Afrika-Cup Wettanbieter: Wer in Deutschland erlaubt ist und was er kostet
Stand der Daten: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Wer auf den Afrika-Cup wetten will, kann das in Deutschland nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis tun. Diese Erlaubnis vergibt seit dem 1. Juli 2021 die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, und die einzige verlässliche Quelle, um sie zu prüfen, ist die Whitelist der GGL. Welche Anbieter dort stehen, wie sich ihre Quoten zusammensetzen und was ein Bonus vor der Auszahlung wirklich verlangt – darum geht es auf dieser Seite. Die Ausgabe „2026“ im Suchbegriff nennt keine Turnierausgabe; die letzte Ausgabe war der Afrika-Cup 2025, die nächste ist für 2027 geplant.
Spielerschutz als Pflichtprogramm: was eine deutsche Erlaubnis konkret vorschreibt
Bevor Quoten, Live-Optionen und Bonusbedingungen verglichen werden, lohnt ein Blick darauf, was eine deutsche Erlaubnis überhaupt erzwingt. Denn vieles, was im Ausland selbstverständlich erscheint, ist hier nicht erlaubt – und vieles, was auf den ersten Blick wie eine Einschränkung wirkt, schützt am Ende das eigene Geld.

Einzahlungslimit, OASIS und der Panikbutton
Seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags 2021 gilt für alle lizenzierten Anbieter ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 €, das automatisch über die zentrale Limitdatei LUGAS geprüft wird. Wer mehr setzen will, muss gegenüber dem Anbieter seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen – eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Erhöhung wird frühestens nach sieben Tagen wirksam, eine Senkung sofort. Diese Grenze gilt anbieterübergreifend, nicht pro Buchmacher, was die Idee hinter dem Limit erklärt: Parallelspiel über mehrere Konten soll unmöglich werden.
Die Sperrdatei OASIS wird bei jeder Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn man selbst eine Frist setzt, sonst mindestens ein Jahr. Wer sich für 24 Stunden komplett aus dem Spielbetrieb ziehen will, findet in jedem lizenzierten Konto den Panikbutton – er löst eine Sofortsperre aus, die sofort greift.

Verifizierung, Echtnamen-Konto, Zahlungen
Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden lang Spielbetrieb mit einer Einzahlungsgrenze von 100 € anbieten – und keine Auszahlung vornehmen. Erst nach Vorlage eines gültigen Ausweisdokuments und der Bestätigung der Bankverbindung wird das Konto vollständig freigeschaltet. Zahlungen sind ausschließlich von einem Konto erlaubt, das auf den eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut läuft; anonyme Zahlungsmittel wie Kryptowährungen oder prepaid Karten ohne Identitätsprüfung sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Bitcoin, anonyme Prepaid-Karten und ähnliche Wege aus den lizenzierten Angeboten heraushält.
Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird der Restbetrag innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Offshore-Anbieter sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen – wer dort spielt, fällt durch sämtliche Schutznetze.
Wettarten, Quoten und die Marge: das Rechenwerk hinter jeder Quote
Wer Quoten vergleicht, vergleicht eigentlich Margen. Denn die Quote eines Buchmachers ist nie „fair“, sondern enthält einen Aufschlag, mit dem das Haus langfristig verdient. Wer versteht, wie dieser Aufschlag zustande kommt, kann Preise lesen, statt sie zu glauben.
Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Beim Afrika-Cup sind drei Grundformen Standard. Die Einzelwette setzt auf ein einzelnes Ereignis – etwa den Sieger eines Gruppenspiels. Die Kombiwette verknüpft mehrere Einzelauswahlen zu einem Schein, wobei sich die Quoten multiplizieren: Eine Auswahl mit Quote 2,10 und eine mit 1,80 ergeben eine Kombiquote von 3,78. Das hört sich großzügig an, ist aber riskanter – wer nur eine Auswahl verliert, verliert den gesamten Schein. Die Systemwette erlaubt es, mehrere Kombinationen parallel zu spielen und so auch dann etwas zu gewinnen, wenn nicht alle Tipps eintreffen.
