einen 100-€-Bonus mit fünffachem Umsatz zu Mindestquote 1,80 erhält, muss 500 € zu Wetten mit Quote 1,80 oder höher setzen. Die Frist dafür liegt oft bei 30 bis 90 Tagen.
Welche Livewetten sind bei einem laufenden Handballspiel in Deutschland erlaubt?
In Deutschland sind Livewetten auf laufende Handballspiele auf das Endergebnis und grobe Zwischenschnitte wie das Halbzeit-Ergebnis beschränkt. Wetten auf den nächsten Treffer sind nicht erlaubt, weil Tore im Handball keine seltenen Ereignisse sind und solche Wetten als manipulationsanfällig gelten. Cash-out für Handball-Livewetten ist in Deutschland keine verbreitete Funktion.
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