Was die Marge über einen Markt verrät
Die Marge eines Marktes ist die Differenz zwischen dem, was die Wettenden zusammen einsetzen, und dem, was der Buchmacher über die Quoten als Gewinn wieder auszahlt. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) berechnet sie sich so:
- Payout Share = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + 1/Quoteₙ)
- Marge = 1 − Payout Share
Ein Rechenbeispiel: Angenommen, ein Buchmacher bietet auf ein Afrika-Cup-Spiel die Quoten 2,10 (Heimsieg), 3,40 (Unentschieden) und 3,60 (Auswärtssieg). Dann ergibt sich:
- 1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60 ≈ 0,4762 + 0,2941 + 0,2778 ≈ 1,0481
- Payout Share = 1 ÷ 1,0481 ≈ 95,4 %
- Marge ≈ 4,6 %
Eine Marge um die 5 % ist für einen Drei-Wege-Fußballmarkt gewöhnlich. Das heißt aber nicht, dass jeder Anbieter dort liegt – Turniermärkte und Außenseiterwetten haben oft höhere Margen, weil der Buchmacher das Risiko schlechter einschätzen kann. Wer die Marge seines Marktes kennt, weiß, wie viel der Buchmacher im Schnitt von jedem Euro behält – und kann Quoten verschiedener Anbieter tatsächlich vergleichen.
Live-Wetten: was erlaubt ist und was nicht
Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt Live-Wetten während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein ähnliches Ereignis in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten vorkommen. Beim Fußball ist „nächstes Tor“ erlaubt, beim Tennis „nächster Satz“, nicht aber „nächster Punkt“. Basketball, wo jeder Korb zählt, fällt für solche Mikrowetten heraus. Aus Sicht des Wettenden heißt das: Wer auf den Afrika-Cup live wetten will, hat weniger Mikromärkte als bei einem offshore Anbieter – dafür sind die angebotenen Märkte reguliert.
Turnier und Spielplan: Hintergründe zum Afrika-Cup
Der Afrika-Cup wird vom afrikanischen Fußballverband CAF organisiert und seit 1957 ausgetragen. Rekordsieger ist Ägypten mit sieben Titeln, Rekordtorschütze Samuel Eto’o mit 18 Toren.
Die Ausgabe 2025 in Marokko
Die jüngste Ausgabe, der Afrika-Cup 2025, wurde wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel verschoben und fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko statt. 24 Nationen spielten in sechs Vierergruppen; die Gruppenersten und -zweiten sowie die vier besten Gruppendritten erreichten die K.-o.-Runde, die bei Gleichstand nach Verlängerung ins Elfmeterschießen ging. Im Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Brahim Díaz wurde mit fünf Treffern Torschützenkönig, Nigeria sicherte sich im Elfmeterschießen gegen Ägypten Platz drei.
Was dieses Finale nachträglich kompliziert hat: Die CAF wertete rund zwei Monate nach Spielende das Endspiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten. Der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Für Wettende bedeutet das: Auch nach dem Abpfiff kann ein Ergebnis noch korrigiert werden, und die Auszahlung richtet sich nach dem amtlichen Endergebnis.
Die kommende Ausgabe 2027
Der Afrika-Cup 2027 ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda angesetzt; 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Anders als bisher soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden – der Rhythmus ändert sich also mit der nächsten Ausgabe, was bei Langzeitwetten auf den Turniersieger eine Rolle spielt, weil sich der Kaderzyklus verschiebt.
Seit 2019 nehmen am Afrika-Cup erstmals 24 Mannschaften teil – eine Verdopplung gegenüber dem vorherigen Format, die den Wettmarkt breiter gemacht hat, weil mehr Spiele und mehr Außenseiter im Programm stehen.
Wettanbieter im Vergleich: wer in Deutschland erlaubt ist
Die folgende Tabelle vergleicht zehn Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden (Stand 2. Oktober 2026). Die Spalte zum GGL-Status zeigt, ob und seit wann der Anbieter eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis hat; die Spalte zur Erlaubnis nennt den Inhaber, wie ihn die Whitelist führt.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Inhaber laut Whitelist | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| AdmiralBet | Erlaubt | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | Erlaubt | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| 888sport | Erlaubt | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| bet-at-home | Erlaubt | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| VBet | Erlaubt | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Betano | Erlaubt | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| Sportingbet | Erlaubt | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tipico | Erlaubt | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Winamax | Erlaubt | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| Betway | Erlaubt | Betway Limited | 09.03.2021 |
Die Whitelist führt 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten – drei weitere Inhaber haben ausschließlich Pferdewetten-Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis; die Domain muss genau mit der Whitelist-Angabe übereinstimmen. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Ersterlaubnis und eventueller Folgeerlaubnisse, kein Enddatum – eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, wird aber bei Verlängerung entsprechend aktualisiert.
AdmiralBet
AdmiralBet wird in der Whitelist unter Admiralbet.de als Sportwetten-Angebot der Greentube Betting Malta Limited geführt; die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 29. Juli 2024 erteilt. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de liegt eine separate Erlaubnis seit dem 28. September 2022 vor – das ist eine andere Genehmigung mit anderen Regeln, die nichts über das Sportwetten-Angebot aussagt.
ODDSET
ODDSET ist die Sportwetten-Marke der ODDSET Sportwetten GmbH. Die Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt; die Aufsicht liegt bei der GGL in Halle. ODDSET gehört zum deutschen Markt seit den 1990er-Jahren und betreibt sowohl stationäre Annahmestellen als auch das Online-Angebot unter Oddset.de.
888sport
888sport gehört zur 888-Gruppe, deren Holding 888 Holdings PLC in Gibraltar sitzt; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die deutsche Erlaubnis für 888sport besteht seit dem 30. Juni 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 15. Dezember 2022 erteilt. Hinter dem Markennamen steht als Inhaber die 888 Germany Limited.
bet-at-home
Bet-at-home wird in der Whitelist als Bet-at-home.com Internet Limited geführt. Die Erlaubnis besteht seit dem 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt; für virtuelle Automatenspiele gibt es eine separate Erlaubnis seit dem 28. Dezember 2022.
VBet
VBet wird in der Whitelist als SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, geführt. Die Erlaubnis für Vbet.de ist mit Datum 5. Dezember 2023 die jüngste Erstgenehmigung in dieser Reihe – VBet ist also als lizenzierter Anbieter vergleichsweise spät auf den deutschen Markt gekommen.
Betano
Betano wird in der Whitelist als Betkick Sportsbetting Limited geführt; die Erlaubnis besteht seit dem 19. Februar 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 16. Dezember 2022 erteilt. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten und nennt in der Beschreibung Funktionen wie Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Sportingbet
Sportingbet wird in der Whitelist als Sportingbet (Deutschland) Limited geführt; die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 21. Dezember 2022 erteilt. Das Wettprogramm umfasst einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; angeboten werden unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.
Tipico
Tipico wird in der Whitelist als Tipico Co. Limited geführt; die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 9. Dezember 2022 erteilt. Die App nennt in der Beschreibung Funktionen wie „Tipico Cashout“ zur Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Tipico ist zugleich Beklagter in einem Verfahren, das der BGH dem EuGH vorgelegt hat – ein Urteil dort könnte die Rückforderung alter Sportwetten-Einsätze betreffen, hat aber keine unmittelbaren Auswirkungen auf das aktuelle Wettangebot.
Winamax
Winamax wird in der Whitelist als WINAMAX (Société anonyme) geführt; die Erlaubnis besteht seit dem 29. Juni 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 8. Dezember 2022 erteilt. Winamax bewirbt auf der eigenen Website „0 % Wettsteuer“ und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 1. April bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Studie ist eine Marketingaussage, kein amtlicher Test; sie zeigt aber, dass Winamax die eigenen Quoten aktiv vergleicht. Über Winamax TV werden Live-Streams aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von allen vier Grand-Slam-Turnieren, allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL angeboten.
Betway
Betway wird in der Whitelist als Betway Limited geführt; die Erlaubnis besteht seit dem 9. März 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet einen Wettkonfigurator für Fußballspiele; der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.
Wettsteuer, Bonus und Auszahlung: was ein „Top-Angebot“ wirklich kostet
Beim Vergleich von Wettanbietern schauen viele zuerst auf den Willkommensbonus. Das ist verkehrt herum: Die Wettsteuer läuft bei jeder Wette mit, der Bonus ist ein einmaliger Mehrwert. Was mehr kostet, hängt davon ab, wie man spielt.
Die Sportwettensteuer von 5,3 %
Die Sportwettensteuer ist in §§ 16–25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Sie wird vom Veranstalter – also dem Buchmacher – geschuldet, nicht vom Spieler. Die Frage, ob der Anbieter sie an die Kunden weitergibt, ist eine unternehmerische Entscheidung. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere vom Gewinn, wieder andere übernehmen sie vollständig. Das ist der Grund, warum eine 1,90-Quote bei Anbieter A und eine 1,80-Quote bei Anbieter B wirtschaftlich gleichwertig sein können, wenn A die Steuer trägt und B sie auf den Kunden abwälzt. Bezahlt ein Anbieter die Steuer, ist seine effektive Marge entsprechend höher; das schmälert langfristig den Quotenvorteil, den der Spieler zu sehen glaubt.
Bonusbedingungen lesen, bevor man einzahlt
Der Glücksspielstaatsvertrag setzt für Sportwetten-Boni weder eine maximale Höhe noch eine Umsatzanforderung fest. Was an Umsatz, Mindestquote und Frist gilt, steht allein in den AGB des Anbieters. Üblich ist: Der Bonusbetrag muss mehrfach zu einer Mindestquote umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Eine typische Anforderung wäre etwa „5-facher Umsatz des Bonus zu Mindestquote 1,80 innerhalb von 30 Tagen“. Wer auf den Afrika-Cup mit Einzelwetten zur Mindestquote 1,80 setzt, müsste bei einem 100-€-Bonus 500 € Umsatz erzeugen, um die Bedingung zu erfüllen – das sind, je nach durchschnittlicher Quote, rund 15 bis 25 Einzelwetten. Wer stattdessen Kombiwetten nutzt, kommt mit weniger Scheinen aus, riskiert aber mehr pro Schein.
Wichtig ist die Frage, ob der Bonus „sticky“ ist – also bei Auszahlung wieder vom Konto abgezogen wird – oder ob er als Echtgeld nach Erfüllung der Bedingungen ausgezahlt wird. „Risikofreie“ Wetten, die als Gratiswette zurückerstattet werden, sind ebenfalls keine Erstattung in Echtgeld: Was am Ende auf dem Konto liegt, ist eine neue Gratiswette, oft mit eigener Umsatzbedingung. Der Werbebegriff verschleiert, was tatsächlich ausgezahlt wird.
Wettsteuer und Werbeaussagen: das Beispiel Winamax
Winamax bewirbt „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Der erste Teil stimmt: Der Anbieter übernimmt die Steuer, sie wird nicht vom Einsatz abgezogen. Der zweite Teil bezieht sich auf die Odoxa-Studie, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag – also nicht in 100 % der Fälle, sondern in weniger als der Hälfte. Wer die Werbung ernst nimmt, sollte den konkreten Markt prüfen, auf den er setzen will: Eine pauschale Bestaussage gibt es bei keinem Anbieter.
Rechtlicher Rahmen: warum die Whitelist der einzige Test ist
In Deutschland ist das Anbieten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nur mit Erlaubnis der GGL erlaubt (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV). Das gilt auch für ausländische Anbieter, die ihren Sitz in Malta, Curaçao oder Anjouan haben. Eine Lizenz dieser Länder hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung, und die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Wer bei einem nicht lizenzierten Anbieter spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg, fällt durch OASIS und LUGAS, und sein Geld liegt auf keinem insolvenzgeschützten Treuhandkonto.
Was die Whitelist zeigt – und was nicht
Die Whitelist wird auf der Website der GGL geführt und enthält Domain, Inhaber, Erlaubnistyp und Datum der Erteilung. Sie zeigt ausdrücklich kein Enddatum. Was sie nicht enthält: Angaben zur Bonushöhe, zum Wettprogramm, zu Live-Streams oder zu Zahlungsmethoden. Wer wissen will, ob ein bestimmter Markt beim Anbieter verfügbar ist, muss das Wettprogramm des Anbieters prüfen. Die Whitelist ist die Lizenzprüfung, nicht die Marktprüfung.
BGH und EuGH: alte Einsätze, neues Verfahren
Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Im März 2026 hat der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme für Fälle, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das Urteil des EuGH steht noch aus, und eine Rückzahlung ist für niemanden garantiert – das Verfahren zeigt aber, dass die zivilrechtliche Seite der Frage noch nicht abschließend geklärt ist.
Was eine „bestmögliche Wahl“ beim Afrika-Cup konkret heißt
Wer die Übersicht zu den Wettanbietern liest, hat gesehen: Alle zehn Anbieter haben eine deutsche Erlaubnis. Die Unterschiede liegen nicht in der Frage „erlaubt oder nicht“, sondern in der Frage „wofür“. Wer auf den Turniersieger tippen will, braucht einen Anbieter mit breitem Langzeitwetten-Angebot; wer auf einzelne Gruppenspiele setzt, braucht einen mit tiefer Marktstruktur und stabilen Live-Quoten; wer viele kleine Wetten spielt, ist mit einem Anbieter besser bedient, der die Wettsteuer übernimmt; wer die Bedingungen nicht lesen will, sollte Angebote mit hohem Umsatzfaktor und kurzen Fristen eher meiden.
Was sich nicht aus der Tabelle ablesen lässt, ist die persönliche Spielerfahrung: Wie schnell zahlt der Anbieter aus? Welche Zahlungsmethoden werden unterstützt? Wie zuverlässig läuft die App? Diese Informationen ändern sich kurzfristig und gehören in den Live-Test des Anbieters, nicht in eine Tabelle. Wer vor der Anmeldung steht, sollte die AGB lesen – insbesondere zu Bonusbedingungen, Auszahlungsfristen und zum Umgang mit dem Panikbutton. Das ist der Teil der Vergleichsarbeit, den keine Übersicht abnehmen kann.
Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu Wettanbietern in Deutschland
Nach welchen Kriterien lässt sich ein Wettanbieter für den Afrika-Cup vergleichen, ohne Gewinne zu versprechen?
Maßgeblich sind vier Punkte: die Erlaubnis auf der GGL-Whitelist, das Wettprogramm (Langzeit- und Einzelmärkte zum Turnier), die Marge der angebotenen Quoten und der Umgang mit der Wettsteuer. Hinzu kommen die Funktionspalette (Cash Out, Live-Streaming, Bet Builder) und die Bonusbedingungen, also Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist. Welche Kriterien im Einzelfall wichtiger sind, hängt davon ab, ob man auf den Turniersieger, einzelne Spiele oder live setzen will.
Wann soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden, und welche Ausgabe liegt zuletzt zurück?
Der Afrika-Cup 2027 ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant; 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Die zuletzt ausgetragene Ausgabe war der Afrika-Cup 2025, der wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft verschoben wurde und vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko stattfand. Eine Ausgabe „2026“ gibt es nicht.
Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter auf der Whitelist der Glücksspielbehörde steht?
Die Whitelist wird auf der Website der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder unter glücksspiel-behoerde.de geführt und ist nach Anbietername und Domain durchsuchbar. Ein Eintrag enthält den Inhaber, die Domain, die Art der Erlaubnis (Sportwetten, virtuelle Automatenspiele, Pferdewetten) und das Datum der Erteilung. Eine Folgeerlaubnis ersetzt die ursprüngliche nicht – beide Daten stehen in der Liste. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis.
Wie unterscheidet sich der Umgang mit der Sportwettensteuer von 5,3 % zwischen Anbietern?
Die Steuer von 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“ wird vom Buchmacher geschuldet, nicht vom Spieler. Manche Anbieter übernehmen sie vollständig, andere ziehen sie vom Einsatz ab, wieder andere vom Gewinn. Effektiv bedeutet das: Eine 1,90-Quote bei einem Anbieter, der die Steuer trägt, ist wirtschaftlich besser als eine 2,00-Quote bei einem Anbieter, der sie auf den Kunden abwälzt. Die Werbeaussage „0 % Wettsteuer“ eines Anbieters heißt konkret, dass die Steuer im angezeigten Preis bereits eingepreist und vom Haus getragen wird.
Welche Umsatzbedingungen und Mindestquote sind bei Willkommensangeboten für Turnierwetten zu beachten?
Üblich ist ein mehrfacher Umsatz des Bonus zu einer Mindestquote – typisch sind 3- bis 6-facher Umsatz zu Quoten zwischen 1,50 und 2,00, mit Fristen zwischen 7 und 90 Tagen. Welche Märkte zählen (Langzeitwetten, Live-Wetten, Kombiwetten) und ob der Bonus „sticky“ ist, steht in den AGB. Eine „risikofreie“ Wette, die als Gratiswette zurückerstattet wird, ist keine Echtgeld-Erstattung; die neue Gratiswette hat dann ihre eigenen Umsatzbedingungen.
Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Malta für Wetten in Deutschland nicht als Nachweis?
Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta ist eine Erlaubnis des jeweiligen Sitzlandes, nicht Deutschlands. In Deutschland ist das Anbieten von Sportwetten im Internet nur mit Erlaubnis der GGL zulässig; ausländische Lizenzen werden nicht anerkannt, und die GGL warnt explizit vor illegalen Angeboten. Wer bei einem nicht lizenzierten Anbieter spielt, fällt durch OASIS und LUGAS, hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg und sein Geld liegt auf keinem Treuhandkonto nach deutschem Recht.
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Inhalt erstellt vom Team «paymentwettende.com»
